Festtagsessen: Gänsebraten – unser Familienrezept

von shrimpmama
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Eine unserer vorweihnachtlichen und weihnachtlichen Traditionen ist: Ganslessen, wie wir es hier nennen. Die Gänse haben den heiligen Martin an die Bürger von Tours verraten, weil dieser nicht Bischof werden wollte. Und weil sie so untreue Gesellen sind werden sie traditionell seither zu Martini verspeist. Diese Tradition lebt auch bei uns weiter. Aber auch zu Weihnachten ist Gans bei uns sehr beliebt. Hier unser Familienrezept: So wird sie bestimmt super saftig und außen knusprig.

Zutaten

1 Gans (manchmal mach ich auch noch zusätzlich zwei Haxn (Keulen) dazu, je nach Personen Anzahl. Eine Gans reicht durchnittlich für 4-5 Leute)
2 Äpfel
1 Zitrone
2-3 TL Salz
1-2 TL Pfeffer
4 TL Majoran
3 EL Öl

Für die Beilagen:

Rotkraut (wahlweise mit Apfel oder Maroni drin)
1 kg Semmelwürfel
2 Eier
0,5 l Milch
Salz
Petersilie
Mehl 
2 Dosen Dosenpfirsiche 
Preiselbeermarmelade

Und so wird sie gemacht

Die Gans waschen, Innereien entfernen nicht vergessen und fertig rupfen.

Oft sind noch kleine Federkiele in der Haut. Diese müssen entfernt werden. Dazu verwende ich eine gewöhnliche Pinzette. Wenn noch ein Daunenflaum drauf ist oder viele kleine Federkiele flämme ich das mit einen Feuerzeug einfach ab.

Dann mit Salz, Pfeffer und Majoran ordentlich einreiben. Salz und Pfeffer ruhig auch ins Innere der Gans streuen. Jetzt eine große Pfanne mit Öl erhitzen. In der Zwischenzeit das Backrohr auf ca 140 Grad Umluft vorheizen. Die Gans nun in der Pfanne anbraten.

Von beiden Seiten, dass sie schön braun ist, zumindest an den aufliegenden Stellen. Den Halslappen dabei einfach immer nach oben  schlagen. Dann die Gans in den Bräter legen. Mit der Brust nach oben.  Die zwei Äpfel in die Gans hineinstecken. Die Zitrone halbieren und einfach daneben in den Bräter. Wer mag kann auch etwas davon drüber träufeln. Mit den restliche Fett aus der Pfanne übergießen und ein Viertel Wasser oder Suppe oder Rotwein dazu. Ich nehme meist Rotwein, Suppe oder Wasser gehen aber genauso. Nun kommt die Gans ins Rohr, auf die unterste Schiene und zwar mindestens 4 Stunden. Besser aber es sind 5 Stunden. Die Gans mit eigenen Saft ca alle 30 Minuten übergießen.

Kurz vorm Servieren (ca 8-10 Minuten) das Backrohr auf die Grillfunktion drehen und die Temperatur auf 220 Grad erhöhen. So wird die Haut noch schön knusprig. Die Gans sollte aber dabei immer wieder beobachtet werden, damit die Haut auch nicht verbrennt!

Dann raus damit, zerteilen und auf zu den bestimmt beeindruckten Gästen.

Den Saft durch ein kleines Sieb gießen und in einer Sauciere beistellen.

Eine Stunde bevor die Gäste kommen kann man locker die Beilagen vorbereiten und dann ca 20-25 Minuten zubereiten.

Ich gestehe, ich nehme meist tiefgekühltes Rotkraut. Ich finde der Aufwand eines selbstgemachten lohnt sich nicht. Aber für alle motivierten Köche und Köchinnen hier das Rezept.

Für die Serviettenknödel

Für 4-5 Leute nehme ich 1 kg Semmelwürfel und mische sie mit 2 Eiern und 0,5 l Milch. Petersilie dazu, durchmischen und für ca 10 Minuten durchziehen lassen. Nun 3 Tl Salz und 7-8 EL Mehl dazu, wieder durchmischen. Nun einfach zwei oder drei dicke Rollen formen. Ich lege die Rollen dann in den Dampfgarer und gare sie dort ca. 25 Minuten. Wer keinen hat rollt die Knödelrollen in ein Stofftuch ein, bindet die Enden mit einem Garn zu und legt sie dann, wenn es so weit ist, in leicht siedendes Wasser, auch für ca 20 Minuten.
Dann rausnehmen und aufschneiden. 

Für mich gehören zu diesem Gericht auch Dosenpfirsiche die mit einem Klecks Preiselbeeren in der Mitte versehen werden. Dosenbirnen oder eingelegte Rotweinbirnen sind auch köstlich dazu.

Ich hoffe es schmeckt euch genauso gut wie meiner Familie und Freunden. Ich selbst hab die Gans ja noch nie gekostet, denn wie nur wenige von euch wissen, ich selbst esse gar kein Fleisch. Aber ich liebe es es zu kochen 😉

Schöne besinnliche Adventszeit,

eure Shrimpmama

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1 Kommentar

Tamara 20. November 2019 - 10:54

Vielen Dank für das Rezept! Mir gelingt das Gansl irgendwie nie so wie es soll, meistens wird das Fleisch staubtrocken… Mal sehen ob ich es mit deinem Rezept besser schaffe 😉 zu Martini ging sie sich nicht aus, da wir noch im Urlaub in Südtirol waren, aber zu Weihnachten kommt das gerade recht!

LG Tamara

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