Papa am Samstag

Mama will Zuneigung – Papa bekommt sie

27. Januar 2018

Nur noch ein paar Schritte, dann bin ich zuhause. Voller Freude öffne ich die Tür. Wobei – die Freude ist nur innerlich, denn die Tür muss ich langsam öffnen. Sobald die Tür einen spaltbreit offen ist steckt nämlich schon eine Schnauze in jenem Spalt.

Dann heißt es die Tür kontrolliert weiter zu öffnen, denn dahinter steht schon das Shrimpi und lacht mich an. Vorsichtig beuge ich mich zu Pelzibub um ihn langsam zu beruhigen. Das ist nicht leicht. Voll Freude wedelt der Schwanz mit dem vorderen Hund. Shrimpi ist in Gefahr umgeworfen zu werden. Darum schnappe ich mir meine Tochter und erhalte sofort ein Bussi.

Ich freue mich über die Zuneigung, aber Mama bekommt keine.Hundeprozentig

In meiner Familienfunktion als Herrchen ist es sehr ähnlich. Denn unser Pelzibub sieht mich als den Rudelführer (was natürlich der Wahrheit entspricht – auch wenn’s nur Pelzibub so sieht). Frauchen kommt ihren Aufgaben (oder besser gesagt ihren Pflichten) natürlich nach. Am allerschönsten ist es für Jarvis, wenn ich bei den Spaziergängen dabei bin.

An Wochenenden und hin und wieder am Abend kann Jarvis sich so entspannen und die Gassirunden genießen. Herrchen gibt ja auf alle acht. Und ich werde dann daheim vom Pelzibub „entlohnt“. Aber nicht nur wegen der Spaziergänge, nein. Denn Pelzibub weiß auch, dass ich veranlasse, wenn Frauchen ihm ein leckeres Fleisch gibt (obwohl ich öfters dem Frauchen abrate ihm ein Leckerli zu geben).

Und richtig – Mama (ähem – Frauchen) hat nichts von der gespendeten Zuneigung. Das Hundeleben ist eben nicht immer fair.

Mumhänglich

Es war für mich anfangs schwer. Unser Shrimpi ließ sich nur von ihrer Mama beruhigen (das ist noch immer so). Wenn ich unsere Tochter einmal kuscheln wollte, war das für Shrimpi eher eine Strafe (zumindest fühlte es sich so an). Bei Mama war das etwas ganz anderes.

Zugegeben als frisch gebackenes Baby wars ihr noch egal, aber diese Zeit verging mir viel zu schnell. Wenn ich am Abend aus der Arbeit kam waren meine Kuscheleinheiten notwendig. Aber dann in der Karenz wollte Shrimpi mich dann nimmer (außer als Gehilfe, aber kuscheln war undenkbar).

Beim Schlafen war das sehr angenehm. Bevor das Shrimpi im Gitterbett schlief lag sie die Nacht über auf Mamas Hals (Ausgenommen wenn sie gerade an der Brust hing). Wenn ich mich mal als Schlafstätte opfern wollte, gab es immer lautes Geschrei. Also ging es wieder zurück zur Mama.

Bussis für Papa

Mittlerweile ist die Maus wieder ein Papakind. Auch wenn sie gerne auf der Mama herumklettert. Papa ist immer eine gute Alternative und da Papa keine Selbstverständlichkeit ist, muss Papa auch mit einem Bussi belohnt werden. Da schaut Shrimpmama schonmal traurig drein.

Ich denke, dass sich das auch wieder aufhört und auch Mama ihre verdienten Küsse bekommt. Aktuell genieße ich es natürlich. Denn die Zeit geht bald wieder vorbei und dann ist wieder Mama die Heldin (hoffe ich zumindest für sie).

Euer Shrimphansi

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