Papa am Samstag

Papa wird im nächsten Leben Mama

3. März 2018

Letztens bin ich auf den Artikel „Im nächsten Leben werde ich Papa“ von 3fach Jungsmami gestossen und da fiel mir auch ein Artikel von Monstamoons mit einem ähnlichen Untertitel ein. Irgendwie scheint die Wahrnehmung der Mütter im Bezug auf uns Väter ein wenig verzerrt zu sein.

Naja auf der anderen Seite des Flusses ist es ja immer schöner. Ich räume heute mit diesen Hirngespinsten auf und erkläre euch wie die Wahrheit aussieht.

Warnung vorab

Bei diesem Artikel handelt es sich wieder um einen H.O.r.s.T (Habt Obacht: richtig satirischer Text). Das bedeutet, dass Nörgler und Besserwisser zwar recht, aber in diesem Fall keine guten Karten haben. Denn wer den folgenden Blödsinn kritisieren oder für bare Münze nehmen will ist selber Schuld und trägt auch selbst die Verantwortung dafür.

Die Wahrheit übers Papa sein

Ich bekomme immer Kopfschmerzen wenn ich lese, dass es Mütter einfach schwerer haben. Papa kann sich in der Arbeit verkriechen und entflieht dem familiären Leben. Mama bleibt allein mit den kleinen Terrorshrimps und hat die ganze Arbeit (Mama hat sie und Papa fährt nur hin).

Um einmal mit den Vorurteilen aufzuräumen möchte ich mittels dieses Artikels einmal aufklären, dass mein Leben als Papa kein Zuckerschlecken ist. Hier die Wurzel der 36 Gründe warum ich es als Papa nicht leichter habe (und auch ich im nächsten Leben Mama werden möchte – das mit der Geburt lass ich einfach weg).

1. Papa muss sich um nichts kümmern

Und er hat scheinbar alle Zeit der Welt. Papa haut früh am morgen ab und fährt in die Arbeit. Aber zuvor hat die pflichtbewusste Frau dem holden Mann noch Kaffee und Frühstück hergerichtet. Nach einem entspannten Tag in der Arbeit, kann Herr Papa sich noch entspannt mit dem lieben Shrimpi spielen.

Aber, nachdem ich aus der Arbeit komme (müde und abgekämpft), wird mir das Kind in die Hand gedrückt mit dem Kommentar: „Kümmere dich darum!“. Mach ich doch gerne, aber ein wenig Ruhe wär mal nicht schlecht (Mama kann ja schließlich auch ein Mittagsschläfchen halten, wenn der Shrimp ruht). Wenn ich aber dann trotzdem Zeit für mich haben könnte, müssen andere Arbeiten erledigt werden.

Papasein heißt, dass ich konstant Leistung bringen muss, zuhause und in der Arbeit. Pausen gibts nicht.

2. Papa kann ausschlafen

Ich kann nachts nur sehr schlecht schlafen. Das liegt nicht daran, dass ich einen schlechten Schlaf hätte, nein. Da der Shrimp noch immer nicht durchschläft und Mama auch nicht die leiseste beim Beruhigen ist, wache ich in diesen Phasen oft auf. Und dann wieder einschlafen zieht sich dahin.

Abgekämpft und müde von der harten Nacht hole ich morgens das Baby und kümmere mich um die Morgenroutine. Zähneputzen, wickeln, Frühstück zubereiten und so weiter. Natürlich legt Mama auch hin und wieder Hand an (Aber ich glaub ich mach da eindeutig mehr).

Als Papa kann man auch nicht ausschlafen.

3. Papa wird umsorgt wenn er krank ist

Ja, wenn ich krank bin kümmert sich Shrimpmama lieb um mich. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Männer sind keine Jammerlappen (zumindest wird nur in Maßen übertrieben). Diese evolutionäre Schutzmethode habe ich bereits umfassend in der Beschreibung der Männergrippe beschrieben.

Papas müssen umsorgt werden, da sie sonst sterben.

4. Als Mann sieht man die Dinge nicht so emotional

Shrimpmama beschwert sich oft, dass ich es leichter habe unserem Terrorshrimp mal etwas zu verbieten. Männer haben halt weniger Emotionen (stimmt zwar, tut aber nichts zur Sache) und können so unbeeindruckt der Krokodilstränen zu agieren.

Stimmt so nicht ganz. In der Welt der Papas gibt es auch in der Erziehung Platz für Logik. Wenn unser Shrimpi mal meint ihren Kopf durchsetzen zu können, kann ich ihr einfach Einhalt gebieten (mit einem Jahr ist das ja noch leicht). Die rebellischen Schreie und Tränen sind zwar ärgerlich, aber da muss man durch (In Gesellschaft ist das was anderes).

Der Papa muss für das hohe Ziel der Erziehung hart bleiben.

5. Papa kümmert sich nicht um den Haushalt

Zugegeben: Mama kümmert sich mehr um den Haushalt. Das liegt aber nicht daran, dass Papa faul ist. Shrimpmama geht die Sache nur sehr unpraktisch an. Mir ist es einfach nicht möglich Dinge zu erledigen, da wenn ich sie angehen möchte alles bereits erledigt ist.

Ich beschwer mich zwar nicht, aber es ist einfach nicht notwendig Bausteine dreimal täglich zu entfernen.

Papa geht die Sache pragmatisch an (wenn man ihn nur lässt).

6. Papa kümmert sich selten um das Baby

Auch dieser Punkt ist prinzipiell richtig. Das Problem ist nur, ich würde mich gerne mehr um unsere Kleine kümmern. Der Shrimp ruft halt meistens nach der Mama und will nur von ihr umsorgt werden. Da schau ich dann meist neidisch.

Aber in den unschönen Momenten ist es dann doch gut. Wenn sich unser Kind zum Beispiel in der Nacht nur von Mama beruhigen lässt, ist das für mich aber auch in Ordnung.

Fazit

Ich hoffe, dass ich mit einigen Irrtümern aufräumen konnte, um so ein richtigeres Bild vom Papasein in die Herzen der Mütter zu bringen. Als Papa erfüllt man viele Rollen (als Mutter auch, aber die drehen sich meist nur ums Kind). Diese Rollen (wie Papa, Ehemann, Arbeitnehmer, Freund, Sohn (und Schwiegersohn natürlich), Bruder, Schüler, etc.) müssen erfüllt werden.

Bei dieser Belastungen geht es mir wie bereits Eingangs erwähnt so: Ich hoffe ich werde im nächsten Leben Mama (unter der Einleitung beschrieben Auflage).

Liebe Grüße und H.O.r.s.T aus,
Euer Shrimphansi

  1. Hehe cooler Artikel…versteh deine Ansicht total! Mein Artikel war finde ich aber eh sehr reflektiert 🙂 …halt als Mama Sicht! ich schätze alle Papas sehr. ❤

    1. Danke!
      Ich habe deinen Artikel auch toll gefunden und stimmt beide Seiten hast wurden gut beleuchtet. Ich wollte trotzdem nur einmal darstellen, dass wir Männer es wirklich schwerer haben 🙂

      1. Klar!! Find ich super!! Es ist für beide Seiten oft nicht einfach aber zum Glück gibt es oft Mama und Papa (oder Mama und Mama/Papa und Papa) gemeinsam die dann das Leben rocken können!! ❤

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