Papa am Samstag

Mama und Papa gehen ins Kino – oder: Zeit zu Zweit

5. Mai 2018

Vor unserem Umzug und unseren Kindern (ja Pelzibub gehört dazu – er war ja das Übungskind) gingen wir häufig ins Kino. Praktischerweise war dieses damals in nur 15 Gehminuten erreichbar. Das hat sich nach unserem Umzug (35 Fahrminuten) und nach der Geburt unseres Shrimps stark geändert. Hin und wieder gehe ich alleine ins Kino (3 – 4 mal im Jahr) und gemeinsam ist’s dann sowieso ein Erlebnis.

Spaßbremse

Unser Kind kann leider nicht oft von uns alleingelassen werden, denn das würde Shrimpmama nicht überleben. Natürlich ist Shrimpmama besorgt um unser Kind und ich finde es auch richtig, dass einer von uns sich Vollzeit um unser Kind kümmert. Aber die typischen Mamasorgen kann ich halt leider nicht ganz nachvollziehen.

Ja klar können viele Dinge passieren, aber das ändert sich leider nicht wenn man selbst dabei ist. Mama macht sich ja auch keine Sorgen, dass ein Meteorit einschlägt (Zumindest hat sie sich mit der Bedrohung abgefunden). Und vor Kurzem war unser Shrimp kurz bei einer Kinderbetreuung (im selben Raum wie Mama) und das ging komplett daneben. Dort bekam unser 16 Monate altes Kind eine Schere (zwar eine Bastelschere was die Gefährlichkeit reduziert, aber nicht minder nutzlos in diesem Alter) und Filzstifte zum Ausmalen eines Ponys. Als die Betreuung dann falsch fand, dass sich Shrimpi lieber hinter Vorhang verstecken wollte, musste Mama einschreiten. Ich hatte die Hoffnung, dass sich die Gluckenhaltung ein wenig entspannt, aber es wird noch ein bisschen dauern.

Urlaub (beim Bruder, Schwager?) bei Verwandten

Wenn wir mal eine Zeit ohne Kinder haben wollen, wird unser Kind bei der Verwandtschaft abgegeben. Shrimpi selbst machte es bis jetzt immer Spaß dort. Da wird gespielt und Shrimpi wird ununterbrochen bespaßt. Da merkt unser Liebling nicht, dass Mama und Papa schön längst weg sind.

Bei Mama siehts dann aber ganz anders aus.

Mama: „Was ist wenn unser Kind die Mama vermisst und dauernd einen Aufstand macht?“
Papa: „Wenns zu schlimm wird bekommen wir eh einen Anruf.“

Mama: „Was wenn ihr was passiert?“
Papa: „Dann wird sie eben versorgt, du hast ihnen alles Notwendige mitgegeben.“
Mama:“Meinst du es passiert was?“
Papa: Seufz – „Nein.“

Fast im Kino

Um die freie Zeit sinnvoll zu verwenden waren wir vor der Hauptattraktion noch einkaufen. Für Mama war das ein echtes Erlebnis. Niemand war dabei auf den man wirklich Acht geben musste (Abgesehen davon, dass sich Papa beim Gewand anprobieren nicht verletzt). Da ist kein Hund, der die Umgebung erkunden will und auch kein Kind mit ähnlichen Aspirationen.

Wir konnten uns frei und ungezwungen (natürlich gesellschaftlich akzeptabel) im Geschäft bewegen. Bei der Kasse war dann eine fünfköpfige Familie vor uns. Irgendwie ist es auf eine abartige Weise entspannend, wenn man passiv daran erinnert wird, dass wir im Moment all diese „Strapazen“ nicht haben. Der Einkauf war in einer neuen Rekordzeit erledigt und wir konnten unseren gemeinsamen Ausflug fortsetzen.

Fast im Kino (Überschrift mit Verantwortung recycelt)

Diesmal hatten wir den Film richtig ausgewählt, denn Star Wars VIII war letztes Jahr leider eine leichte Enttäuschung. Infinite War war lustig, spannend und  hatte auch seine emotionalen Momente. Also für uns hat es sich ausgezahlt. Natürlich hat Mama im Zehnminutentakt auf ihr Handy gesehen um zu prüfen ob schon ein Notruf eingegangen ist.

Als wir unser Kinder holen wollten, schlief unser Shrimp schon tief und fest vom vielen Spielen. Als uns dann erzählt wurde, dass ihr gar nicht aufgefallen ist, dass Mama und Papa (aber vor allem Mama) weg gegangen sind, war Mama froh und gleichzeitig traurig. Denn es ist schön, dass unser Kind schon gut ohne uns auskommt und auch ohne Mama einschlafen kann.

Fazit

Für uns ist es schwierig unser Kind abzugeben. Aber auch das muss gelernt werden (von uns und vom Shrimpi selbst natürlich). Nicht nur, dass wir dadurch vereinzelt Zeit für unsere Beziehung haben. Auch für Shrimpi ist es wertvoll, dass Mama nicht immer da ist (Papa ist sowieso oft nicht da). Als Vorbereitung für den Kindergarten ist das schließlich auch gut.

Schließlich und endlich sind das alles Gründe, die dazu dienen uns selbst zu beruhigen. Es ist doch wirklich ok wenn man mal Zeit zu Zweit hat oder? Oder? 😀

Euer Shrimpapa

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