Papa am Samstag

Schatz gehst DU einkaufen? oder: Im Lebensmittelsdschungel

26. Mai 2018

Shrimpmama erledigt meist unsere Einkäufe, denn sie hat alles im Überblick und weiß auch was wir benötigen. Und was mir bis heute unbegreiflich ist: Sie schafft das ohne Einkaufsliste. Trotzdem vergisst sie nur selten etwas (und wenn doch ist es meist ihre vegetarische Alternative zu meinem Fleisch). Typisch Mama! Trotzdem muss ich hin und wieder auch einkaufen gehen. Bei mir ist das nicht ganz so einfach.

Der erste Kontakt

Meine ersten Einkaufserfahrungen konnte (bzw. musste) ich in unserer ersten Zeit miteinander sammeln (In der Präpelzibub- und Präshrimpzeit). Von unserer damaligen Wohnung war das Lebensmittelgeschäft nur 300m weit entfernt. Diese Tatsache machte es Ines leicht mich schnell mal wegen ein, zwei Dingen ins Geschäft zu schicken. Ich kann mich da noch ganz genau an ein traumatisches Erlebnis erinnern.

„Mir ist der Essig ausgegangen, kannst du bitte einen holen?“

Natürlich kann ich einen besorgen. So schwer kann das ja nicht sein. Doch als ich im Supermarkt angekommen war, musste ich erstmals den Essig finden (und einfach danach fragen wär ja zu leicht gewesen). Nach 10 Minuten und nachdem ich 3 mal vorbeigelaufen bin fand ich dann die Stelle. Aber es gab keinen einzigen „Essig“. Da gab es Apfelessig, Weißweinessig, Balsam Essig (???), Balsamico Essig und mehr. Doch einen einfachen Essig gab es nicht.

Ein kurzer Anruf erledigte meine Misere, aber nicht ohne nochmal eine Diskussion auszulösen.

„Egal nimm einfach irgendeinen.“

Diese Aussage brachten ich nicht weiter, aber ich kannte ja meine zukünftige Frau ein wenig.

„Na, dann nehm ich den teuersten.“

„Nimm einfach irgendeinen Apfelessig!“

Damit konnte ich arbeiten, und nach einer halben Stunde war flink eine Flasche Essig gekauft. Zu spät, denn gekocht war mittlerweile bereits.

Ohne Liste geht nix

Anfänglich hat Ines ein paarmal einkaufen geschickt und mir nur die Einkaufsliste gesagt. Das hatte zur Folge, dass ich entweder nur mit der Hälfte zurückkam oder sie alle 10 Minuten anrief um nachzufragen ob ich was vergessen habe.

„So ich habe jetzt Milch, Eier, Butter, hab ich was vergessen?“

„Ja den Chinakohl“

„Chiiiinakooohl?“

„Der längliche Salat.“

„Ahh. ok.“

Langsam stellte Ines dann auf eine Einkaufsliste um.

Das deppensichere System

Mittlerweile nutzt Shrimpmama ein ausgeklügeltes System. Die Liste wird auf einer auf dem Smartphones geteilten Liste erstellt (So können auch während des Einkaufens noch Änderungen vorgenommen werden) und ich kann nicht auf das Mitnehmen der Liste vergessen (das wäre angeblich auch schonmal vorgekommen).

Der Clu an der Sache ist, dass meine Frau genau weiß, wo was im Markt platziert ist und organisiert die Liste danach. Ines verschiebt die Punkte in die Reihenfolge wie man normalerweise durch das Geschäft geht (ganz hat sie mich noch nicht unter Kontrolle – harharhar – glaub ich jedenfalls).

Dann kann ich ganz leicht einkaufen und wenn ich schon zu weit bin und mir was fehlt ist zumindest der Bereich eingegrenzt.

Bilder (oder zumindest Bildbeschreibungen) sagen mehr als 1000 Worte

Um der Chinakohlproblematik aus dem Weg zu gehen, schreibt meine Frau bei kritischen Produkten eine kurze Bildbeschreibung dazu. Das ergibt Einträge wie „Bierrettich – die weiße Gurke“ oder „Melanzani – das violette Ding“ etc. Das hilft mir dann die gewünschten Produkte schneller zu finden.

Mit den Zwischengängen ist das so eine Sache, denn manche Sachen findet selbst Mama schwer. Da sind zum Beispiel die Biskotten. Ich rätsle da jedes mal wo ich diese genau finden kann. Mit dem Hinweis „bei den Backsachen“ ist es zumindest keine Odyssee mehr.

Fazit

Ja ich gebe zu ich bin kein Talent wenn es um die Lebensmittelversorgung geht. Gottseidank hat Shrimpmama darauf reagiert und lässt mich gar nicht erst alleine einkaufen gehen (und wenn doch werden die Anweisungen für mich aufbereitet). So kann auch ein Mann ohne Supermarktkonzeptverständnis erfolgreich und mit einer gewissen Zeiteffizienz einkaufen gehen.

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