Papa am Samstag

Wie sieht’s mit den Neujahrsvorsätzen aus? – oder: Abnehmen mit Leberkäse

12. Mai 2018

Zum Jahreswechsel habe ich vage angedeutet, dass ich wieder versuchen werde ein wenig Speck zu vernichten (nicht nur durch essen). In den ersten 4 Monaten hat das Abnehmen ganz gut geklappt und die ersten 9 Kilo (Gramm natürlich) sind weg. Deshalb möchte ich euch heute erzählen wie es mir ergangen ist. Und natürlich wie der Leberkäse ins Bild passt.

Fast ein guter Start

Wie erwähnt habe ich bei einem Neujahrsvorsatz das leidige Gewicht in Angriff genommen und das ganze sollte auch mittels Kontrolle vonstatten gehen (Was habe ich in der letzten Zeit erreicht und was hat nicht funktioniert). Gestartet bin ich in das neue Jahr mit einer 3-tägigen Fastenphase. Das hatte für mich zwar eher was mit dem Kopf zu tun, aber der daraus resultierende Gewichtsverlust (wie auch immer der sich dann zusammenstellte Fett, Muskeln oder Wasser) war dann auch nicht so schlecht.

Am dritten Tag war’s für mich am härtesten. Ich habe mir nämlich die mindestens 3 Tage Regel aufgebrummt. Und just am Tag 3 ging es dann bei mir los. Morgen kann ich endlich wieder essen. Jede Speise die mir an diesem Tag unter die Nase kam roch einfach himmlisch. Auch das Hundefutter für unseren Pelzibub schaffte es mir das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen (Lustig, dass es einem vor dem Gedanken einer herrlichen Mahlzeit ekeln kann).

Externer Motivator

Um mich selbst zu motivieren, brauche ich immer einen Grund warum ich etwas mache. Einfach nur für meine Gesundheit, oder für mein 40 jähriges ich kann ich keine Wunder vollbringen. So hab ich mich wieder für einen OCR (Obstacle Course Race) angemeldet. Das erste habe ich aufgrund eines 2017er Vorsatzes abgeschlossen und es hat mir direkt Spaß gemacht (eigentlich pervers).

Mein erster Ansatz war natürlich: Ich mach das nochmal nur mit einer besseren Zeit. Als ich dann bei der Anmeldung war fragte ich kurz Shrimpmama: „Soll ich mich für die nächste Distanz anmelden?“. Mit einem kurzentschlossenen „sicher“ war die Sache dann fix. Die Sache war nur, dass ich die Kurzdistanz nur mit Mühe geschafft habe und da ist der nächste Schritt schon eine Herausforderung. Und der Mai rückte näher.

Auf in den Kampf

So musste ich wohl oder übel trainieren. Im Februar ging es dann los mit dem Lauftraining. Ziel: 50 Minuten durchzulaufen. Ich merkte recht schnell, dass ich so einiges an Zeit mit meiner Familie liegen lies. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich zufälligerweise ein Interview mit Jocko Willink. Als ehemaliger Navy Seal gibt dieser Nachhilfeunterricht in Sachen Disziplin und propagiert frühes Aufstehen als „Geheimrezept“.

Das habe ich dann sofort umgesetzt und Shrimpmama hat mich nur schief angesehen. Ich möchte nicht genau wissen was sie sich dabei gedacht hat (Was hat ein Luftballon und der Kopf meines Mannes gemeinsam? oder sowas in der Art). Als der Wecker das erste mal um 5 mich aus dem wohligen Schlaf riss war ich überraschend motiviert. Das Laufgewand wurde geschnappt (obwohl Herr Willig empfiehlt dies bereits am Abend herzurichten) und es wurde eine Runde mit Pelzibub absolviert.

Der mit dem Vogel fängt den Wurm

Nachdem das zwei Wochen ganz gut funktioniert hatte schlich sich ein wenig Faulheit ein. Genaugesagt eine gute Woche vor dem angesetzten Rennen. Ich habe das wahrscheinlich auf die Rennvorbereitung geschoben (Ich kann ja die letzte Woche nicht mehr bis zur Erschöpfung trainieren). Ich stand eher gemächlich auf (wobei das noch immer um 05:20 herum war) und nahm ein Bad oder las ein Buch. In dieser Ruhephase geschah es dann, dass ich von einem Tag auf den anderen plötzlich weitere 2 Kilo verlor und mich auf den aktuellen Stand eines Verlustes von 9 Kilogramm brachte.

Da sieht man wieder, dass auch Regenerationsphasen wichtig sind (nur eben nicht zuviele). Aber was war nun mit dem Leberkäse? Den habe ich beinahe vergessen.

Punktuelle Ernährung

Im ersten Monat habe ich genau auf die zugeführten Kalorien geachtet (Kilokalorien um genau zu sein – immer diese Einheiten). In meinem ersten Jahresdrittel habe ich auf die Energiemenge in meiner Nahrung geachtet. In Monat zwei bin ich dann auf das Konzept des (Achtung schönes Wort direkt aus dem Englischen übersetzt) intermittierenden Fastens gestoßen. Klingt recht wichtig, ist aber nichts anderes als sich auf eine Nahrungsaufnahme auf einen Zeitpunkt oder eine gewisse Dauer festzulegen.

Ich habe hier eine Dauer von 8 Stunden gewählt und mich dann nur in diesem Zeitfenster ernährt. Da war es dann auch egal ob ich eine Käseleberkässemmel als Nervennahrung zu mir genommen habe oder brav war (Meist war ich nicht brav). Denn in diesem Zeitraum zuviel zu essen war für mich schwierig. Dieses Konzept verfolge ich aktuell zwar noch immer, aber nicht mehr so konsequent.

Fazit

Für mich ist eine gute Mischung aus Ernährung und Sport das beste Rezept. Klar könnte ich mit einem konsequenten Ernährungsplan und dem Weglassen der Leberkäsration noch bessere Erfolge feiern. Aber, dafür esse ich einfach zu gerne. Es ist ja nicht so, dass ich nur ungesundes Zeug esse. Shrimpmama versorgt mich netterweise auch mit gesundem Essen (und saugut auch noch dazu).

Mal sehen wie es weiter geht und wie ich bei meiner ersten Prüfung dastehen werde. Ich mach einfach die Augen zu und es wird schon nix passieren.

Euer Shrimppapa

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