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Wie lernen wir mit Krisen umzugehen? Unsere Psyche hat ein Immunsystem

5. März 2018

Wir als Eltern versuchen immer das Beste für unsere Kinder zu machen und unser und damit ihr Leben so zu gestalten das alles in günstigen Bahnen läuft. Leider gibt es auch Umstände die diese Ordnung aus den Bahnen wirft und einen Schatten über das Leben unserer Shrimps breitet. Aber hat das eigentlich immer schlimme Auswirkungen auf das restliche Leben? Wie können wir unsere Kids auf schwere Zeiten vorbereiten?

Diesen Fragen bin ich nachgegangen und habe ein paar Tipps für euch zusammengeschrieben.

Resilienz

Das Immunsystem der Psyche

Resilienz ist die Fähigkeit, die eigene Entwicklung trotz ungünstiger Umstände zu bewältigen.

Das wünschen wir uns natürlich alle. Wenn einem das Leben schon Zitronen gibt, dann sollte man wenigstens mit ihnen jonglieren können – oder wie war der Spruch? 😉

Wie kommt es zu Resilienz?

Die lieben Gene

In Studien fand man heraus, dass die Persönlichkeitseigenschaften von Kindern dafür verantwortlich sind, dass es zu vielen positiven Erfahrungen kommt. Diese positiven Erfahrung können stressreiche Erlebnisse ausgleichen oder das Risiko für diese negativen Abschnitte reduzieren.

Kinder die Hobbys nachgehen, welche unter Gleichaltrigen sehr beliebt sind, erfahren schneller Anerkennung durch Freunde und Bekannte. Das kann dann dazu führen, dass belastende Situationen zu Hause besser ausgeglichen werden können.

Die Gene alleine sind aber nicht der einzige Faktor. Also können sie auch nicht als Ausrede genutzt werden. Nicht vergessen: Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied. Denn ein Großteil der genbedingten Persönlichkeitseigenschaften können durch unsere Handlungen und Erfahrungen beeinflusst werden. Je nach Anlage kann das natürlich günstig oder ungünstig sein.

Generell sind Kinder die von Natur aus unbekümmert und aufgeschlossen sind besser gegen schlechte Erfahrungen gewappnet. Sie sehen Erfahrungen meist positiv und können sich schnell und leichter auf Neues und Ungewohntes einstellen. Dadurch erfahren sie meist auch mehr Unterstützung aus dem Umfeld. Denn einem liebes Kind unterstützt man häufiger als ein grantiges.

Wenig überraschend ist es, dass eine warmherzige Beziehung zu den Eltern Resilienz fördert. Für Kinder ist es wichtige mindestens eine enge Bezugsperson zu haben die sie unterstützen. Dabei ist es wichtig an das Kind angemessene Erwartungen zu haben und es in seinen Belangen situationsangepasst zu unterstützen und fördern. Eine Familie auf die wir uns verlassen können und die wir als sicheren Hafen ansehen, lässt uns leichter schwere Zeiten ertragen.

Rund herum

Natürlich ist es auch wichtig außerhalb der Kernfamilie Unterstützung zu erfahren und gute Beziehungen zu führen. Seien ist hilfsbereite Großeltern, Freunde oder auch Nachbarn. Aber auch die Umgebung in der wir leben ist nicht außer Acht zu lassen. Alles was gut für Eltern und Kinder ist trägt zur Resilienz bei. Also Schulen mit guten Lehrern, genügend Betreungsmöglichkeiten oder passende Freizeitmöglichkeiten tuen ihr übriges.

Hier spielen also die Gene und unser eigenes Handeln zusammen und können ein starkes Immunsystem für unsere Psyche schaffen. Leider sind diese Faktoren keine Garantie dafür nie in eine Krise zu stürzen aus der wir nicht mehr heraus finden, aber immerhin ermöglichen sie uns eine Chance.

Wir Erwachsenen haben meist schon unsere Strategien wie wir mit Stress und schlechten Erlebnissen umgehen. Unsere Kinder müssen es erst aber lernen. Wer wenn nicht wir und ihr gesamtes Umfeld können und sollten sie dabei unterstützen. Ja, es ist eine schwierige Aufgabe, aber es lohnt sich alle mal.

Diese Herausforderung sollte für uns Erwachsenen außerdem gleichzeitig der Anlass sein unsere eignen Strategien zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren. Denn die Vorbildwirkung ist unumstritten und gestärkte Eltern sind das Um und Auf.

In diesem Sinne

Seid wachsam, reflektierend und vor allem gesellig 🙂

Eure Shrimpmama

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