2. Shrimpodie: Wie kontrolliere ich ein Kleinkind

von Shrimphansi
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Wenn die Kinder mobiler werden, besteht natürlich die Gefahr, dass sie unkontrolliert herumlaufen. Neben der Unannehmlichkeit die die notwendige, höhere elterliche Aufmerksamkeit mit sich bringt, müssen auch die Kinder von sich selbst geschützt werden.

Verhängnisvolle Bewegungkunst

Denn das Chaos ist vorprogrammiert. Bei unserer Kleinen gibt es kein Halten, da wird getanzt gehüpft und herumgetollt. In den eigenen vier Wänden hat man die Situation noch unter Kontrolle. Über geschickte Türschließungen kann der Tobbereich eingeschränkt werden.

Aber richtig hilfreich ist auch das nicht. Denn entweder ist man mit dem Kind eingesperrt, oder man verliert die Möglichkeit dem Kind zuzuschauen und so vor sich selbst zu beschützen. Im Garten, oder auf Spaziergängen ist das dann noch schlimmer. Es gibt keine Türen und dadurch erweitert sich der Auslauf unkontrolliert.

Hilfsmittels aus dem Handel

Aus diesen Gründen hab ich mir gedacht ich besorge mir mal eine Kinderleine. Aber bevor ich wertvolles Geld ausgebe, dachte ich mir ich teste das mal vorab mit bereits vorhandenen Equipment. Und da kam mir die Hundeleine ganz recht.

Ich muss zugeben, das hat nicht so schlecht funktioniert. Das Manko war, dass die Leine für die Kleine (wär ein guter Markenname – „Leinen für die Kleinen“ klingt gut), für Pezibub eine Attraktion war.

Apropos Markennamen: Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass die Kinderleinen ihren Zweck verniedlichen oder anderweitig umschreiben. Da gibt es Anti-Verlust-Handbänder, einen Laufschutzgurt oder ein Geschirr für aktive Kinder,

Jedenfalls konnten wir so nicht spazieren gehen ohne das Pelzibub sich die Leine geschnappt hat und selbst mit Shrimpi spazierenging. Da das potentiell mehr Probleme aufwirft als löst, führte das auch zu nichts.

Kinderhirte

Also, wir finden das Konzept der Kinderleine nicht sehr praktikabel, aber bei einem leicht verregneten Spaziergang habe ich die ultimative Lösung gefunden. Als der Regen aufgehört hatte und ich den Regenschirm abspannen konnte, war es das natürlichste auf der Welt. 

Shrimpi lief etwas zu nahe an die Straße und mit einem gekonnten Wink mit den Hirtenschirm konnte ich ohne Probleme unseren Shrimp wieder auf natürliche Weise in die Mitte des Gehsteiges leiten. Shrimpi hat dies auch sehr gut angenommen und auch Pelzibub hatte mit dieser Form der Aufsicht kein Problem.

Leider gibt es (noch) keine käuflich erwerblichen Kinderhirtenstäbe, so muss halt weiter der Regenschirm für die Sicherheit unseres Kindes sorgen.

Ende der 2. Shrimpodie

Wir hatten anfänglich daran gedacht eine Kinderleine auszuprobieren, geworden ist daraus nichts (da es ja auch nicht notwendig war). Wenn wir wollten, dass Shrimpi die Richtung wechselt habe ich sie meist gedreht und in 30% der Fälle hat das auch funktioniert. Zusätzlich finde ich, dass eine starke Einengung die Entwicklung der Selbstbestimmtheit unserer Kleinen hemmt (Ich hoffe meine Psychologin sieht das auch so). 

Natürlich müssen wir unser Kind immer im Auge behalten und dahinter sein, dass sie keinen gefährlichen Unfug treibt. Da wir aber nicht immer da sein können (Wer kann schon immer – also 100% – ein Auge auf seine Kinder halten?), ist es auch wichtig ihnen ein bisschen Freiraum zu gönnen. 

Natürlich müssen wir dann hin und wieder einschreiten, aber ohne die Selbsterfahrung unserer Kleinen wird’s ungleich schwerer.

Wie sieht es bei euch aus? Werden bei euch die Kinder eingesperrt, angekettet oder gönnt ihr Ihnen auch ein wenig Auslauf? ?

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