Papa am Samstag

Spartan Race 2018: Mein Erfahrungsbericht

19. Mai 2018

Nachdem ich 2017 das erste Mal an einem Spartan Race teilgenommen habe (mit dem Ziel regelkonform durchzukommen), wollte ich diese Jahr eine Steigerung hinbekommen. Mein erster Gedanke war eine schnellere Zeit zu schaffen, aber die Motivation hielt sich hier in Grenzen. Deshalb habe ich mit Shrimpmama als angstbedingte Entscheidungshilfe dazu entschlossen die nächste Distanz anzugehen.

Rückblick 2017

In 2017 hatte ich nur einen Vorsatz. Ich wollte mal so einen OCR (Obstacle Course Race) probieren. Mein damaliges Ziel war das Gleiche wie ich es bereits in der Einleitung erwähnt habe. Ich wollte einfach durchkommen. Die ersten drei Monate habe ich mein Ziel aus den Augen verloren, aber dann bin ich durch Zufall doch auf Spartan Race gestossen und habe gesehen, dass in zwei Monaten ein Rennen unweit unseres Wohnortes stattfindet. Da habe ich mich dann sofort angemeldet.

Ich habe dann auch gleich einen Trainingsplan gestartet. Ich muss aber zugeben, dass ich die Sache mit dem Training nur halbherzig angegangen bin. Zweimal in der Woche laufen gehen und hin und wieder ein Workout war weniger um die Kondition zu stärken als eher das Gewissen zu beruhigen. Der Angstfaktor war hoch und beim Rennen konnte ich dann mein Ziel durchsetzen und haben den 6km Parkour erfolgreich gemeistert.

© sportograf

Entscheidung

Dieses Jahr wollte ich mich natürlich steigern und das passte sehr gut für meine Vorsätze für 2018. Also setzte ich mich rechtzeitig hin und wollte mich für das Rennen anmelden. Die Sache ist die: Spartan Races gibt es grundsätzlich in 3 Varianten den Sprint, den Super und das Beast. Mein Rennen in 2017 war natürlich ein Sprint. Ein Sprint hat eine Mindestlänge von 5 Kilometern und ist mit 20 – 23 Hindernissen gespickt. Die grundlegende Idee ist ja, das man sich nicht 100% auf das Rennen vorbereiten kann, da die Länge und Hindernisse (Art und Menge) variieren.

Die Strecke geht dann auch querfeldein durch Wälder, Wiesen, Bäche, Berge, etc. und ist eben mit den genannten Hindernissen versehent. Diese müssen dann regelkonform Bewältigt werden. Da gilt es Seile zu erklimmen, Traktorreifen umzuschmeißen, sich wie ein Affe herumzuhangeln und so weiter. Wenn man ein Hindernis nicht schafft muss man 30 Burpees (Das sind Liegestütz mit Strecksprung) machen. Sei weit so gut.

© sportograf

Bei der Anmeldung saß ich dann vorm Computer und hatte schon den Sprint ausgewählt. „Irgendwie ist das gleiche Rennen nochmal aber langweilig.“, dachte ich so bei mir. Darum fragte ich gleich meine holde Shrimpmama ob ich vielleicht die nächstweitere Distanz auswählen solle. Shrimpmama bekräftigte mich in der Entscheidung und die Anmeldung fiel auf den Super mit 13 oder mehr (und es waren mehr) Kilometer und 24 -29 Hindernissen.

Vorbereitung

Bedingt durch die lange Strecke und die allgemeine Herausforderung war mein Trainingsplan dieses Jahr um einiges strikter. Dreimal die Woche laufen und zweimal Burpees und andere Übungen machen. So konnte ich meine Ausdauer um einiges ausbauen (für mich zumindest – Sportlerniveau hab ich trotzdem keines). So war ich dann schon froh, dass ich es dann 3 Wochen vor dem Rennen eine Stunde durchlaufen konnte.

In der Woche davor war ich dann richtig nervös. Mein Bauch kribbelte konstant und mein Vertrauen in mich selbst war nur oberflächlich vorhanden. Aber alles half nichts und der Renntag rückte näher.

Das Rennen

Am 12. Mai war es dann so weit. Shrimpmama, Shrimpi und Pelzibub waren natürlich auch dabei und feuerten mich an (Am Start war das noch einfach).

Nach dem Startschuss ging es dann los und es ging kreuz und quer durch den Akademiepark der Theresianischen Militärakademie. Nach 1-2 Kilometern ging es dann wieder beim Start vorbei und meine Familie wartete schon auf mich. Noch war das ganze noch unproblematisch. Shrimpmama hatte zur Übersicht noch eine Livetracking aktiviert und erhielt just in dem Moment ein Update. Ich hatte gerade die 2 Meterwand passiert und es sind noch 16km bis zum Ziel. OK, das war überraschend, aber ich ignorierte die Auswirkungen der Zahl einfach.

Langsam arbeitete ich mich durch den Parkour und machte hin und wieder meine 30 Burpees (so zirka jedes Hindernis wo mein Körpergewicht über den Oberkörper kontrolliert werden musste). Nach 10 Kilometern und bei einem Kletterhindernis trat der erste Krampf auf, aber langsam kam ich trotzdem voran. Und meine Motivation nahm zu als ich wieder den Akademiepark erreichte. Die letzten 1,5 Kilometer sollten es aber dann in sich haben.

Ausgelaugt und erschöpft war ein schwieriges Hindernis nach dem anderen aufgereiht (die Zuschauer sollen ja was geboten bekommen). Meine Zeit für diese letzte Strecke war Rekordverdächtig: 1,5 Kilometer in 1 Stunde und 10 Minuten. Schlimm war, dass ich auf dieser Strecke die meisten Hindernisse nicht geschafft habe. Das bedeutete im Umkehrschluss 180 Burpees für mich.

Aber nach insgesamt fast 5 Stunden konnte ich dann ins Ziel springen.

Und Shrimpmama tratscht entspannt im Hintergrund 😉

© sportograf

Fazit

Für mich waren diese 18 Kilometer ein Erlebnis. Grenzerfahrung war es noch keine. Für mich war es ein hartes aber schaffbares Rennen.

Deswegen such ich schon die nächste Herausforderung. Tirol, Spartan Super wir kommen.

Welche Herausforderungen setzt ihr euch? Oder ist euch der Alltag genug Herausforderung?

Euer Shrimphansi

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