Essen gehen mit Kind? Ein masochistischer Akt

von shrimpmama
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Essen gehen tun wir schon immer gerne. Natürlich tat es dem keine Abbruch als Shrimpi in unser Leben kam. Pelzibub war sowieso nie ein Problem. Der rollt sich unter einen Sessel zusammen und wartet geduldig. Doch natürlich hat sich das Essen gehen an sich verändert. Vorbei die Zeit des romantischen Dinners bei Kerzenschein.

Die Babyzeit

Als Shrimpi noch ein Baby war war ein Restaurantbesuch mehr oder minder unkompliziert. Außer dass ich schon Tage davor etwas nervös war, einfach weil ich eine Neulingsmama war und ich dachte weiß Gott was passiert. Akribisch versuchte ich immer schon den ganzen Tag die Schläfchen und Mahlzeiten von Shrimpi zu planen, damit sie dann satt und zufrieden im Kinderwagen schläft während wir dinieren.

Naja, das hat natürlich nie funktioniert. Aber es war auch nicht weiter schlimm, denn Shrimpi wurde einfach unter den Stillschal gepackt und ab mit ihr an den Busen. Da aß sie dann schon mal zwei bis drei Stunden. Aber sie war entspannt und Mama beherrschte die hohe Kunst des einhändigen Essens ohnehin längst.

Das Ende

Als Shrimpi dann sitzen konnte und mal ein Pommes oder Ähnliches mitmampfte war es eigentlich auch noch halbwegs entspannend. Wir mussten nur sicher stellen, dass was Essbares am Tisch war was Shrimpi mochte und alles andere tat sein übriges. Der Keller war interssant, das Glas und erst recht wenn eine Kerze am Tisch stand.

Nur dann, dann lernte Shrimpi laufen. Da war es dann vorbei mit gemütlich. Zuerst reichten ihr kleine Touren durchs Lokal an Mamas oder Papas Hand. Diese Touren wurden aber schnell größer und länger.

Schon ertappten wir uns wie mal der eine dann der andere hinter Shrimpi her jagte und jeweils der andere alleine beziehungsweise mit einem unentspannten Pelzibub am Tisch saß und aß. Pelzibub mag es nämlich garnicht, wenn sich wer von seinem Rudel entfernt und tut dies dann mit weinen kund. Das heißt, der am Tisch verbliebene hatte dann immer damit zu tun Pelzibub ruhig zu stellen.

Naja, und so haben wir jetzt die Wahl, ein Kleinkind das sich lauthals am Tisch beschwert oder einen kleinen Sonnenschein der das Restaurant entdeckt. Wir entscheiden uns, der anderen Gäste zu Liebe, immer für das Zweite.

Vorsichtig navigieren wir Shrimpi dann so durchs Restaurant, dass Kellner und Personal nicht gestört werden. Wenn Shrimpi wo Stufen entdeckt haben wir dann ohnehin ihren Lieblingsplatz für den Rest des Abends gefunden.

Das hat aber auch seine Vorteile, so wird das ausgiebige Essen gleich mal wieder abtrainiert. Manchmal sogar schon vorher, während das leckere Essen kalt wird.

Und so staksen wir durchs Restaurant während verliebte Pärchen sich bei Kerzenschein romantische Dinge zuflüstern. Okay, das diese Zeit vorbei ist wissen wir schon lange. Um ehrlich zu sein, weiß ich garnicht ob wir je so waren.

Istzustand

Mittlerweile ist Shrimpi ja schon 1,5 Jahre und die Situation entspannt sich. Wobei eigentlich war sie ja garnicht unentspannt, nur einfach anders.

Keine Ahnung ob es an Shrimpis Alter liegt oder wir einfach bessere Methoden entwickelt haben. Aber Shrimpi isst fleißig und wenn sie das Restaurant erkunden will bleibt sie in Tischnähe, was zur Folge hat dass Mama und Papa auch wieder gleichzeitig warmes Essen zu sich nehmen können.

Auch wenn ein Auge immer auf Shrimpi gerichtet sein muss, der Tisch mit bunten Bausteinen, dafür ohne Kerze und Messer dekoriert ist und die kleinen und feinen Speisen recht zügig verschlungen werden statt genußvoll verspeist. Ich zähle es als Fortschritt und es macht uns Spaß.

Und eins ist mir natürlich jederzeit bewusst: Wir sind jetzt der Nachbartisch wegen dem jeder die Augenrollt und seinen Kinderwunsch überdenkt.

Lernen ist alles

Natürlich haben auch wir dazu gelernt. Ich weiß mittlerweile, dass es keine gute Idee ist Shrimpi auf der Fahrt zum Restaurant etwas zum Essen zu geben und habe in meinem Waffengürtel ein Fläschchen parat. Ablenkungsspielzeug hat sich bis jetzt zwar noch nie bewährt, ich versuche es aber trotzdem immer. Man weiß ja nie. ?

Ach ja, und was ich noch zugeben muss: manchmal entscheiden wir uns anstatt für das super chicke Restaurant einfach für die nächste Fastfoodbude, einfach bequemlichkeitshalber. Dort gibt es nämlich meist super Spieleecken. ?

Und wie immer bleibt uns Eltern die Hoffnung: mit jeden Entwicklungsschritt wird es leichter. ?

Wie laufen Eure Restaurantbesuche ab? Auch eher chaotisch oder ruhig und gesittet?

Eure Shrimpmama

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