Unser erster Urlaub – oder: Sonne, Meer und Babyterror

von Shrimphansi
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Ende September war es soweit. Baby, Hund und Frau wurden in das Auto gepackt und es ging ab in den Urlaub nach Kroatien (wieder ein erstes Mal für mich). Die Freude war vorhanden, jedoch ein wenig Vorsicht und Mulmigkeit ebenso.

Packen wirs an (das Auto)

Viele von euch werden es schon kennen (für uns war es neu). Mit einem Baby an Bord geht der freie Platz im geräumigsten Auto recht schnell zur Neige. Dann kommt nochmal ein 20kg Hund dazu und der vorhandene Platz muss gut eingeteilt werden:

  1. Schritt: Sitze für Platz justieren
    Wir müssen die Vordersitze so einstellen, dass wir beide gerade noch eine 6 stündige Fahrt aushalten, damit uns nicht die Beine abfaulen. Die Pausen helfen zwischendurch, aber zu wenig Spielraum solls dann auch nicht sein. Dadurch wird im Frontfußraum zusätzlicher Platz geschaffen.
  2. Schritt: Den eben geschaffenen Platz füllen
    Jetzt muss noch der Raum mit Dingen gefüllt werden, welche man wahrscheinlich nicht im Urlaub braucht. Trotzdem soll diesen Dingen die große Welt nicht vorenthalten werden. Es besteht aber auch die entfernte Möglichkeit, dass man eine aufblasbare Matratze am Strand doch benötigt.
  3. Schritt: Kindersitzreserve einsparen.
    Der Kindersitz wurde zwischenzeitlich eingebaut, damit beim weiteren Anpacken der Rückbank noch ausreichend Platz für das Baby bleibt. Zusätzlich sollten die selbst gebastelten Reisebeschäftigungsutensilien griff- und einsatzbereit verstaut werden können.
  4. Schritt: Kinderwagen hundegerecht in den Kofferaum
    Da unser Pelzibub ein verwöhnter Prinz ist, muss auch er ausreichend Platz im Kofferraum finden. Das ist auch der Grund warum sämtliches restliches Gepäck auf der Hinterbank Platz finden muss. Beim Kinderwagen gibts da keine andere Möglichkeit. Der muss in den Kofferraum, auch wenn es dem Pelzibub nicht gefällt. Also wird der Kinderwagen mit Spanngurten möglichst platzsparend auf eine Seite gepackt und der Prinz darf schmollend auf der andern Seite sitzen.

So kann die Reise beginnen.

Abfahrt im Einklang zum Biorhythmus

Unser Terrorshrimp ist ja noch jung. Um die Strapazen der Fahrt auf ein Minimum zu bringen heißt es viele Pausen einlegen. Zusätzlich sind wir zu shrimpschlafender Zeit aufgebrochen, um die Schlafphase so gut es geht auszunutzen. Der Plan war möglichst weit zu kommen, ohne den Shrimp aufzuwecken. Bis kurz nach der kroatischen Grenze schafften wir es. Dann ging es in Etappen weiter.

Neben der esstechnischen Versorgung des Shrimps musste auch für den Pelzibub gesorgt werden. Wir gingen ausgedehnte Runden auf den Autobahnraststationen (sofern man hier von ausgedehnt sprechen kann). Damit uns nicht schwindelig wird haben wir uns gegenseitig abgewechselt. Einer zog ein paar Runden und der jeweils andere versuchte unseren Babyshrimp zu beruhigen. Nach den Pausen mussten wir tief in die Trickkiste greifen. Nach jeder Pause gab es ein neues Spielzeug für die Beschäftigung. Die meisten funktionierten sehr gut und ein paar waren nicht ganz so optimal (Die Ausbeute der Ruhezeit war geringer). Stück für Stück erreichten wir dann aber doch unser Ziel: Drage.

Entspannte Ankunft

Als wir unsere Unterkunft gefunden haben, nutzten wir die Zeit zwischen dem Hochschleppen des Gepäcks und dem Abendessen für den ersten Küstenspaziergang. Die felsige Küste war für mich etwas neues, aber war sehr schön anzusehen. Bei einer günstigen Stelle gingen wir auch gleich ins Wasser (obwohl es mich ein wenig vor den Seeigeln gruselte). Wir passten auf, dass wir keinen der stacheligen Gesellen mit unserer Fußsole belästigten und auch auf die Menge an Seegurken passten wir auf. Unsere Kleine hatte auch einen Riesenspaß im Wasser und auch der Pelzibub schwamm herum (was für ihn sehr ungewöhnlich ist).

Auch der gemütliche Abschluss im Gartenrestaurant war gelungen und sehr entspannt. Ein gegrillter Fisch für mich und eine vegetarische Pizza für Shrimpmama und ein wenig Mitgenasche und Abendbrei für das Baby. So gingen wir entspannt auf unser Zimmer um uns für die Nacht schlafen zu legen.

Schubhafte Entwicklung

Nach dem ersten entspannten Abend sollte eine anstrengendere Nacht folgen. Wir haben das der neuen Umgebung zugeschrieben und das sollte nach ein paar Tagen Eingewöhnung vorbei sein. Dem war dann doch nicht so. Zusätzlich haben wir das beruhigende Kuscheltier daheim vergessen, welches für einen tieferen Schlaf sorgt. Unser Terrorshrimp hatte gerade entdeckt, dass man mit der Hilfe der Eltern ausgezeichnet laufen konnte. Und das forderte die Kleine auch vehement ein. Entweder sie wollte von alleine Krabbeln (Das war nicht ohne weiters möglich, denn so viel ungefährlichen und halbwegs sauberen Platz gab es einfach nicht). So gingen wir in ergonomisch gebückter Haltung mit dem Baby spazieren. Zum Frühstück, beim Mittagessen und natürlich auch Abends.

Am meisten merkten wir den Beschäftigungswillen, als wir am Strand lagen. Der Pelzibub zitterte am ganzen Körper, da der Strand aus Steinen bestand. Das war zu dem Zeitpunkt sein Lieblingsspielzeug (aktuell macht er einen kalten Entzug durch – gelindert durch eine ballhafte Ersatzdroge). Der Terorshrimp machte mittlerweile seinen Namen alle Ehre, denn nichts was sie wollte durfte sie auch machen. Keine Steine durften gegessen werden, man musste auf der Decke bleiben und andere interessante Dinge durften auch nicht gemacht oder gegessen werden.

Zusätzlich lagen die Eltern nur faul herum oder wollten in das Todeswasser gehen (Was am ersten Tag noch Spaß gemacht hat, war von nun an gar nicht gut). Alles wurde sogleich lauthals mit wilden (ans hysterisch grenzende) Geschrei quittiert. Die Szene war folgende: Der Hund Stand am Strandende und winselte jämmerlich, das Baby schrie lauthals und die Eltern versuchten erfolglos der Situation Herr zu werden. Kurz: Traumhafte Strandnachbarn.

„Strandbarade“

An einem haben wir gemerkt, dass unser Shrimpi das Kind seiner Eltern ist (und irgendwie trifft das auch auf den Pelzibub zu). Kaum waren wir an der Strandbar für eine mittägliche Stärkung, schon war es ruhig. Pelzibub machte es sich unterm Tisch gemütlich. Naja, eigentlich wollte er sich immer erst unterm Nachbartisch einrichten (vermutlich weil er uns da gut im Blick hat), aber nach dringlicher Bitte war er dann bei uns. Das Shrimpi war nun auch bestester (ja ich verwende das Megalativ) Laune. Von der Bar hatte man nämlich einen ausgezeichneten Ausblick über den Strand. So konnte man die anderen Badegäste beobachten und den lustigen Kindern beim plantschen und Schabernack treiben zusehen.

Mit Pizza und Erfrischungsgetränk im Bauch waren auch wir entspannter und konnten unseren kleinen Schatz gut unterhalten. Die lustige Tanzmusik half auch und der Tanzshrimp hüpfte wild auf und ab (Hopi, hopi, hopi). Zu diesem Zeitpunkt waren wir die ersten Male ein wenig übermütig. Zugegeben man hegt schon die Hoffnung, dass wenn alles entspannt ist (oder zumindest zu sein scheint), das ein wenig länger anhält. Dem war dann nicht so.

Kaum waren wir wieder auf unseren Liegeplatz übersiedelt ging es von vorne los. Quietsch, Schrei, „Nein!“, „Aus!“, „Zu mir!“, „Hopi, hopi hopi“, …

Wanderungen

Die richtig entspannte Zeit war bei Ausflügen. Im Kinderwagen, oder in der Babytrage verstaut war der Shrimp vollauf zufrieden und genoß die Meeresbrise (solange sich das jeweilige bewegte). So waren kleine Wanderungen in den Nachbarsort oder durch die Krka Wasserfälle sehr angenehm.

Etappenweise war der erste längere Urlaub mit unserer Kleinen zermürbend und Shrimpmama wollte einige Male das Handtuch werfen. Im großen und ganzen hatten wir trotz anstrengender Etappen (vor allem die Nächte) Spaß. Bei der Heimfahrt ging es dann frisch durch die Nacht. Nach dem Abendessen und dem Begleichen der Rechnung wurden alle wieder eingepackt und wir brachen zur Schlafenszeit für unser Shrimpi auf. Das war im Nachhinein ein guter Plan. Unser Baby wachte erst eine halbe Stunde vor der Heimat auf.

Heimkehr vom Urlaub

Eines muss noch erwähnt werden. Als wir aus dem Auto stiegen, schaute der Shrimp interessiert herum. Aber als wir im Vorzimmer das Licht anschalteten konnte sie sich nicht mehr halten und ein quietschen hallte durch das Zimmer. Ein riesiges Strahlen zeichnete sich auf ihr Gesicht und jeder Raum und jedes Spielzeug wurde angelacht.

Wir freuten uns natürlich mit der Kleinen und ihrer Freude wieder daheim zu sein. Es ist ja immer auch ein Highlight wieder heimzukehren.

LG,
Euer Shrimphansi

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