Mamakram

7 Sachen, die ich mir nie gedacht hätte bevor ich Mama wurde

16. Oktober 2017

Ich liebe den Herbst. Die Blätter färben sich wunderbar gelb und rot. Die Natur zieht sich schön langsam zurück und alles bereitet sich auf den Winter vor. Immer wieder zieht es uns da raus in die Natur. Bei all den langen Spaziergängen komme ich natürlich viel zum Nachdenken und zum Gedanken über über mich und die Welt zu machen.
Wieder mal wurde mir bewußt, dass Shrimpi einiges geändert hat. Darum habe ich euch mal zusammen geschrieben, was ich mir in Vorshrimpzeiten niemals erträumt hätte und nun ganz normaler Mamaalltag ist.

7 Mamadinge die ich mir zuvor nie gedacht hätte

1. Ich achte viel bewußter auf unsere Umwelt

Natürlich habe ich das auch davor getan, aber nun ist es mir einfach noch wichtiger nachhaltig zu leben. Das macht mich ja fast schon zu einer Ökomama, wie treue Leser bestimmt schon wissen. Ich hätte mir davor nie im Leben gedacht, dass ich mal mit Stoffwindeln wickeln werden „nur“ um die Umwelt zu schonen. Aber jetzt ist es selbstverständlich für mich. Shrimpi soll ja eine weitgehend intakte Umwelt auch noch in einigen Jährchen genießen können und da nehme ich ein paar Waschladungen mehr schon gerne in Kauf.

2. Auch eine Neuheit, ich achte ziemlich streng auf meine Ernährung.

Auch eine Neuheit, ich achte ziemlich streng auf meine Ernährung. Nein, ich habe davor nicht wie wild alles was ich wollte in mich hineingestopft. Aber um ehrlich zu sein, auch nicht unbedingt auf ausgewogene Ernährung geachtet. Ich bin schon fast mein ganzes Leben lang Vegetarierin und habe dadurch den einen oder anderen Mangel entwickelt. Früher egal, heute nicht mehr.

Außerdem beeinflusst Shrimpi alleine durch ihre fünf Mahlzeiten mein Essen. Ich bin ja verantwortlich für eine ausgewogene und gesunde Kost, aus Obst, Gemüse, Fleisch und Kohlenhydrate. Naja und da sie beginnt bei uns mit zu essen, muss ich natürlich unser Essen auch passend gestalten. Nicht zu vergessen unsere Vorbildwirkung.

3. Sport gehört da natürlich auch dazu.

Papa hat ja schon berichtet. Ich bin eigentlich schon immer ein Sportmuffel. Als Kind und Jugendliche hab ich zwar die üblichen Sportarten wie Reiten, Ballett und so gemacht und das auch gerne, aber irgendwann waren Freunde und Ausgehen wichtiger. Seit dem bin ich um keine Ausrede verlegen wenn es um Sport geht. Ab und zu mal laufen, aber das konnte ich im Jahr an einer Hand abzählen. Die Spaziergänge und Wanderungen mit Pelzibub zählen da natürlich nicht dazu, das zählt für mich irgendwie nicht als Sport.

Jetzt wo ich schön langsam unseren Alltag mit Baby im Griff habe, liegt es mir natürlich am Herzen auch in diesen Belangen ein Vorbild zu sein. Zweimal die Woche steht nun Laufen am Programm. Zugegeben ich bin erst in Woche drei, aber ich halte euch auf den Laufenden 😉

4. Die Vereinsamung

Schon vor den Mutterschutz befürchtet und auch tatsächlich ein bisschen eingetroffen: die Vereinsamung. Natürlich bin ich es nicht gewohnt so viel „alleine“ zu sein. Zuvor war ich ja ständig unter Menschen, das ist seit Shrimpi unser Leben bereichert nicht mehr so. Nein, Shrimpi und Pelzibub zählen nicht, ein Dialog mit ihnen ist meist mühsam und bei Diskussionen verliere ich ohnehin.

Es ist nicht so, dass mir fad wäre, ich habe nur deutlich weniger Sozialkontakt als in Vorshrimpzeiten. Das ist einer der Gründe warum ich euch wöchentlich am Blog voll labere. Und dass sich so mancher Nachbar vor mir versteckt, wenn er mich mit Shrimpi und Pelzibub kommen sieht 🙂

5. Die Liebe

Ich wußte, dass  die Liebe zu einem Kind nochmals eine ganz andere ist als alle anderen Arten von Liebe. Aber erst jetzt kann ich auch die Dimensionen abschätzen. Unglaublich.

6. Die Nächte

Noch so ein Ding ist die Nachtruhe. Ich war nie sonderlich gut im Schlafen. Das leiseste Geräusch und ich wurde munter. Einmal hat Shrimphansi ein Blatt Papier im Schlafzimmer fallen gelassen und ich bin zu seinem Schrecken plötzlich hellwach im Bett gesessen. Okay, zugegeben, ich habe ihn natürlich auch angemozt, warum er mitten in der Nacht so einen Lärm veranstaltet. Aber dennoch habe ich meinen halbwegs ungestörten Schlaf immer genossen. Und eigentliche brauche ich auch recht viel Schlaf. Irgendwie logisch, wer leichter schläft braucht einfach mehr davon, oder? Naja, egal. Seit Shrimpi da ist hab ich nie länger als 3 Stunden am Stück geschlafen. Und das sind jetzt bald schon zehn Monate. Unglaublich. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich so lange Schlafentzug aushalte. Ist das nicht sogar eine Foltermethode? Jedenfalls macht es mir gar nicht großartig was aus. Meistens zumindest. Nur zwei Babyalarme in der Nacht ist sogar schon richtig erholsam mittlerweile.

Und ich glaube noch immer, dass durchschlafende Babies ein urbaner Mythos sind.

7. Neulich waren wir in einer Therme.

Soweit nicht ungewöhnlich, das haben wir in Vorshrimpzeiten alle zwei Monate gemacht. Allerdings immer mit einem schiefen  Blick auf den unglaublich lauten Kinderbereich auf unseren Weg in den Erwachsenenbereich. Meist kopfschüttelnd und unverständnisvoll fragten wir uns immer, warum sich das Eltern antun.

Jetzt weiß ich es, es macht den kleinen Menschleins mega Spaß und lässt jedes Elternherz höher schlagen. Außerdem stellten Shrimphansi und ich fest, dass es uns gar nicht aufgefallen wäre, dass es dort laut war. Aber es war bestimmt laut. Ziemlich laut sogar. Aber ich glaube, die Natur hat es so eingerichtet, dass wir mit der Geburt unserer Kinder automatisch auch lärmtoleranter werden. Stellt euch vor, das wäre nicht so, das wäre ja nicht auszuhalten.

Die Änderungen

Und so verändert sich ein Leben Stück für Stück. Nicht nur oberflächlich, sondern wirklich in die Tiefe gehend. Und das ist gut so, das macht uns zu besseren Eltern und mich auch zu einem besseren Menschen. Schön irgendwie wenn ich auf mein früheres Ich zurückblicke und es mich zum Schmunzeln bringt. Schöne Singlewelt, die da hinter mir liegt, aber eine  noch schönere Mamawelt die vor mir liegt.

Wie haben eure Lieblinge eure Gedanken und Einstellungen beeinflusst? Auch so, ganz anders oder gar nicht?

 

Eure Shrimpmama

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