Mamakram

Muttermilch das Allheilmittel

12. Februar 2018

Ich halte euch ja immer wieder auf dem Laufenden bezüglich Stillen und Abstillen. Das läuft ja so mäßig. Naja, immerhin trinkt Shrimpi nur noch einmal. Also ich glaube wirklich, dass ein Ende in Sicht ist. Shrimpi war letzte Woche krank und da war ich das erstmal seit langem froh, dass ich noch stille.

Muttermilch als Nasentropfen

Schon als Shrimpi noch ganz klein war, also mit vier, fünf Monaten hatte sie sich damals einen Schnupfen eingefangen. Und noch bevor ich in die Apotheke fuhr, tropfte ich ein paar Tropfen Muttermilch in das kleine Näschen. Das hat hervorragend funktioniert. Die Schleimhäute schwellten etwas ab und Shrimpi bekam wieder besser Luft. Seit damals wird Muttermilch im Hause Shrimpskrams als Wunderwaffe eingesetzt.

Muttermilch als Augentropfen

Natürlich wandte ich das gleiche Prinzip bei einer Bindehautentzündung an und wieder ein voller Erfolg. Augentropfen waren nicht mehr nötig und die Entzündung war im Nu weg.

Die Influenza hat zugeschlagen

Als uns letzte Woche die Grippe dahin raffte war es wiedermal so weit. Muttermilch im vollen Einsatz. Aber natürlich nicht wirklich als Medikament. Das wäre mir bei so einer ernsten Erkrankung doch zu heikel gewesen. Aber als Ersatznahrung tat die gute alte Mumi es alle mal. Denn Shrimpi hätte auf Grund des hohen Fiebers nie ausreichend gegessen und getrunken. Aber dem leckeren Tropfen aus Mamas Bar konnte sie nicht einmal im größten Fieberdelirium widerstehen.

Und so dufte Shrimpi ausnahmsweise seit langem wieder mal nach Bedarf ihrer Liebelingsspeise frönen. Der eindeutige Vorteil war, dass ich mir keine Gedanken um Austrocknung oder anderen Nährstoffmangel machen musste. Shrimpis Halsentzündung ging dadurch recht rasch zurück und auch der Kinderarzt war überrascht vom verhältnismäßig guten Zustand trotz Grippe.

Einen gravierenden Nachteil hatte die Muttermilchernährung allerdings schon: Shrimpi forderte noch einige Tage nachdem die Grippe schon längst wieder das Weite gesucht hatte, täglich ihre zwei bis drei Portionen. Und wenn ich ihr diese natürlich verweigerte reagierte sie mit richtig schönen Trotzanfällen. Aber was soll’s. Da mussten wir halt durch.

Aber warum hilft Muttermilch eigentlich?

In der Muttermilch befinden sich die Abwehrstoffe die die Mutter schon auf Viren und Erreger gebildet hat. Auch wenn dieser Erreger bei der Mutter keine Krankheitssymptome hervorgerufen hat, werden Abwehrstoffe gebildet und den Shrimpis Freihaus geliefert.

In Studien wieder im Moment sogar untersucht, ob auch Abwehrstoffe gebildet werden auf Erreger die nur die Babies brauche und die Mutter nicht. Intelligente Abwehrstoffproduktion sozusagen. Bei dem was unser mütterlicher Körper alles kann ist es ihm durchaus zuzutrauen finde ich.

Im Moment wird auch der Komplexzucker untersucht. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Muttermilch. Ein Fünftel der Muttermilch besteht daraus. Er kann allerdings nicht von uns verdaut werden.

Wofür ist Komplexzucker dann gut? Laut Forscher von der North Carolina State Universität bereitet dieser einerseits den Darm unserer Lieblinge ideal für eine perfekte Immunabwehr vor, indem er die Bifidobakterien optimal bewirtet. Es wird aber auch vermutet, dass der Komplexzucker als eine Art Falle für schädliche Viren und Bakterien dient. Er ahmt nämlich die Oberfläche der Zuckerstruckturen menschlicher Zellen nach. Bakterien und Viren lieben diese Oberfläche und binden sich nur zu gerne an sie. Darum wird vermutet, dass diese Imitation der Komplexzucker auf sich nimmt um als Falle zu fungieren. Ziemlich schlau von unserem Körper.

Fazit

Na wie dem auch sei. Muttermilch ist ein wahres Wundermittelchen. Natürlich ersetzt es bei ernsten Erkrankungen keinen Arzt und keine Medikamente, aber als kleines Helferchen für Mama ist sie doch ganz praktisch. Irgendetwas müssen wir ja auch von dem ganzen Gestillt haben. Und wenn es „nur“ das ist, dass es unseren Shrimpis schneller wieder besser geht , wenn sie sich schon irgendetwas eingefangen haben.

Ich hoffe ihr und eure Kiddies seid alle gesund, trotz umgreifender Grippewelle!

Eure Shrimpmama

Wie Papa das Ganze mit der Muttermilch sieht konntet ihr ja schon am Samstag lesen:)

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