Zweikindchaos?!

von shrimpmama
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Seit acht Monaten bereichert nun Garnello unsere Familie und seither bin ich auch Zweifachmama. Eins vorweg: Ich hab mir es viel stressiger vorgestellt als es tatsächlich ist. Aber vieles hat sich geändert. Natürlich ist auch vieles gleich geblieben und das zweite Kind hat unser Leben weniger auf den Kopf gestellt als gedacht…zum Glück 😉

Premiere 

Also eines ist fix: seit wir ein zweites Kind haben gibt es wieder viele Erstmals in unseren Leben. Zum Beispiel die Freibadpremiere. Ich alleine mit zwei Kindern im Freibad. Ja ich weiß, eigentlich kein Thema, aber ganz ehrlich es hat mich etwas Überwindung gekostet. Mit einer zweieinhalbjährigen und einem Baby ins Freibad, da kann einiges schiefgehen. Zumindest im sorgenvollen Mama Hirn. Aber wir lernen ja am besten an Herausforderungen. Und dem war auch so. Bis auf ein paar bockige Minuten seitens des Shrimps lief alles wie am Schnürchen. Nicht einmal ein Sonnenbrand konnte uns erhaschen. Naja und so gibt es ganz viele neue Herausforderungen und ersten Male. Ob Einkaufszentrum, Spielplatz oder Feiern. Aber wie sich bis jetzt zeigt, alles kein Problem und ich hab mich recht schnell daran gewöhnt. Natürlich gibt es die üblichen Trotzanfälle…oder wie wir jetzt alle sagen Autonomie- anfälle (oder wie heißt es dann eigentlich?) 😉 Die versetzen mich aber nicht mehr oder weniger in Stress durch das Baby.

Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt

Ja, das passt gleich aus mehreren Sichten.
Erstens: mich selbst betreffend. In einem Moment streiten sie um ein Spielzeug – beziehungsweise nimmt Shrimpi Garnello eines weg und im nächsten Moment wird gekuschelt und Bussis gegeben was das Zeug hält. So verhält es sich dann natürlich auch mit meiner Laune. Von eher genervt schlagartig zu fliegenden Herzen aus den Augen … oder wie heißt das nochmal. Ich und Sprichwörter sind wirklich kein Match 😉

Zweitens: die andern Leute rund um uns. Ja, ich bemerke die mitleidigen Blicke von anderen wenn ich mit Babyschale in der einen Hand, Hund an der Leine in der anderen Hand und mit meinem Mundwerk Shrimpi dirigierend durch ein Einkaufszentrum, Restaurant oder wo auch immer manövriere. Aber natürlich gibt es auch ganz viele Leute von denen wir „Auuuu“ und „Ach wie goldig“ zu hören bekommen. Ich weiß es betrifft nicht mich persönlich – vorallem das goldig 🙂 aber meine Kinder und Hund und das ist wie Balsam auf der Seele. Natürlich bin ich typisch Mama stolz auf meine drei Zöglinge und freu mich wenn andere sie auch so niedlich finden wie ich.

Mehr Platz, mehr Zeit, mehr Liebe

Unser Haus hat theoretisch genug Platz. Dennoch gleicht es eigentlich mehr einem riesengroßen Spielplatz als einem modernen puristischen Haus. So wie wir es eigentlich gedacht hätten. Da stehen Autos, Puppenwagen und Co, zusammen mit Laufstall, Activitycenter und Co. Natürlich die Kiste mit dem Hundespielzeug nicht zu vergessen. Damit auch ja jedes Kind genug hat 😉 Ja, da braucht man schon einiges an Platz.

Aber auch beim Auto ist Platz ein Thema. Zum  Glück haben wir schon vor Garnello auf zwei große Combis gewechselt. Zwei Kindersitze und einen Hund zu verstauen braucht nämlich einiges an Platz. Aber wenn dann auch noch Schwimmsachen und Kinderwagen mit müssen wird’s kompliziert. Aber mit Combi und Schlichtkunst zum Glück machbar. Okay, manchmal muss Pelzibub seinen Platz teilen und das missfällt ihm sehr, aber ich glaube es ist vertretbar.

Aber auch beim Parken brauchte i ch mehr Platz. Jede Parklücke kann ich leider nicht mehr nützen, denn Kinder ausladen braucht ebenfalls Platz. Und zwar seitlich.

Hier ein ironisches Danke an alle 50 jährigen die meinen Familienparkplatzbenutzer sein zu können, weil sie 30 jährige Kinder haben. Ja, versteh ich schon dass die einem auch Sorgen Betreiten und man deshalb vielleicht keine 10 m weiter gehen kann…warte, nein, versteh ich doch nicht. Ja, eine Babyschale lässt sich nun mal nicht durch einen 20 cm Türspalt quetschen und ein Kleinkind auch nur schwer so anhängen. Sorry, but not sorry. Aber das klag ich bestimmt den falschen.

Oh ja, die liebe Zeit. Plötzlich brauche ich ca 15 – 20 Minuten um alle abfahrbereit zu haben. Jause herrichten, Ersatzwindeln oder -gewand muss natürlich auch mit. Und das für zwei Kinder und einen Ehemann. Na wer kennt’s. Okay, Windeln braucht er nicht mit. Aber sein Gewand verschwinden net anscheinend immer wie von Zauberhand – und taucht dann plötzlich vor mir wieder auf wenn ich den Schrankraum betrete. Zauberei! Und wehe die Kinder essen und ich hab nichts für den werten Gatten griffbereit. Ich schwör euch, der kann da mindestens genauso gut quengeln 😉

Aber natürlich hat jetzt im Sommer die richtig aktive Zeit begonnen, da Garnello ja nicht mehr soo klein ist. Familienausflug, Wanderungen und andere Attraktionen wechseln sich ab. Da bleibt kaum ein fauler Tag an den Wochenenden. Die Familie benötigt Zeit und die geben wir auch. Nachholen geht nämlich nicht. Darum nutzen wir unsere Familienzeit so gut es geht.

Naja und aufgrund des Kleinkindes brauchen wir einfach für alles länger. Da dauert ein Spaziergang schon mal eine Stunde länger für die gleich Strecke oder auch der Hausputz weil Shrimpi plötzlich 100 Dinge einfallen wenn Mama gerade auf der Leiter steht.    

Aber ein ist fix. Auch die Liebe ist größer geworden. Die Liebe teilt sich nicht auf – wie erwartet. Nein, sich verdoppelt sich einfach. Das konnte ich mir davor überhaupt nicht vorstellen. Ist aber so. Aber jetzt auch zu meinem Partner und das Gefühl als Familie komplett zu sein. Alles ist mehr und noch besser geworden. Nicht das ich davor unzufrieden war. Aber nun fühlen wir uns einfach komplett. Ein wirklich schönes Gefühl.

Schnell so schnulzige Gedanken niederschreiben bevor ein Kind wieder einen Supergau losbricht 😉              

Fazit

Naja, das Fazit hab ich euch schon gegeben. Alles ist irgendwie mehr und intensiver. Klar, zugegeben, manchmal auch verdammt anstrengen und nervenraubend. Aber was wären die Hochs ohne die Tiefs 😉 Könnte man ja garnicht richtig genießen 🙂 Im Endeffekt bin ich ein Stückchen weg drückt von Miss perfekt hin zu Miss etwas chaotisch und auch mal vergesslich. Aber ich kann mich immer mehr damit anfreunden, dass ich nicht jede Woche Zeit habe was zu schreiben, nicht sofort jedes Hemd bügle oder das Gras im Garten mal etwas höher ist. Unsere Kinder erinnern sich schließlich an eine schöne Kindheit und nicht an einen klinischen Haushalt. 

In diesem Sinne, Haushalt jetzt ruhen lassen und mit den Kindern Ewas spielen gehen!

Bussal, eure Shrimpmama

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