Papa am Samstag

Bei Mama siehts so schwierig aus – oder: Kein Problem für Papa

14. April 2018

Ich höre von Shrimpmama immer die Aussage: „Ich brauch mal ein Pause. Kümmere dich du um den Terrorshrimp!“ Achselschulterzuckend schnapp ich mir dann meine Tochter (zuvor mach ich aber noch angefangene Dinge zu Ende) und kümmere mich. Ich verstehe aber nicht ganz, warum Mama so Probleme mit unserer Tochter hat. Kann sich Mama vielleicht einfach nicht durchsetzen?

Der dünne Geduldsfaden

Wenn ich zu Hause bin merke ich, dass sich Shrimpmama hin und wieder der Kleinen gegenüber ungeduldig verhält. Natürlich ist das in Situationen der Fall, wo unser Shrimp dauernd quengelt oder andauernd nur auf der Mama sein will. Ich denke mir dann meist, dass das ja nicht so schlimm sein kann wenn das Kind mal schreit oder an einem hängt.

Das Problem an der Sache ist aber, dass ich erst am Abend nach Hause komme und die Zeit davor natürlich nicht mitbekomme (Außer wenn ich ein liebes Bild vom Shrimp geschickt bekomme). In diesen Fällen werde ich natürlich sofort angeschnauzt, warum ich mich nicht um mein Kind kümmere. Eines Vorweg: „Die Kleine wollte ja zu dir!“, ist keine passable Antwort.

Papa der Superkümmerer

Das schöne an der Sache ist, wenn sich mein Kind (in solchen Situationen ist es dann exklusiv mein Kind) in meiner Obhut befindet wird sie zum Engel. Wenn wir uns für einen Spaziergang vorbereiten (inklusive Mama) wird herumgeschrien, das Anziehen will verhindert werden und wenn es in den Kinderwagen gehen soll müssen wir zu zweit arbeiten.

Manchmal mache ich es dann alleine und Mama gönnt sich eine Auszeit. Sie geht zum Beispiel alleine einkaufen (Ich werde es nie verstehen wie man sowas als Auszeit sehen kann). Ich gehe ins Vorzimmer und ziehe meine Schuhe an. Pelzibub ist da meist schon aus dem Häuschen und sehr ungeduldig mit mir (Aber dass ist auch zu zweit nicht anders) und mein Mäuschen kommt nach kurzer Aufforderung von alleine zu mir. Ich schlage ein Schuhpaar vor und das wird abgenickt oder ein anderes gewählt. Danach setzt sich der Shrimp auf meinen Schoß und wir versuchen gemeinsam die Schuhe auf die kleine Füsschen zu stülpen. Dann ist der Kinderwagen dran und auch das geht ohne Gegenwehr oder Gemecker.

Ich weiß also nicht was Mama macht damit der Shrimp zum Terrorshrimp wird. Sie zwickt sie nicht (Das hab ich schon gefragt).

Der Papa ist ein rares Gut & Mama trägt die Familie

Shrimpmama kümmert sich praktisch 24 Stunden um unser Shrimpi. Die paarmal die ich unser Kind voll umsorge, sind als Tropfen auf dem Saunaofenstein anzusehen. Trotzdem werden meine Anforderungen meist ohne Widerspruch erfüllt (und unser Shrimp freut sich dann auch wenn sie etwas richtig gemacht hat). Bei der Mama dauerte oft länger.

Ich denke, dass meine geringere Anwesenheit hier der ausschlaggebende Punkt sein kann. Denn wenn ich etwas nicht oft machen oder haben kann passe ich mehr auf als bei Dingen die selbstverständlich sind. Vielleicht ist das bei unseren Kindern einfach genauso. Der Elternteil, der das meiste für mich macht wird „gequält“ und der, der es (zumindest erziehungstechnisch) sowieso schon leichter hat, wird unterstützt.

Fazit

Ich kann es einfach nicht unterdrücken und muss dann meine geliebte Frau auch noch mit der Tatsache ärgern.

„Ich weiß nicht was du hast. Es ist ja überhaupt kein Problem mit dem Kind spazieren zu gehen. Wir haben so ein kooperatives Kind – ganz der Papa!“

Ich achte natürlich darauf, dass ich in solchen Momenten mindestens eine Armlänge Abstand bewahre (besser Fußlänge).

Auch meine Einstellung in solchen Situationen hat sich geändert, denn:

  1. Weiß ich nur zum Teil wie anstrengend unser Kind am jeweiligen Tag war,
  2. ist meine Geduld nach frischer als die meiner Frau und
  3. kommt mir der Sonderstatus des begrenzten Guts zugute.

Wie ist es bei euch? habt ihr ähnliche Erfahrungen oder werden beide Elternteile gleich behandelt?

Euer Shrimphansi

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