Digital Natives: Was ist das genau und sind unsere Kinder das alle?

von shrimpmama
2 Kommentare

Shrimpi liebt die digitalen Medien. Egal ob Mamas Handy, das iPad oder gar der Computer. Gerne werden diese Spaßeinheiten aufgesucht und von Shrimpi genutzt. Gerne hören wir da das Wort Digital Native. Aber was bedeutet das genau? Und sind alle unsere Kinder Digital Natives?

Was bedeutet Digital Natives?

Das Wort digital Natives stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie digitaler Ureinwohner. Das sind Kinder die in einer digital gesättigten Umgebung aufwachsen. Smartphone und Co sind also das Normalste der Welt für sie. Also ja, fast alle unsere Kinder sind digital Natives. 

Das verwundert nicht, wie im Internet auf unzähligen Videos ersichtlich wischen Babies schon über Zeitungen, wie wenn sie ein Tablett in der Hand hätten, anstatt zu blättern.

So schlimm ist es bei Shrimpi zum Glück nicht. Aber natürlich merkt man ihr den gewohnten Umgang mit all der Technik schon an. Ihr ist mit ihren 22 Monaten bewußt, dass das Handy zum Telefonieren da ist oder auf die lustigen Symbole gedrückt werden kann um an unterhaltsame Spiele zu gelangen. Und dabei ist sie sehr genau. Shrimpi weiß genau wo ihre hindrücken muss um zu ihren Spiele zu gelangen.

Auch wenn Shrimpi ungewöhnlich ruhig ist weißt das darauf hin dass sie sich irgendein Gerät gestibitzt hat und versucht ein Video zu schauen oder ein Spiel zu spielen. Das gelingt ihr meist auch.

Vorurteile gegenüber digital Natives

Digital Natives haben schlechtere soziale Fähigkeiten

Neuste Studien an Jugendlichen zeigen, dass diese Angst eher unbegründet ist. Eltern achten auch heute noch auf genügend Ausgleich und durch Schule und Ausbildung kommt der soziale Kontakt nicht zu kurz. Es wird vermutet, dass die Kinder und vorallem die Jugendlichen die sprachliche Interaktion einfach durch SMS schreiben großteils ersetzten. Dennoch wissen sie wann und wo es angebracht ist ein Gespräch zu führen und könne dies auch in altersgemäßen Ausmaß.

Digital Natives sind besser im Multitasking

Oft wird angenommen, dass Menschen die mit Reizüberflutung aufwachsen, wie es digital Natives unterstellt wird, besser im Multitasking sind. Neuste Langzeitstudien zeigen, dass dem auch so ist. Genauer gesagt hat man herausgefunden, dass jüngere Generationen besser im Multitasking sind als die älteren. Sie entscheiden sich öfter dafür und beherrschen es auch besser.

Das hat aber seinen Preis! Der häufige Wechsel zwischen Aufgaben führt  oft zu einer sehr hohen kognitiven Belastung. Multitasking kann also durchaus negative Auswirkung auf die Effektivität unserer Arbeit haben. Oft können dadurch unnütze Reize von wichtigen nicht unterschieden werden und dies führt zu einer Überladung. Durch den häufigen Kontextwechsel steigt zusätzlich der Stress. Kein Wunder also das wir den Begriff Burnout heute viel öfter hören als früher.

Digital Natives haben natürliche Instinkte zur Verwendung und Reparatur von digitalen Produkten

Das Digital Natives ein angeborenes Wissen über die moderne Technik haben ist ein Vorurteil das sich natürlich nicht bestätigen lässt. Sie kennen sich zwar besser im Umgang mit den gängigen digitalen Produkten aus und verstehen auch wesentlich mehr davon als ältere Generationen, haben allerdings deswegen generell nicht mehr tieferes Wissen zu Internet und Computer. Geht es jedoch um Sitten und Bräuche im Internet sind sie den älteren Generationen voraus. Klar, wer von uns wußte vor zehn Jahren was ein Hashtag ist? Ich zumindest nicht. Ich hab es eigentlich erst vor zwei, drei Jahren gelernt, um ehrlich zu sein. Ich bin so ein richtiger digitaler Immigrant.

Resümee

Unsere Kinder wachsen mit viel Technik rund um sich auf. Es ist unsere Verantwortung als Eltern ihnen den richtigen Umgang damit beizubringen und die digitale Welt vernünftig in ihren Alltag zu integrieren. Der Computer darf kein Babysitter sein, aber das sollte für niemanden etwas neues sein. Kontrollierte Nutzung und genug Ausgleich sind hier wichtige Schlagworte. Aber dazu ein andermal mehr. 

Fakt ist, sogar wenn wir auf Technik verzichten würden leben unsere Kinder trotzdem in einer Welt mit vielen digitalen Produkten und werden früher oder später damit vertraut werden. Ich persönlich finde es gerade hier wichtig sie dementsprechend  zu unterstützen. Wahrscheinlich ist es, bei mir zumindest, eh nur eine Frage der Zeit bis Shrimpi mir etwas am Computer erklären muss.

Viel Spaß mit euren kleinen digitalen Ureinwohnern!

Eure Shrimpmama

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare

Alu 19. Oktober 2018 - 20:50

Hallo, der Begriff ist leider veraltet und wird so nicht mehr genutzt. In der Medienpädagogik spricht man nicht mehr davon, denn man hat nicht von vornherein einen guten Umgang damit, nur weil man damit aufwächst. lg Alu

Reply
shrimpmama 20. Oktober 2018 - 07:18

Ja das stimmt. Darum ist es auch so wichtig das Eltern ihren Kindern den richtigen Umgang damit lernen und nicht einfach komplett verbieten oder ganz freie Hand lassen im Umgang mit Computer und Co.
Liebe Grüße

Reply

Hinterlasse ein Kommentar


Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Speicherung und der Verarbeitung deiner Daten durch diese Webseite einverstanden.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Shrimpskrams verwendet Cookies um eure Zeit auf der Seite zu verbessern. Wir nehmen an, dass ihr damit einverstanden seid, ihr könnt aber auch gerne euer Einverständnis zurückziehen. OK weitere Infos