Mamakram

Survival Guide für eine Raststation

4. Juni 2018

Die Urlaubssaison hat begonnen. Tonnenweise rollen die Blechlawinen über die Autobahnen Europas. Auch wir gehören dazu. Meist noch schön brav am Wochenende, wenn besonders viel los ist. Aber irgendwie lassen sich die Unterkünfte nicht anders buchen oder es geht sich nicht anders aus. Da gibt es ja genug Ausreden warum wir uns das antun.

Zu jeder Urlaubsfahrt gehört, egal ob mit oder ohne Kinder, der Stop an der Raststation dazu. Wohl oder übel. Es müssen Toiletten besucht oder Mägen und Tank gefüllt werden. Nur irgendwie ist das nicht immer so entspannend wie es eigentlich im Urlaub sein sollte. Denn meist wollen gerade gefühlte 5 Millionen Menschen das Selbe…und das natürlich auch noch an der selben Raststation. Daher dachte ich mir  ich mach mal einen kurzen Survival Guide für dieses gefährliche Gelände namens Raststation.

Der Survival Guide für eine Raststation

Anfahrt

Hat man es mal geschafft eine auszuwählen, ist schon ein gutes Stück geschafft. Schließlich will man nicht zu früh halten, aber zu spät ruft meist die Gäste auf der Rückbank auf den Plan. Das will man ja schließlich sich selbst und allen anderen ersparen. Oft werden dann auch noch Wünsche geäußert wie das oder jenes Lokal sollte sich auf der Raststation befinden. Ich persönlich finde die Raststationen mit Fastfoodkette auch super, allerdings sind diese gewöhnlich überfüllter als alle anderen. Denn welch Überraschung, das mögen nicht nur unsere Kids. 😉

Schon die Anfahrt ist meist etwas komplizierter als sagen wie mal die zu einem Supermark. Ein Schilderwald empfängt einem und meist landet man dann doch auf der Tankstelle anstatt bei der Raststation selbst. Aber gut entweder man tankt gleich, trotz hungriger, quengelnder Kinder oder man findet von dort aus seinen Weg zum Futter. Das sollte machbar sein.

Also, Tipp Nummer 1: Sobald Klo- oder Hungergefühle aufkommen die nächste Raststation ansteuern, ohne Diskussionen oder taktische Überlegungen. Hilft ja meistens ohnehin nichts.

Parken

Das Parken selbst. Immer überfüllte meist auch noch enge Parkplätze.

Mein Tipp: gebt es auf in den ersten Reihen parken zu „müssen“ oder ein Schattenplätzchen zu suchen. Die Füsse müssen ohnehin vertreten werden und wir alle haben Klimaanlagen die das Auto in kürzester Zeit wieder auf Normaltemperatur bringen.

Klo

Mein Tipp: Geht zuerst alle aufs Klo und kümmert euch dann um eure Mägen. Beinahe überall gibt es dieses durchaus wertvolle (Achtung Sarkasmus) Kloticket System, bei dem man dann gleich noch 50 Cent bis 1 € Gutschein für’s Restaurant erhält. Nicht weil die so nett sind…nein, weil wir das ja eh bezahlen müssen. Nicht das wer das Klo einfach so benützt ohne zu konsumieren. Das wäre natürlich der finanzielle Supergau. Aber gut, immerhin hat man dann trotzdem nicht das Gefühl übern Tisch gezogen zu werden, denn man bekommt das Geld ja retuniert sozusagen. Vorausgesetzt ihr geht vor euren Einkäufen aufs Klo. 😉

Essen fassen

Die trickreichste Ära ist auf jeder Raststation wohl der Essensausgabenbereich. Da steckt die ganze Kunst des Verkaufs und der Verführung auf 20 m² konzentriert drin. Keine Ecke, kein Regal ohne verführenden Köstlichkeiten. Für jeden in der richtigen Höhe positioniert, damit auch unseren Kids nichts entgeht. Das Einzige was meist nicht so gut platziert ist, sind die Preisschilder für all die Leckereien. Noch dazu meist in winziger, krakeliger Schrift so dass man meinen könnte ihr Arzt oder Apotheker hätte diese verfasst.

Mein Tipp: rechnet einfach damit mindestens den doppelten Preis als gewöhnlich zu bezahlen, dann seid ihr an der Kasse auch nicht überrascht dass ihr für eine belegte Semmel mit Getränk und vielleicht noch einen Schokoriegel über 20 € liegen lässt. Ihr dürft nicht vergessen, so eine Raststation braucht eine Menge Personal. Service, Küche, Putzkräfte und dann muss auch noch was für den Betreiber übrig bleiben.

Mein echter Tipp: Jeder eine Speise und ein Getränk, maximal noch was Süßes oder Obst hinten nach und fertig. Dann bleibt die Rechnung zumindest überschaubar. Zusammengestellte Speisen, wie Frühstück, sind der wahrste Geldkiller auf Raststationen. Besonders auf Raststationen mit Selbstbedienung.

Also liebe Leute, lasst euch nicht stressen und rechnet einfach auch mal mehr Geld für den ganzen Urlaub ein,  gerade wenn ihr bei Hin- und Rückfahrt eine dieser Labstellen besucht. Diese mordenen Jausenstationen sind bestimmt nicht ihr Geld wert, aber irgendwie praktisch und gehören auch zur Urlaubsfahrt dazu.

Keep cool,

eure Shrimpmama

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