Die Entwicklung der Sprache im Grundschulalter und Zweisprachigkeit

von shrimpmama
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Natürlich tut sich eine Menge im Kleinkindalter, gerade in der Sprache. Aber die Entwicklung stoppt danach nicht. Im Gegenteil, es entwickelt sich die sogenannte sprachliche Bewusstheit.

Unsere Kinder lernen diese sprachliche Bewusstheit hauptsächlich in der Schule. Über die Sprache wird nachgedacht und Lese- und Schreibfähigkeiten werden erworben.

Der Wortschatz 

Unglaubliche 40.000 Wörter können unsere Lieblinge nun schon und durchschnittlich 20 neue kommen täglich dazu. Eine unglaubliche Leistung. Unsere Kinder können nun auch Wörter analysieren und andere daraus ableiten. Zum Beispiel. aus „glücklich“ können sie auf das Wort „Glück schließen.

Kinder lernen aus Unterhaltungen und Gesprächen anderer. Vorallem wenn diese anderen gut mit Sprache umgehen können. Die Verwendung von komplexen Wörtern ist nun in Unterhaltung mit unseren Kids schon durchaus angebracht.

Gerade jetzt ist häufiges gemeinsamen Lesen zu empfehlen. Das erweitert den Wortschatz nochmals deutlich. Wir Erwachsenen sind nämlich schon meist sehr eingefahren in unserem Wortschatz.

Fünf- bis Sechsjährige liefern oft schon konkret Beschreibungen zu Wörtern. „Eine Kreide – womit ich auf der Tafel schreiben kann“. Am Ende der Grundschulzeit kommen sogar schon erste Synonyme und kategoriale Beschreibungen dazu. „Messer – ist etwas womit ich schneiden kann. Wie eine Säge. Man kann es aber auch zum bestreichen von Brot verwenden.“

Hat ein Wort mehrfache Bedeutungen können unsere Kinder nun schon die richtige wählen und anwenden.

Grammatik

Auch die komplexe Grammatikstrukturen waren nun immer besser beherrscht. Vollständige Sätze sind nun durchaus an der Tagesordnung.

Pragmatik

Sprachpragmatik meint den kommunikativen Teil der Sprache, also das was tatsächlich gesprochen wird. Im Vorschulalter wird noch genau beschrieben was geschah. „Wir sind Zug gefahren“. Mit sechs bis sieben Jahren kommen da schon mehr Details dazu. Wir sind mit einem Zug vom Bahnhof in Wien in der Früh gefahren. Neben Zeit, Ort, Personen werden auch immer mehr Bindewörten, wie „und“, „also“, „dann“, verwendet. Jetzt dürfen wir schon richtigen Erzählungen im klassischen Sinn lauschen. 

Die zweisprachige Entwicklung

Lernen Kinder eine zweite Sprache, nachdem sie eine erste Sprache sprechen, brauchen sie dazu ungefähr sechs bis sieben Jahre. Auch für das lernen der zweiten Sprache gibt es eine sensible Phase. Bei den meisten Kindern muss der Erwerb der zweiten Sprache in der Kindheit liegen um perfekt zu werden. Ein genaues Alter konnte aber in keinen Studien ermittelt werden. Es wird angenommen, dass man bis zu einem Altern von neun Jahren eine sehr gute Chance auf die perfekte Beherrschung der Zweitsprache hat.

Vorteile der Zweisprachigkeit 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Zweisprachigkeit positiv auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt. Wenn die Kinder zwei Sprachen fließend sprechen zeigt sich bei Untersuchungen erhöhte Konzentrationsfähigkeit, besseres analytisches Denken, bessere Begriffsbildung und mehr kognitive Flexibilität. Zweisprachige Kinder erkennen meist auch Fehler in Grammatik und Semantik (Erkennen der Wortbedeutung) besser.

Allerdings passt Zweisprachigkeit natürlich nicht für jedes Kind und muss individuell entschieden werden. 

Wenn es euch interessiert kann ich euch gerne Tipps zum Erlernen einer Zweitsprache zusammenschreiben. Lasst es mich in den Kommentaren oder auf Facebook wissen.

Eure Shrimpmama 

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3 Kommentare

Mirjam 10. September 2018 - 17:21

Ich würde gern mehr über Zweisprachigkeit lesen!

Wir haben beide keine zweite Muttersprache, deswegen bin ich unsicher, ob wir eine andere Sprache (in dem Fall Englisch) überhaupt sinnvoll anbringen und weitergeben können. Der Papa muss zumindest in der Arbeit englisch sprechen, aber so schön wie ein Muttersprachler kann er das natürlich nicht. Es wäre aber sehr schön, dem Baby eine zweite Sprache ermöglichen zu können 🙂

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shrimpmama 10. September 2018 - 19:05

Ist bei uns ähnlich. Wir werden Englisch einfach fördern aber nicht dezidiert zweisprachig erziehen. Dann schreibe ich gerne demnächst was dazu. Danke für dein Kommentar!

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Daniela 13. September 2018 - 20:54

Ja das wäre interessant, da ich zweisprachig aufgewachsen bin.
Zählt Dialekt auch als eigene Sprache? Dann sogar 3 sprachig. Ich würde Junior gerne alles vermitteln, auch Dialekt, jedoch bin ich noch nicht ganz sicher ob das so gscheit wär….hab jedoch noch bissl Zeit. GSD 😄

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