Erziehung | Papa am Samstag

Unterstützende Erziehung – Unsere Ideen Teil 1

2. Juni 2018

Wir lassen uns nicht in ein Erziehungsschema einordnen. Das hat Shrimpmama ja bereits in ihrem Artikel „Tu das nicht, du darfst das nicht… mein Kind soll ohne diesen Nonsens aufwachsen“ erklärt. Aber auch wenn wir uns nicht in einer Schublade sehen (aber wer tut das schon), haben wir trotzdem einen Plan. Naja, einen groben Plan zumindest. Oder nennen wir es einfach: Wir haben eine Idee davon wie wir an die Erziehung unseres Shrimpis herangehen wollen.

Das Zauberwort ist Unterstützung

Unsere Kinder haben die Möglichkeit aus eigener Kraft so einiges zu leisten. Trotzdem sieht man oft, dass Eltern bei der kleinsten Schwierigkeit einschreiten und dem Kind helfen bzw. die Herausforderung aus der Situation nehmen. Und das beginnt schon bei Kleinigkeiten.

Läuft unser Shrimp herum und befindet es sich vor einer Stufe (und wollte hinunter – rauf wurde ja schon fleißig geklettert), war das anfänglich natürlich beängstigend für meinen Schatz. Aber als sie schon recht sicher auf den Beinen war sprach für mich nichts dagegen die Kleine zu motivieren die Stufe ohne Hilfe zu versuchen.

Natürlich stand ich davor und sicherte die Situation ab (sollte dennoch was daneben gehen). So hat Shrimpi Mut geschöpft und den Sprung ins Leere unternommen. Und nix ist passiert, beim ersten Mal musste ich sie noch auffangen, aber beim zweiten Versuch forderte unser Kind bereits von sich aus, dass sie es allein versuchen will (indem sie die angebotene Hand ablehnte). Mittlerweile schafft sie so schon Stufen alleine.

Bei größeren Herausforderungen wie unseren drei Stufen im Garten gleichzeitig kommt sie auch nicht auf die Idee Hilfe anzufordern. Die Stufen sind recht weit auseinander und dazwischen ist Gras (Das Verletzungsrisiko ist somit überschaubar). Auf eigen Faust versucht sich Shrimpi konzentriert in der Bewältigung dieser Aufgabe. Sie ist nicht immer erfolgreich (da das Gras ja auch ein wenig destabilisiert), aber meist schafft sie es gekonnt.

Bei Mama und Papa bin ich sicher

In der Kleinkindzeit ist unser Kind natürlich noch voll auf uns angewiesen. Das bedingt auch, dass sich die Kleine bei uns sicher fühlen soll. Natürlich wird sie gekuschelt und getröstet, wenn sie sich verletzt. Denn die Nähe zu den Eltern bildet das Vertrauen fast automatisch.

Das Vertrauen in die Eltern ist wichtig, da sich die Kinder so trauen schwierigere Situation zu meistern. Mama und Papa passen schon auf. Hier wird es für uns schwierig. Denn Herausforderungen bergen immer ein paar Gefahren in sich und wir müssen dafür sorgen das unser Kind trotzdem in Sicherheit ist.

Erziehung mit Herausforderungen

Sicherheit bedeutet aber nicht, dass ich alle negativen Einflüsse (zumindest empfundenen) fernhalten muss oder kann. Mein Ansatz ist vielmehr in schwierigen Situation gefährliche Aspekte zu entschärfen. Im jetzigen Alter sind diese Gefahren ja noch körperlicher Natur, aber mit fortgeschritteneren Alter verschieben sich die körperlichen Gefahren (hin-, um- und runterfallen) hin zu geistigen „Gefahren“ (eher Herausforderungen – aber unser Hirn stuft diese oft als Gefahr ein). Mein Kind soll so mit Übung diese Herausforderungen realistisch einschätzen lernen und entscheiden ob Hilfe notwendig ist oder nicht.

Mein Ziel ist es eben,  für mein Kind in solchen Situationen da und ein Fels in der Brandung zu sein (Wobei wir hier am Beginn der Alpen wenig Brandung sehen). Das, so hoffe ich, stärkt das Vertrauen des Kindes in die Unterstützung der Eltern.

Fazit Teil 1

Ich bin der Meinung, dass wir unseren Kindern schon einiges zutrauen können. Was wir bisher beobachten konnten bestätigte diese Ansicht. Auch wenn unser Shrimpi noch klein ist bin ich trotzdem immer noch überrascht wie viel Sie schon schaffen kann.

Klar für vieles braucht sie noch unsere Hilfe, aber es wäre seltsam wenn dies nicht so wäre (Ein Wunderkind wünschen wir uns schließlich ja nicht). So können wir gemeinsam Schritt für Schritt lernen.

Nächste Woche findet ihr hier Teil 2 meines Erziehungsplanes.

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