Erziehung | Mamakram

Warum mir Bewegung in Shrimpis Erziehung extrem wichtig ist

9. April 2018

Shrimpi ist nun schon über 15 Monaten. Sie entdeckt also seit ungefähr fünf Monaten die Welt nun auf ihren Beinchen. Und sie liebt es. Shrimpi ist ein Kind mit Hummeln im Arsch, wie wir hier so sagen. Ist das ein Grund zur Sorge? Nein. Ich finde es unglaublich wichtig und wir fördern Bewegung wo es nur geht.

Shrimpis Veranlagungen

Zugegeben ich selbst bin nicht die Sportlichste, aber dennoch gab es in meinem Leben immer Sport und jede Menge Bewegung. Mein Problem ist nur, ich esse halt auch ehr gerne 😉 Und bei Shrimphansi ist es ähnlich. Sport zählt zumindest seit seinem Erwachsenen Leben einfach dazu, nicht täglich, aber doch. Die letzten Jahre hat er überhaupt den Ehrgeiz für wahnwitzige Sportveranstaltungen entdeckt. Dennoch, auch er hegt eine Leidenschaft zu Essen und darum  ist auch Shrimphansi von der Gattung Waschbär-bauch.

Unruhige Seele

Hier am Land, wo jeder jeden kennt, kennt auch jeder im Umkreis Shrimpi. Lachend, laufend, tanzend. Da hören wir schon von so manchen: “ So eine unruhige Seele“. (Allerdings in unserem Dialekt: „So a unruige Sö 😉 )

Kaum hat Shrimpi mal ihren Hintern wohin geparkt steht sie auch schon wieder auf um zu erkunden, erforschen und zu entdecken. Ruhig liegen ist eigentlich nur angesagt, wenn Shrimpi schläft. Und auch da nicht die ganze Zeit.

Kein Grund zur Sorge

Wir finden Shrimpis Bewegungsdrang super. Sie absolviert täglich einen Spaziergang an der frischen Luft seit sie an einer Hand laufen kann. Unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Mittlerweile sind es meist sogar zwei Spaziergänge. Bis vor zwei Wochen verbrachte Shrimpi den Morgenspaziergang im Kinderwaagen, aber das lässt sie sich nun nur mehr für einen Teilabschnitt des Weges gefallen. Spätestens wenn wir zu Wald und Wiese kommen wird Shrimpi unruhig. Und ich lass sie natürlich auch. Wenn Shrimpi Bewegung will, darf sie sich auch haben.

Das hat für mich auch ein Stückweit mit Selbstbestimmung und Achtsamkeit zu tun. Stellt euch vor ihr dürftet euch nicht bewegen wann ihr wollt. Schreckliche Vorstellung.
Wir Mamas kennen das natürlich meist noch von der Babyzeit. Wenn die Minis endlich mal auf einem eingeschlafen sind und jede Bewegung einer Bombenentschäfung gleich kommt. Ja, da hält man schon mal länger ruhig und traut sich kaum zu atmen.

Auch wenn wir zu Hause sind und Shrimpi zeigt raus oder bringt ihr Gartengewand wird meist prompt reagiert und ihren Wunsch nachgekommen.

Denn unsere Meinung ist, dass jedes Kind mit Freude für die Bewegung geboren wird und es mit der Zeit nur verlernt bzw. es durch andere Entwicklungsphasen zurück gestellt wird.

Natürlich ist uns klar, dass Kinder in diesem Punkt stark variieren. Unser Shrimp ist eben auf der aktiven Polseite angesiedelt.

Wir wollen Shrimpi diese Freunde an der Bewegung keinesfalls nehmen. Denn Bewegung und Sport haben viele Vorteile und sind für die gesamte Entwicklung sehr wichtig.

Warum ist Bewegung für Kinder so wichtig?

Natürlich fördert Bewegung die Koordination und Geschicklichkeit, trainiert den Kreislauf, die Muskulatur und regt den Stoffwechsel an. Aber zusätzlich stärkt Bewegung die Knochen und steigert die Atemleistung.

Aber auch die Gehirnentwicklung wird gefördert. In Studien wurde gezeigt, dass Motorik und Sprachentwicklung deutlich zusammenhängen. Durch die neuen Erfahrungen die bei der Bewegung gemacht werden, werden im Gehirn neue Synapsen gebildet und die Vernetzung der einzelnen Gehirnregionen gefördert. Dadurch steigert sich die Wahrnehmungsfähigkeit und die Reaktion. Auch wird die Entwicklung aller Sinnesorgane gefördert.

Das sind jedoch nur die physiologischen Auswirkungen. Natürlich kann Bewegung mehr. Es fördert die soziale Fähigkeiten unserer Kinder. Durch gemeinsames toben und laufen lernen unsere Kinder Rücksicht aufeinander zu nehmen und sich an gewisse Regeln zu halten.

Glückshormone

Und Bewegung hebt die Laune. Nicht weil Kinder dann zu müde sind um einen Aufstand zu machen. Nein, durch Bewegung werden Noradrenalin, Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Diese Hormone heben die Laune, stärken das Selbstbewusstsein und fungieren als körpereigenes Belohnungssystem. Dadurch werden Glücksgefühl ausgelöst. Und genau das ist es was wir für Shrimpi wollen. Viele glückliche Momente.

Ja, manchmal ist es anstrengen. Aber ich will ehrlich sein: Mir schadet die Bewegung natürlich auch nicht. Und alles oben genannte gilt ja natürlich auch für mich.

Also liebe Mamis, Papas, Omas, Opas und wer hier noch aller so liest: Hintern hoch!

Viel Spaß beim Spielen, Klettern, Toben,

eure Shrimpmama

 

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: