Die Beziehung zu Gleichaltrigen beim Kleinkind

von admines
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Es ist wieder mal Zeit für etwas Fachliches. Diesmal soll es um die Beziehung zu Gleichaltrigen im Kleinkindalter gehen. Auch dies muss, wie alles, von unseren Shrimpis erst gelernt werden. Je besser Kinder kommunizieren lernen, desto sicherer und routinierter werden sie auch  im Umgang mit ihren Spielgefährten.

Die Stufen des Spiels

Nach Mildrid  Parten beginnt dieser soziale Prozess mit dem nichtsozialen Aktivitäten, also bloßem Zusehen und erweitert sich zum alleinigen Spiel.

Diesem folgt das Parallelspiel. Die Kinder spielen mit ähnlichen Spielzeug, am liebsten mit dem gleichen, wie wir Eltern wissen, neben anderen Kindern ohne wirklich miteinander zu spielen.

Dann folgt das assoziative Spiel, bei dem Kinder durchaus unterschiedliches spielen, aber Spielzeug dazu tauschen und das Spiel des anderen kommentieren. Weiters gibt es das kooperative Spiel bei dem die Kinder miteinander spielen, so wie wir uns das vorstellen. Sie haben einen gemeinsamen Plan, versinken in die Spielwelt und tun so als ob.

Die letzten beiden Formen des Spielens sind jedoch für Kinder recht anstrengend und so sind selbst im Kindergarten noch häufig das alleinige Spiel und das Parallelspiel zu beobachten. Kinder nutzen es häufig vorallem in unstrukturierten Spielphasen um sich etwas Erholung zu schaffen.

Ein Kindergartenkind das also ab und an lieber alleine spielt oder seine Kollegen beobachtet ist also nicht gleich ein Grund zur Sorge. Meist zeigen auch diese Kinder ein gutes Sozialverhalten. Dennoch ist darauf zu achten, dass auch diese „schüchternen“ Kinder, wie sie oft bezeichnet werden, in der Gruppe akzeptiert werden und wenn sie sich dann in die Gruppe einbringen wollen von anderen nicht ausgeschlossen werden.

Freundschaften

Natürlich bilden sich im Kindergarten erste Freundschaften. Diese unterscheiden sich wesentlich von den Freundschaften wie wir sie haben. Für Kindergartenkinder sind Freunde Kinder die einem mögen. Oder auch einfach Kinder mit denen sie oft spielen. Ein Freund ist jemand der einem Spielzeug geborgt hat. Daraus lässt sich erkennen, dass diese Freundschaften nicht unbedingt von langer Dauer und oft sehr tagesabhängig sind. Aber auch in diesem Alter sind Freundschaften nicht zu unterschätzen. Kinder die gemeinsam mit Freunden in den Kindergarten kommen gewöhnen sich schneller ein. Es zeigen sich auch intensivere Blickkontakte und Gefühle sowie vermehrte Kommunikation unter befreundeten Kinder als mit anderen.

Kinder die leichter Freundschaften bilden zeigen meist sogar bessere schulische Leistungen und mehr Engagement im Unterricht. Nicht zuletzt deshalb ist ein Kindergartenbesuch durchaus wichtig. Die Übung im sozialen Umgang mit Gleichaltrigen ist unerlässlich für Kinder und durchaus wichtig für die schulische Zukunft.

Einfluss

Natürlich wünschen wir uns alle, dass die Kindergartenpädagogen das soziale Miteinander fördern und das Kind in der sozialen Entwicklung dementsprechend unterstützen. Aber einfach abwälzen ist natürlich zu wenig. Auch wir Eltern können einiges dazu beitragen.

Tipps zur Förderung einer guten sozialen Entwicklung

  • Den Kindern schon vor Beginn des Kindergarten Spielzeit mit Gleichaltrigen ermöglichen
  • Auch in der Kindergartenzeit Spieldates mit Freunden vereinbaren
  • Das Kind in Spielsituationen nicht immer alleine lassen, sondern es durchaus auch im Spiel mit anderen anleiten
  • Das Kind vor allem in Konfliktsituationen beraten und Möglichkeiten aufzeigen
  • Eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind erleichtert dem Kind den Umgang mit Gleichaltrigen und schafft engere Freundschaften.
  • Gemeinsames Spiel von Eltern und Kind: dadurch haben die Kids die Möglichkeit sich auszuprobieren und Verhaltensweisen zu üben.

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