Mamamomente die mich verzweifeln lassen

von shrimpmama
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Mutter sein ist etwas wundervolles. „Sie geben einem so viel zurück“, hört man schon in der Schwangerschaft von allen Ecken und Enden. Tja, stimmt ja auch… großteils.

Wir sind nicht alleine

Ich denke viele Mamas kennen sie, die nicht so schönen Momente mit Kindern. Klar, so im Großen und Ganzen ist es toll Kinder zu haben. Aber diese kleinen Momente die einem den letzten Nerv rauben. Ja, die gibt es. Mittlerweile bei Shrimpi nicht mehr täglich, sondern glücklicherweise nur ab und zu, aber sie sind da und kommen mit 100%iger Treffsicherheit wieder.

Ja, irgendwo gibt es die perfekten Mütter (so sagt man), die diese Momente wohl nicht kennen. Beziehungsweise die immer ruhig und stoisch alles hinnehmen können was die kleinen Terrorshrimpis so in ihren süßen Köpfchen ausbrüten. Ich gebe es zu, ich kann das nicht. Shrimpi weiß genau wie sie Mamas Knöpfe drücken kann und Mama ist dann einfach nicht immer die Ruhe in Person.

Genervt sein will gelernt sein

Mittlerweile bin ich von viel weniger Dingen und Aktionen genervt als in meinen Mamaanfangszeiten. Ich glaube ich habe einfach gelernt mich über vieles nicht mehr aufzuregen. Manches regt mich auch nicht mehr auf, weil es mir mittlerweile egal ist. Zum 100sten mal Wasser aufwischen, das 10 mal hintereinander Schuhe an- und ausziehen, Dinge die ich nun einfach mache ohne Shrimpi zu ermahnen. Manchmal bin ich zu müde, manchmal besitze ich einfach die Geduld die Spielchen mitzumachen und ab und zu macht Shrimpi diese Dinge ohnehin ganz alleine… wahrscheinlich um Mamas Nerven zu schonen.

Damals als Anfängermama hätten mich so Dinge bestimmt auf die Palme gebracht. Aber zum Glück bekommen wir ja keine Kleinkinder, sondern Babies. Zugeben, das ist auch eine riesige Herausforderung, aber oft mehr Unsicherheit als Genervtheit.

Mama hat mittlerweile also einfach gelernt ihr Kämpfe auszuwählen, denn aus jeder Aufregung einen Kampf zu machen ist weder gut für Shrimpi noch für Mama. 😉

Wenn Mama dann doch genervt ist

Aber wie schon gesagt. Das funktioniert nicht immer. Shrimpi Regeln zu lernen ist uns zwar extrem wichtig, aber natürlich auf möglichst sanfte Weise. Guter Plan, nur für mich einfach nicht immer machbar. Ja, Shrimpi hört ab und an schon mal ein scharfes Wort oder einen harschen Satz von uns. Okay, hauptsächlich von mir. Papas Nervenkostüm ist erstens wie aus Eisen (Anm. v. Papa: Drahtseil heißt das) und zweitens ist er Shrimpis großer Held. Da wird hauptsächlich gespielt und gelacht.

Oft lass ich mich auf lange Diskussionen ein, verhandle, erkläre und diskutiere. Aber wenn’s reicht, dann reicht’s. Wenn Mama schimpft ist dann oft nach ein paar Minuten auch gleich das Kriegsbeil wieder begraben. Dann wird natürlich erstmal gekuschelt und dann nachbesprochen. Ja, Shrimpi ist noch etwas klein dafür, aber trotzdem ist es mir wichtig ihr zu erklären warum Mama jetzt wütend war. Erstens lernt Shrimpi so diesen Gefühlzustand zu erkennen und benennen und zweitens hoffe ich, dass sie es auch mit ihren 21 Monaten schon ein bisschen versteht. Mama ist kein Roboter, Mama hat auch Gefühle, gute und schlechte. So sieht sie auch gleich, das unterschiedliche Handlungen unterschiedliche Reaktionen hervorrufen und wie wir beide es das nächste Mal vielleicht besser schaffen damit umzugehen. 

Das soll aber nicht heißen, dass ich nie mehr mit Shrimpi schimpfen werde. Da bin ich mir sehr sicher. Ein scharfe Ermahnung  oder scharfe Worte werden sie nicht aus dem Gleichgewicht bringen und ins Unglück stürzen.

Nein, natürlich sollt ihr nicht unkontrolliert und wahllos mit Kindern schimpfen. Das ist auf keinen Fall in Ordnung und kann auch gravierenden Schaden anrichten. Aber wir halten es so, dass Shrimpi eben nicht immer nur in Watte gepackt wird und getadelt wird wenn es uns reicht.

4 Situationen mit Kleinkind die mich auf die Palme bringen

Hier unsere Nervhighlights:

  • Shrimpis Recht auf’s Handy. Ja, zugeben, da sind wir selber Schuld. Shrimpi liebt natürlich Mamas und Papas Handy. Wir versuchen es zwar bewußt wenig in ihrer Umgebung zu nutzen, gesamt gesehen ist es aber wahrscheinlich doch sehr oft. Und Shrimpi hat auch die ein oder andere App drauf. Zum Puzzle spielen zum Beispiel. Ihr könnt euch denken wie sehr sie es liebt. Tja, aber halt nur einmal am Tag. Das sieht Shrimpi nicht ganz so und so löst das Handy ab und an eine längere Diskussion aus.
  • Wandern: warum auch immer. Shrimpi zieht es vor ihre Trotzanfälle beim Wandern zu bekommen. Ganz genau warum weiß ich eigentlich nicht, aber meist so nach 15 Minuten Wanderung geht es los. Dabei ist sie nur schwer zu beruhigen. Eigentlich nerven mich Trotzanfälle nur mehr bedingt. Allerdings kam es auch schon zum Abbruch der Wanderung. Das nervt dann Mama natürlich schon.
  • Sprechen: das Shrimpi spricht ist zwar super, nur leider versteht Mama noch vieles nicht (Papa sowieso). Das bringt Shrimpi und Mama zur Verzweiflung und endet manchmal in einem frustrierten Trotzanfall. Ja, da ist Shrimpi mächtig von Mama genervt.
  • Anschnallen: Die Zeiten wo sich Shrimpi im Auto nicht anschnallen lassen wollte sind zum Glück überstanden, für den Moment zumindest. Aber dafür stellt sich ein ganz anderes Problem. Shrimpi will immer und überall angeschnallt werden, sobald sie Gurte sieht zumindest. Komisch irgendwie, geb ich zu. Und eigentlich kein Grund genervt zu sein. Aber leider überlegt es sich Shrimpi nach ein, zwei Minuten wieder anders und will abgeschnallt werden. Und so setzt sich das Spiel mehrere Male fort. Und meist im Kinderwagen können so nur minimale Strecken zurück gelegt werden. Ja, das nervt Mama gewaltig. Ich versuche mich jetzt immer zusammen zu nehmen und maximal zweimal das Spiel mitzumachen. Dann muss Shrimpi es selbst versuchen und Mama die Quengelei aushalten.

Fazit

Ihr seht, meist ist Mama ja selbst schuld. Aber das passiert eben im Alltag mit Kind. Ich finde es wichtig sich selbst zu hinterfragen und jeden Tag Revue passieren zu lassen. so kann ich am besten aus falschen Entscheidungen oder Reaktionen lernen und gegebenenfalls korrigieren.

Und das war es im Großen und Ganzen auch schon. Aber da hat jede Mama ihre eigenen Schalter denke ich. Was nervt euch besonders? Oder gibt es da nichts und schafft ihr es immer ruhig zu bleiben?

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2 Kommentare

Daniela 17. September 2018 - 23:19

Junior ist jetzt 9 Monate und zurzeit haben wir die „MamihochnehmenPhase“ immer! Essen zubereiten, Müll raustragen, Klo gehen- immer wo ich gerade stehe. Beim Absetzten das Trara. Ja da werd ich manchmal genervt laut, mir tust ja auch leid, aber in dem Moment wo Der Zwerg ein Handicap ist gehts nur mit einem Gschra und meine Selbstbeherrschung macht einen Ausflug. Ihm ist es aber ziemlich egal. Hauptsache oben. Ich seufze dann nur noch und knutsch ihn manchmal ab. Dann gehts wieder.

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shrimpmama 18. September 2018 - 07:21

Oh ja, kann mich noch gut erinnern. Das geht vorbei, versprochen 😉

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