Der Wandertrotz – Wie wir einen Trotzanfall beim Wandern in den Griff bekamen

von Shrimphansi
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Heute will ich euch eine kurze Geschichte erzählen. Genaugenommen ist es ein Bericht über einen gemütlich geplanten Wanderausflug. Die Umstände und ein im Schlaf gestörtes Shrimpi machten uns da aber einen Strich durch die Rechnung.

Wir gehen wandern

Es war ein schönes Wochenende im Juli. Das Wetter war nicht zu heiß und leicht bewölkt, also ideal für einen Wanderausflug am Berg. Wir haben also unsere Familie zusammengepackt und sind losgefahren. Pelzibub wurde sofort nervös als wir ins bewaldete Gebiet kamen und genoss unruhig und vorfreudig in die Umgebung.

Shrimpi jedoch schlief einfach ein. Normalerweise schläft sie erst so gegen Mittags ein und nicht direkt am Morgen. Nach kurzer Fahrt kamen wir dann bei unserem Ausgangspunkt an. Shrimpi und Pelzibub sprangen aus dem Auto (Pelzibub buchstäblich und Shrimpi mit Unterstützung). Die Kühe auf der Alm waren die Attraktion für Shrimpi und wurden mit einem wilden „Meh!“ begrüßt (das „Muh“hat sie noch nicht so drauf).

Nach der ersten kurzen Etappe wurde Shrimpi müde und war froh als wir sie in die Wandertrage packten. Es dauerte aber nicht lange und unser Shrimp wollte wieder selber alles erkunden. Nichts leichter als das. Nach ein paar Metern ist sie dann am Schotter ausgerutscht…

Unschöne Szenen

Das war der Beginn. Unser Kind begann zu weinen, lief zur Mama und wurde natürlich getröstet. Dann wollte sie noch von der Mama getragen werden. Wegen der aktuellen Schwangerschaft kann Shrimpmama den Shrimp aber nicht weitere Strecken tragen. Das erzeugte Unmut und eskalierte rasch. Es entwickelte sich ein Bilderbuchtrotzanfall.

Erfolglos versuchten wir die Situation in den Griff zu bekommen, aber nichts half. Sobald Shrimpi von der Mama entfernt wurde gab’s erneut Ärger. Als Kompromiss hat Mama Shrimpi hochgehoben, aber ist nicht mit ihr gegangen (obwohl sie den Befehl vom Shrimp bekam). Diese Strategie zeigte aber keine Verbesserung.

Erfolgreich beruhigt

Dann versuchte ich was anderes. Jedesmal wenn der kleine Trotz sich vor Mama aufbaute und die Hände nach oben streckte, kam ich dazwischen und hob sie hoch. Das hat ihr natürlich nicht gefallen, wurde lauter und wollte wieder runter. Kein Problem, also wieder auf den Boden mit dem Kind (stehend natürlich). Dann lief Shrimpi wieder zur Mama und die Routine begann von vorne.

Das spielten wir ruhig 5 mal durch ohne, dass sich eine Besserung zeigte. Beim vierten mal glaub ich hat dann Shrimpmama bereits die Hand dem Shrimp entgegengestreckt. Anstatt hochzuheben hatte sie geplant Shrimpi an der Hand zu nehmen. Beim sechsten Durchgang funktionierte es dann. Shrimp nahm sofort die Hand der Mama und ging selbst weiter. Mit der Mama an der Hand beruhigt sie sich dann langsam und die Trotztränen trockneten schnell. Bald war der Trotzanfall vergessen und die Gegend wurde erkundet.

Abschließend

Ich finde es lustig, dass langsam Trotzanfälle zur Normalität werden. Wenn diese in den eigenen vier Wänden starten ist es ja relativ leicht. Wir können recht gut die Ruhe bewahren, da keine externen Einflüsse vorhanden sind. Unter Menschen ist es da meist anders. Da ist es meist schwierig eine ruhige (den eigenen Gemütszustand betreffend) Strategie anzusetzen, denn die Leute sind meist „not amused“.

Aber wie beim Wandern wo maximal die Tiere im Wald genervt wurden, kann man mit der richtigen Strategie und Geduld die Situation relativ rasch in den Griff bekommen. Wir versuchen es aktuell halt mit der Strategie: „Gib dem Affen keinen Zucker!“ Shrimpi soll bei so einem Anfall nicht ihren Willen durchsetzen können. Gegen einen Kompromiss ist aber nichts einzuwenden.

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