Papa am Samstag

Vorsätzlich in Richtung 2018

30. Dezember 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für eines von zwei Dingen. Da meine Frau bereits eines der Beiden abgedeckt hat findet ihr nun den Ausblick eines hochmotivierten Papas. Lasst die Vorsätze beginnen. Also das gleiche Programm wie im vorigen Jahr. Oder wird’s heuer anders?

Was wird anders?

Nichts wird anders, warum soll ich etwas versuchen was dann ohnehin nichts wird? Vor allem ist es ja ein Schwachsinn bis zum Anfang eines Jahres zu warten bis man eine unterstützende Mitgliedschaft im Fitnesscenter beantragt. Wenn ich etwas ändern will soll sofort damit angefangen werden.

So zumindest die Idee. Einfach ist das aber ohnehin nicht. Das hat jede Änderung so an sich, nicht einfach zu sein. Deswegen finde ich es trotzdem sinnvoll sich zumindest an der Änderung zu versuchen. Denn ohne jeden Versuch gibt es wahrscheinlich auch keine Aussicht auf Erfolg. Selbst beim Lottospiel muss zumindest ein Tipp abgegeben werden und trotz verschwindend geringer Wahrscheinlichkeit spielen viele trotzdem regelmäßig.

Auf den Einsatz kommt es an

Warum also nicht zumindest ein wenig Willenskraft investieren. Und wenn man ein wenig mehr Risiko eingehen will, auch etwas Zeit und/oder Geld. Es soll aber bei ein wenig Risiko bleiben, denn wenn der Einsatz zu hoch angesetzt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit des Strohfeuers.

Ich bleibe kurz beim Lottospielen. Wenn ich einen Tipp abgebe steigere ich meine Chance von „Null“ auf „verschwindend gering“. Jeder weitere Tipp ändert (absolut gesehen) nichts  an der Gewinnchance. 20 mal „verschwindend gering“ bleibt „verschwindend gering“. Das Einzige was sich substantiell erhöht ist der Einsatz.

Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Aktivitäten, wie Sport. Wenn ich mir vornehme 7x die Woche zu trainieren wird’s schwierig. Also gehe ich es in Maßen an, aber ich gehe es an.

Pack mas

Denn wie schon eingangs erwähnt: Ohne Versuch auch keine Aussicht auf Erfolg. Da wär auch schon wieder das nächste Hemmwort: Der Versuch. Ja, warum denn nicht? Machen! Wenn wir etwas erreichen wollen, dann sollen wir etwas machen und nicht etwas versuchen.

Das Problem an dieser Haltung ist meiner Meinung nach (und tausende Motivationscoaches werden mir da widersprechen) folgendes: Ich kann nicht machen, wofür mir die Erfahrung, oder das Können im aktuellen Moment fehlt. Oder eben, wenn ich mir in dem Moment nicht sicher bin ob ich es schaffen werde (Aufschrei! Ja gerade deswegen soll man ja doch Macherhaltung einnehmen).

Liebe Coaches!

Ich verstehe euren (prinzipiell) positiven Ansatz. Nur wenn das Versuchen in den letzten Jahren nicht zum Erfolg geführt hat wirds im neuen Jahr trotz der Einstellung auch keinen Unterschied machen. Ich schlage einen Kompromiss vor. Lasst uns versuchen eine Änderung zu machen.

Ab in die Vergangenheit

Und meiner Meinung nach muss ich die Änderung in der Vergangenheit beginnen. Nämlich bei den Vorsätzen der letzten Jahre. Was habe ich mir vorgenommen und was habe ich dann gemacht? War meine Zielsetzung zu forsch?

Ich nehm mal das Rauchen als Beispiel: Wurde ein kalter Entzug probiert? Oder war auch die langsame Entwöhnung nicht durch Erfolg belohnt? Was hat und was hat nicht funktioniert. Ich muss meine neuen Vorsätze zumindest so ändern, damit ich nicht die alten, erfolglosen Ansätze kopiere. Denn der alte Albert hatte schon gesagt:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Ein kluger Mann dieser Albert. Also: Wurde ein Vorsatz schon einmal angegangen, dann  wird die Methode verändert. Wenn schon alles probiert wurde, dann will ich vielleicht nichts ändern. Aber wofür gibt’s denn neue Jahre? Sicher nicht (nur) für die Kalenderindustrie.

Wo war ich?

Ach ja – ich will Änderung in mein Leben bringen. Denn Stillstand ist der Tod und wenn ich nichts mache (ok -Punkt an die Coaches) dann wird etwas mit mir gemacht. Und das will ja nur ein langsam in den Mühlen des Lebens zerriebener Märtyrer.

Verdammt! Schon wieder abgeschwiffen

So – jetzt habe ich lange um das Wie herumgeschrieben. Das Was fehlt nur noch. Ich denke, bei mir wird’s einer der Klassiker: weniger Gewicht, weniger Süßes, weniger Alkohol, oder mehr Sport. So sicher bin ich mir da noch nicht (ich hab ja noch massig Zeit mich festzulegen).

Vor allem dürfen die neuen Ziele nicht Zeit vom Familienleben nehmen. Ein wenig ist ja ok, aber ich will ja meine Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich denke aber, dass sich vieles kombinieren lässt.

Und da ich von den letzten Versuchen weiß, dass spätestens mit Februar die Motivation nur mehr als Spurenelement vorhanden ist, werden in diesem Jahr Kontrolltermine eingeführt. Im Kalender werden so monatliche Termine eingefügt in denen mein Fortschritt dokumentiert wird.

Dokumentation und Kontrolle

Was habe ich im letzten Monat erreich, oder auch nicht erreicht. Was war gut, was war zu viel, oder zu wenig. Und wie wird das nächste Monat angegangen. So soll erreicht werden, dass ein Versagen nicht langfristig durchgesetzt wird, sondern in mehreren Stufen möglichst verringert wird.

Die Motivation kann normalerweise für den Monat aufrecht gehalten werden. Und auch wenn nicht, wird im nächsten Kontrollschritt neue Motivation geschöpft (zumindest so der Plan). Man versagt ja nur, wenn man endgültig aufgibt. Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn man innerhalb des Jahres das Ziel ändert. Statt zu trainieren lese ich mehr Bücher (zum Beispiel halt – wobei sich das mit Shrimpi noch schwieriger durchsetzen lässt).

Und am Besten gelingt das, wenn man es als Team angeht (auch wenn es nicht die gleichen Ziele sind). So kann man sich im Laufe des Jahres immer wieder gegenseitig motivieren.

Und wenn alles klappt (positiv denken hilft ja angeblich), kann ich die nächste Änderung ja auch unterjährig angehen.

Abschließend

Meine Methode für dieses Jahr besteht nun aus den folgenden Schritten:

  1. Was will ich ändern
  2. Wie will ich das schaffen
  3. Kontrollschritte einführen
  4. Sich gegenseitig auf den Nerv gehen (wenn möglich)

Als Nachsatz zu den Vorsätzen

Ganz egal wie ihr zu den Vorsätzen steht. Ob ihr welche habt oder eher die Coachmeinung vertretet. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches (wie man das auch immer definieren mag) 2018.

Euer Shrimphansi

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