Ausdauersport einkaufen: mit Kleinkind und Jährling

von shrimpmama
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Wie ich euch ja schon mal geschrieben hab ist das Leben als Zweifachmama zum Glück nicht ganz so anstrengend wie zuerst vom panischen Mamahirn befürchtet. Dennoch gibt es da auch ein paar Ausnahmen und die haben es dann richtig in sich. Eine dieser Ausnahmen ist einkaufen. Diese Situation hat sich jetzt, seit Garnellos Geburtstag sich das erste Mal gejährt hat etwas zugespitzt. Hier mal so ein typischer Einkaufstrip…

Neulich im Supermarkt…

Vorweg gesagt: Prinzipiell mag ich einkaufen. Gemütlich in den Supermarkt und ein bisschen schmökern und gustieren. Den Kids ein, zwei Kleinigkeiten gönnen und für Mama springt da auch eine kleine Süßigkeit raus. Oh ja, so war es mal, das meditative Einkaufserlebnis. Aber plötzlich ist alles anders und dieses entspannte, nette Einkaufen ist längst Schall und Rauch.

Was hat sich geändert?

Tja, diese Antwort ist schnell gefunden. Garnello hat sich geändert. Irgendwie fällt dem einst braven Baby immer wieder kleine Tricks und Kniffe ein wie er Mama das Einkaufen erschwert. Aber alles von vorne.

Meist versuche ich zwar am Vormittag einkaufen zu gehen, denn da sind normalerweise weniger Leute und außerdem befindet sich Shrimpi normalerweise im Kindergarten. Zugegeben, dieser Plan geht auch meistens auf, zum Glück. Aber natürlich nicht immer. Irgendwie vergisst dann Mama am Freitag Vormittag die Hälfte und schließlich muss ich abwägen was das geringere Übel ist. Schlag ich mich Freitag Nachmittag nochmal ins Getümmel oder sind mir die Samstagvormittags Menschenmengen lieber. Tja, leider gibt es da keine richte Entscheidung. Aber wenigstens bedeutet das, dass es auch keine falsche Entscheidung gibt ;-).

Ich platz am Parkplatz

Naja – egal. Das Ergebnis ist, dass ich mit Kleinkind und Jährling mal ganz am Ende des Parkplatzes einen Parkplatz finde. Aber nicht das gute Ende, etwa bei den Familienparkplätzen. Nein, die sind natürlich schon alle voll. Ja klar, viele Familien gehen einkaufen. Nur leider sehen sich 50 Jährige mit ihren 30 jährigen Kindern auch als Familie und parken alles zu.

Klar, ist ja auch total anstrengend mit einem (nicht anwesenden) 30 Jährigen ein Einkaufswagerl zu holen, oder bei anrollenden Autos vorbeizumanövrieren. Nicht auszudenken wenn der 30 Jährige eine Biene oder ein Vogel sieht und dem einfach nachläuft. Jaja, das müssen Eltern mit ganz kleinen Kindern schon verstehen. Alle Eltern sehen ihre Kinder ein lebenlang als ihre Babies. Und genau deshalb haben sie auch das Recht den letzten Familienparkplatz zu schnappen und wie selbstverständlich dir dann auch noch das letzte Einkaufswagerl, das im Parkplatzbereich steht, wegzuschnappen. Dieses Ego muss ja natürlich am Einkaufswagen abgestützt werden sonst ist es kaum zum (er)tragen 😉

Einkaufsparadies

Im Geschäft dann endlich angekommen hab ich es dann meist geschafft Garnello in den Sitz im Einkaufswagen zu verfrachten und Shrimpi gondelt mit ihren Kindereinkaufswagerl neben her. So weit so gut. Dann erzwingen beide Kinder mal einen Stopp bei der Wurstvitrine. Geschicktes Marketing. Ein Räderl Wurst für die Kinder, mittlerweile natürlich ein unverzichtbares Einkaufserlebnis. Kundenbindung von den frühen Jahren an. Ich finds super und die Kinder sind mal ein bis zwei Minuten beschäftig. Wenn ich dann in meiner Warteschlange für Fleisch oder Wurst noch stehe, wird die Wartezeit glücklicherweise mit einer weiteren Wurst überbrückt.

Shrimpi schicke ich in der Zwischenzeit in die Gemüseabteilung einkaufen. Immer ein Gemüse oder ein Obst ansagen und sie kommt dann damit zurück. Funktioniert eigentlich ganz gut als Ablenkung und hat gleich einen kleinen Lernfaktor. Der einzige Haken ist, meist kauf ich dadurch mehr Gemüse und Obst als geplant. Natürlich entdeckt da Shrimpi einiges was sie haben will oder bringt was anderes als beauftragt. Da es sich aber dabei um gesundes Essen handelt segne ich es meist trotzdem ab und es wandern in den Einkaufskorb.

Mama bitte…

Am Weg durch den Supermarkt fallen Shrimpi natürlich unzählige Dinge ein die wir noch gebrauchen könnten. Und ladet das dann erstmal in ihr Wagerl. Glücklicherweise zeigt sie es mir aber dann immer. Gut, da darf ich mich nicht beklagen. Aber dann heißt es warten bis alles wieder zurück gebracht wurde. Das ruft dann meist Garnello wieder auf den Plan. Denn die Wurstablenkung ist längst verzehrt und bunte Packungen locken den Jährling. Da bräuchte ich meist ein paar Augen mehr. Ungefähr so viel wie eine Spinne. Ja das wär schon praktisch. Ein paar Augen auf Shrimpi gerichtet, um zu beobachten, ob sie auch wieder alles an seinen Platz legt. Ein paar Augen auf Garnello, ob das Einkaufswagerl nicht zu nah am Regal geparkt ist. Und dann wär ja da natürlich auch noch der tatsächliche Einkaufsbedarf.

Frau Übermut, die ich bin, besitzt auch nie eine Einkaufsliste. Ich hab ja schließlich alles im Kopf. Das hat mich aber eigentlich erst in diese Lage gebracht. Würde ich mir die Zeit nehmen eine Liste zu machen (was mein Ehemann mir immer predigt), müsste ich nicht nochmals am Wochenende ausrücken. Somit wär die Schuldfrage geklärt. Nur falls es da Unklarheiten irgendwo gab: Mama ist schuld.

Zeit zum Zahlen – oder?

Kurz vor der Zielgeraden zur Kasse müssen wir immer noch an den Süßigkeiten vorbei. Das ist Garnello noch ziemlich egal. Shrimpi hingegen weiß schon ganz genau was sie gerne möchte. Also noch schnell ein Kompromiss ausgehandelt und wieder mal geht es mit einem Elsa- oder Olafjoghurt ab zur Kasse. Just im letzten Quergang vorm Ziel fällt mir wirklich beinahe immer etwas ein was ich noch holen muss. Und dass meist irgendwo vom Eingang. Also alles wieder retour. Wär ja nicht so tragisch. Aber das Kleinkind schlendert natürlich gemütlich durch die Gänge, wie wenn die Regale Fernseher wären und der Jährling hat meist mittlerweile Lust bekommen das gemütliche Einkaufswagerl zu verlassen und sich selbst fortzubewegen. Wenn auch an Mamas Hand. Aber irgendwie will Garnello da immer seinen Willen durchsetzten und die Richtung bestimmen. Babies können da richtig bestimmend sein.

Also versucht Mama mit Jährling an der Hand und Einkaufswagen in der anderen, zu schaffen das wir alle in einer halbwegs plausiblen Zeit bei dem Produkt ankommen welches zuvor vergessen wurde. Vier vergessene Artikel und drei Panikanfälle (wo ist Shrimpi?) später, haben wir es dann auch geschafft. Und dann wird der Jährling zurück in das Wagerl verfrachtet. Zur Ablenkung gebe ich ihm irgendwas halbwegs spannendes, was er aber nicht sofort mit seinen Zähnchen zerfleischen kann als Ablenkung in die Hand. Mit Shrimpi zettele ich einen Wettlauf zur Kassa an. Trick Nummer 17: Einmal „Erste“ rufen und laufen, das bringt Shrimpi immer schnellstmöglich an den gewünschten Endpunkt.

ZzZ – Jetzt aber

An der Kasse heißt es dann nur mehr vermeiden dass Garnello sich etwaige Produkte schnapp die sich in seiner Griffhöhe befinden oder ihm plötzlich einfällt wie lustig es ist im Sitz aufzustehen. Am meisten freue ich mich da über alte Damen an der Kassa. Am besten genau hinter uns. Da beginnt dann Garnello zu flirten und ich kann schnell alles mit Shrimpi aufs Förderband verfrachten. Nochmal ein schneller Kontrollblick, ob sich nicht doch ein Schlecker oder anderes wie Dosenfisch (ja, ich weiß auch nicht warum Shrimpi den immer nimmt) dazwischen gemogelt haben und fertig. Einkaufsmarathon geschafft. Etliche  €  und einige Nerven ärmer, aber zumindest reicher an Erfahrung …oder so. Aber es gibt ja jetzt wieder genug Essen um die strapazierten Nerven wieder zu beruhigen 😉

Wie ist/ war das Einkaufen  mit euren Kids? Immer entspannt oder kennt ihr diese „Einkaufserlebnisse“ auch?

Warum gibt es eigentlich keine Supermärkte mit Kinderspielarealen (und Zettelausgaben wie in Garderoben)? Ach ja, weiß schon, mehr Kosten und weniger Umsatz für die Supermarktketten 🙂 Und noch dazu entspannte Mütter die ihren Einkauf wohl überlegen können. Nein, für wahr, das wär kein gutes Verkaufsmarketing 🙂 

Also liebe Muttis, Papis und alle anderen die mit Kindern einkaufen gehen: Ich wünsche euch gute Nerven und ein bisschen bessere Planung als ich sie im Moment beim Einkaufen habe. Denn wer sich das Wochenende erspart hat schon halb gewonnen.

Bussal, eure Shrimpmama

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