Papa wird ein Jahr alt

von Shrimphansi
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Ich wurde vor kurzem ein Jahr alt. Zumindest wenn man lediglich die Zeit als Papa zählt. Das ist ein guter Anlass einen Rückblick auf das erste Jahr als Papa zu machen. 

Wir sind schwanger!

Die Vorfreude begann für mich ja weit vor der Geburt. Als Shrimpmama mit mir besprach, dass die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, war ich mir nicht sicher was ich fühlen sollte. Natürlich war da Freude, aber auch Angst und Unsicherheit. Diese Unsicherheit hat ein Besuch beim Frauenarzt bereinigt. Mittels fragwürdigen Werkzeug konnte eine beginnende Schwangerschaft festgestellt werden.

Bis in die heiße Phase der Schwangerschaft, war es dann ziemlich ruhig. Hin und wieder waren Arztkontrollen angesagt und mein Schatz besuchte selbstständig den Geburtsvorbereitungskurs. Bei der letzten Einheit mit der Hebamme konnte ich mich aber nicht mehr verstecken (Und ich lernte, dass es tatsächlich „WIR sind schwanger“ T-Shirts gibt).

Schwangerschaft auf Wiedersehen

Gottseidank war es arbeitstechnisch möglich den Beginn des babybedingten Urlaubs dynamisch zu gestalten. Denn unsere Kleine ließ ewig auf sich warten. Der Termin kam und kam nicht. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit. Unser Shrimp kam zur Welt (zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass es sich um einen Terroshrimp handeln würde).

Da unsere Tochter mittels Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden musste, konnten wir auch die Zeit im Spital genießen (Nur kurz hinein und wieder raus wär ja langweilig). Neben einer kleinen Weihnachtsfeier im Spital und den obligatorischen Familienbesuchen, konnten wir auch sehr viel mit unserem Baby kuscheln (Lediglich unser Pelzibub musste bei Oma und Opa ausharren).

Endlich daheim

Zuhause war es dann ruhiger (meistens jedenfalls), da unser Shrimpi noch müde war von der anstrengenden Geburt. So konnte auch Mama und ich zwischendurch ganz gut ”entspannen”. Rückblickend wars zumindest so. In dem Moment waren wir nur froh, dass der Spross keine Beanstandungen von sich gab (und somit zufrieden). In dieser Zeit entwickelten sich komischerweise erst meine echten Gefühle für meinen Schatz, aber dann liebte ich das Mäuschen voll und innig.

Auch in diesen damals nicht entspannenden Situationen musste auch noch das Haus kindergerecht eingerichtet werden. Wir haben bezüglich Einrichtung und Ausrüstung alles erst im notwendigen Moment besorgt (”notwendigen” klingt einfach besser als ”allerletzten”). Zumindest haben wir diese ruhigen Momente genutzt um auch das Kinderzimmer (der Name kommt vom Bauplan) auch namensgerecht herzurichten.

Geänderter Alltag

Dann machte sich auch bei uns der Alltag bemerkbar. Papa arbeitete und Mama war daheim mit dem (mittlerweile auch verdienten) Terrorshrimp. Die meiste Zeit musste sie das Baby umsorgen und in Schlafphasen konnte Mama sich nur spärlich ausruhen (In den Nächten kamen wir sowieso nicht zum Schlafen). Irgendwannn stellte sich dann bei Mama das Bedürfnis ein etwas anderes ”nebenbei” zu machen.

”Ist es schwer einen Blog zu machen?”

Projekt Shrimpskrams

So hat es angefangen. Meine Antwort war damals vielleicht nicht sonderlich gut formuliert: ”Schwer ist es nicht, aber eine Menge Arbeit.” So war es beschlossene Sache (Zumindest für Mama). So haben wir Ende April Shrimpskrams gestartet. Seitdem hat sich Mama nicht mehr darüber beschwert, dass sie einseitig über- und ansonsten unterfordert ist (zumindest bezüglich der Unterforderung).

Auch ich bekam einen Tag zugeteilt. Für jeden Samstag musste ich also einen Artikel veröffentlchen. Bis auf einen Samstag ist mir das auch geglückt.

Kuchige Brownies

Papa der Bäcker

Anfang des Jahres habe ich bereits angefangen zu backen. Das habe ich gemacht, weil ich versuche meinem Kind ein Vorbild zu sein (ich würde gern ein Gutes sein, aber das kann ich nicht beeinflussen). Bei diesen Backversuchen habe ich Buch geführt um zu wissen was ich wann gemacht habe und wie das Ergebnis geschmeckt hatte.

Diese Versuche konnte ich gut auf dem Blog verwenden. So kam es zu den Rezeptstrecken Brownies, den Marillenkuchen und zum Eierlikör. So hält uns unser Hobby nebenbei auf Trab.

Es geht rund

Aber keine Angst, auch Shrimpmama (wie soll ich es sagen) motiviert mich mein bestes Selbst zu sein (bei mir ist das ein moderates Level). So schaffen wir es gemeinsam notwendige Verbesserungen im Haus oder im Garten anzugehen, und trotzdem Zeit für die Familie und unsere Partnerschaft zu haben.

Langsam entwickelte sich der Shrimp zu einem ausgewachsenen Baby und begann wild zu strampeln und wurde langsam immer mobiler. In dieser Zeit mussten wir (als Mann lebt man hier gefährlicher) schon darauf aufpassen, dass ein Babytritt nicht an einer ungünstigen Stelle landete. Die Umstellung auf Breinahrung war anfangs schleppend. Daher versuchte ich mich weitestgehend herauszuhalten. Leider gelang das nicht immer…

Ungewöhnliche Feiertage

In dieser Zeit gewann ein bisher von mir großteils ignorierter Feiertag an Bedeutung (entschuldige Mama). Der Muttertag musste gefeiert werden und das bedeutet Papa muss sich ins Zeug legen und das tue ich ungern. Aber nach diesem Feiertag kam der Feiertag für Väter.

Mama drohte mir, dass wenn ich nicht abliefere bei mir auch nichts geliefert wird. So versuchte ich den Muttertag für Shrimpmama so angenehm wie möglich zu gestalten. Am Vatertag gabs dann meist Bierhaltiges.

Karenz

Seit der Geburt der Kleinen habe ich mich mit dem Gedanken gespielt in Karenz zu gehen. Ich nahm mir dann die Auszeit und es waren zwei sehr schöne Monate in denen ich die Entwicklung meiner Tochter hautnah miterleben konnte. Jeder Entwicklungsschritt war ein Erlebnis. Aber die Entscheidung ob und wie war zuvor nicht einfach.

In der Karenz lag dann auch unser erster Meerurlaub als Familie (2 Monate zuvor hatten wir schon einen 2-tages Testurlaub im tiefen (=südlichsten) Burgenland. Das Meer war und ist uns wichtig. Die salzige Luft und das nicht minder salzige Wasser tut der empfindlichen Haut vom Shrimpi gut.

Los Bewegung!

Die weiteren Monate bis Jahresende standen im Zeichen der weiteren Mobilitätsentwicklung. Neben weiterer Absicherungen im Haus (Absicherung des Stiegenhauses und Entschärfung von Kanten), mussten wir auch immer mehr auf die Ausflüge des Terrorshrimps achten. Eine Unaufmerksamkeit und die Kleine ist sicherlich sofort in einer mehr oder minder gefährlichen Situation.

Abschließendes

So wird man konstant auf Trab gehalten. Rückblickend war der Anfang halb so wild. Wir waren noch unerfahren als Eltern. Auch waren wir noch untrainiert in Sachen Schlafentzug. Ich denke, dass der Anfang in der aktuellen Trainingslage einfacher wäre.

Die Aussagen anderer Eltern machten (und machen) mir Angst. ”Ach das war noch eine schöne Zeit! Warte auf die Jahre von eins bis zwei – da wird’s wirklich anstrengend!”. Na Prost!

Euer Shrimphansi

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