Erziehung | Mamakram

Schluss mit Busen! Wir haben abgestillt!

12. März 2018

Ich dachte schon ich stille bis Shimpi die Matura hat. Naja, hat ja auch seine Vorteile so ein Milchshot kurz vor der Matura 🙂

Wie ihr vielleicht schon gelesen habt versuche ich ja schon länger stillfrei zu werden. Doch irgendwie spielte da Shrimpi nicht ganz so mit wie ich mir das vorgestellt hatte. Besonders als ich noch keinen Shrimp hatte. 😉 Aber jetzt haben wir es geschafft. Gemeinsam. Darum hier unsere Abstillgeschichte.

Als Nichtmama war ich immer der Meinung, dass ich mein Kind mit sechs Monaten abstille. Naja jetzt hat es doch vierzehn Monate gedauert und es hat gut gepasst.

Der erste Schritt

Der erste Schritt Richtung „kein Busen für Shrimpi“ war, neben der Beikosteinführung, das Weglassen des Einschlafbusens. Zugegeben, das war schon praktisch. Busen an, Shrimpi aus. Aber mit zirka acht Monaten, ließen wir diesen Schritt weg. Schon zuvor gewöhnten wir Shrimpi an einige Abendrituale, damit ihre Welt nicht ganz auf den Kopf gestellt wird. Und das funktionierte eigentlich ganz gut. Natürlich haben wir zu dieser Zeit auch den Abendbrei eingeführt, den Shrimpi dann gierig verschlang. Allerdings hielt dieser nicht die ganze Nacht satt, so pendelte ich immer wieder nachts zu Shrimpi und da gab es dann noch Mamas Bar.

Automatische Reduktion

Anfänglich mochte ich es nicht recht glauben, dass sich die Trinkhäufigkeit und Menge von alleine reduzieren sollte. Tagsüber klappe es schon längst wunderbar. Ganz selten mal das da Milch eingefordert wurde. Schließlich ließen wir es mit acht, neun Monaten tagsüber ganz weg. Aber mit ungefähr einem Jahr war es bei Shrimpi tatsächlich so weit. Meist forderte sie nur einmal nachts noch einen Milchcocktail ein. Und siehe da. Es wurde dann hastig ein paar Minuten gesaugt und vorbei die Freude. Dann durfte Shrimpi wieder ins Bettchen verfrachtet werden. Genaugenommen bestand sie eigentlich darauf.

Wir wollen keine Fläschchen!

Vorweg will ich sagen, Shrimpi war Fläschchen – Hasser. Kein Fläschchen oder Schnuller durfte ihr nicht zu nahe geraten, sonst gab es immer heftige Proteste. Shrimpi ist heute noch erstaunt wenn sie Kinder mit Schnuller sieht. Sie hat zwar einem zum Spielen, aber damit wird eher das Auf- und Zumachen geübt und manchmal darauf herumgebissen. Wir probierten es immer wieder mit Fläschchen und den verschiedensten Inhalten. Ohne Erfolg.

Meine Chance

Mit dreizehn Monaten mussten wir bei Shrimpi einen Bluttest machen lassen. Den unglücklicherweise ist sie Neurodertmitis geplagt. Heraus kam eine Kuhmilchallergie. Dazu ein ander Mal mehr. Hier sei nur kurz erwähnt, dass wir auf andere „Milchsorten“ umsteigen mussten.

Als ich sah wie gierig Shrimpi Mandelmilch bei einem Besuch von Opa verputze, wagte ich das Experiment ihr Mandelmilch abends im Fläschchen anzubieten. Und siehe da. Halleluja! Es funktionierte wunderbar. Am nächsten Abend machte ich aus der Mandelmilch einen flüssigen Grießbrei den Shrimpi aus dem Fläschchen nuckeln konnte und unsere Welt war in Ordnung.

Der Wendepunkt

Durch diese Wendung war dem Abstillen nichts mehr im Wege. Außer Mama vielleicht. Irgendwie traute ich mich nicht gleich drüber Shrimpi das Fläschchen auch nachts, wenn sie aufwachte, anzubieten. Das dauerte ein paar Wochen. Aber schließlich nahm ich all meinen Mut zusammen. Und sie da. Kein Problem.

Anfänglich traute ich zwar dem Frieden noch nicht, aber mittlerweile sind es drei Wochen. Nur als Shrimpi letzte Woche starken Schnupfen hatte hat sie es ein-, zweimal probiert sich Mama’s Medizin zu stibitzen. Aber konnte es auch gut annehmen, dass ich ihr das Fläschchen stattdessen angeboten habe.

Neue Probleme… ähm ich meine Herausforderungen

Eigentlich ist es nicht ganz neu. Das leidige Papaproblem. Shrimpi lässt sich von Papa schon mal Morgens aus dem Bett holen und zu Mama transportieren. Schlägt der Transporter jedoch eine andere Richtung ein, etwa auf die Kinderzimmercouch und greift dann auch noch zum Fläschchen hört sich der Spaß für Shrimpi auf. Nach spätestes fünf Minuten taucht dann auch Mama auf und übernimmt das Terrorshrimpi.

Also heißt das nächste Ziel: Papa lernt Fläschchen geben und Mama haltet das aus. Ich werde berichten. 😉

Unser Schlußgedanke

Ich glaube nicht, dass Kinder von alleine aufhören zu trinken (natürlich von einigen Ausnahmen abgesehen). Aber es gibt definitiv einen Zeitpunkt ab dem die Kinder bereit dazu sind. Dann muss man nur noch den Zeitpunkt finden an dem auch die Mama dazu bereit ist und das Projekt kann starten.

Denn eines ist für mich fix, wenn sich die Mama da nicht hundertprozentig sicher ist wird Shrimpi es auch nicht sein. Härtefälle gibt es da aber bestimmt auf beiden Seiten.

Wie war es denn bei euch? Ähnlich oder ganz anders? Oder habt ihr garnicht gestillt, wie war es dann mit dem Fläschchen abgewöhnen?

Also, viel Glück auf euren Weg!

Eure Shrimpmama

 

  1. Bei Oliver ging das auch alles ganz easy, immer weniger und mit 13 Monaten war ich mal später daheim und bäm, abgestillt. Da war ich richtig traurig, aber jetzt im Nachhinein weiß ich, dass es toll war! Die Kleine lässt sich da nicht so einfach lumpen, wir waren unter tags auch schon busenfrei, mittlerweile will sie wieder öfter und lässt sich nicht immer ablenken. Nachts ging es nie ohne. Einschlafen auch nicht. Wir forcieren es, probieren es immer wieder, aber noch ist sie nicht soweit. Bin gespannt ob ich am ersten Schultag noch stille :-p lg Ulli

    1. Ja hab schon an euch gedacht. Und mir ist es schon ewig vorgekommen. Aber eure Zeit kommt auch bald. Ich drück dir die Daumen. Sonst musst du halt ab und zu in der Pause in die Schule fahren 😉😚

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