Papa am Samstag

Vorbildich – oder: Erziehen mit guten Beispiel voran

16. September 2017

Über alles kann man sich sorgen oder sich über Dinge Gedanken machen. Wird mein Kind Freunde finden, wird es gut (oder auch sehr gut) in der Schule sein oder kommt es eventuell auf die schiefe Bahn? Um diese Sorgen zu bedienen gibt es natürlich zig Bücher, welche helfen wollen frischen Eltern auf den rechten Weg zu führen. Solche Ratgeber sind zwar wichtig, damit man speziell in der Entwicklung Tendenzen entdecken und den Spross gezielt unterstützen kann. Aber – einer der wichtigsten Punkte (frei nach Ugly Kid Joe) ist ein Leben zu führen, welches als gutes Beispiel für die Kleinen gilt.

Training, Training, Träning

Nachdem unser Shrimp auf dem Weg war, wollte ich natürlich so gut es geht für unsere Kleine da sein. Das bedeutet natürlich auch gesundheitlich. Da ich eher zur Wuchtigkeit neige und einige potentielle Problemchen (Kreislauf und der allgemeiner körperliche Zustand) drohen, müssen diese minimiert werden (beseitigen geht ja leider nicht). Da half und hilft bei mir körperliche Ertüchtigung. Der Blutdruck kann im Zaum gehalten werden und mit ein paar Kilo weniger gehen viele Tätigkeiten einfach besser (leichter vor allem). Und die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, dass man länger für seine Familie da sein kann (passieren kann ja immer was).

Also wurde als früher Neujahrsvorsatz (fragt mich nicht wie ich darauf gekommen bin – ich weiß es nicht mehr) beschlossen im nächsten Jahr bei einem Dirtrun mitzumachen. Da das für mich als untrainierte Person nicht leicht war, musste trainiert werden.

Bewaffnet mit mehreren Handyapps ging los. Es wurde gelaufen und trainiert das es nur so spritzt. Das ganze ging 2 Wochen lang gut und dann wurde die Trainingsintensität heruntergefahren und ich „fand nur mehr“ 2 mal die Woche Zeit etwas zu tun. Hier eine kleine Runde mit dem Hund laufen gehen oder da eine wenig trainieren, bis eine extreme Unregelmäßigkeit einsetzt. Der Schweinehund eben.

Zielloser Fokus

So geht das natürlich nicht, also (es war im Februar) bin ich zufälligerweise auf die Spartan Race Homepage geraten und habe gesehen, dass unweit von uns das Spartan Race Vienna stattfindet (Vienna ist zwar ein wenig irreführend, da Wiener Neustadt 60km südlich von Wien ist, aber gut). Kurzerhand habe ich mich also angemeldet. Für die kürzeste Distanz natürlich.

Mein Training war nun wieder viel gezielter und regelmäßiger. Das Ergebnis deckte sich mit meinem Ziel – Durchkommen. Zeitlich war ich unter den letzten 100, aber ok. Wettkampfambitionen hatte ich nicht und zur Freude von Shrimpmama überstand ich das Ganze auch großteils unversehrt.

Balancieren auf dem Drahtseil

Nun ist natürlich körperliche Fitness (wobei ich bei mir hier etwas aus dem Fenster lehne) nur ein Teil des Ganzen. Das alles benötigt Zeit und bei einem Baby im Haus bleibt normalerweise wenig Zeit für andere Dinge. In der Schwangerschaft konnte ich mir diese Zeit noch leicht nehmen, aber jetzt wird es mit der Kleinen schwieriger.

Da kommen viele Dinge auf einen zu. Beruf, Frau, Kind, Hund und Haushalt wollen unter einen Hut gebracht werden. Am besten in eine Art und Weise, dass kein Punkt zu kurz kommt. Meiner Meinung nach geht das nicht, aber man kann abwägen wann, was, wie zu kurz kommt und ob man das im Nachhinein oder später nachholen kann (Meist leidet bei mir der Haushalt und dadurch meine Frau).

Werthaltig

Da ich zumindest nicht alles schaffe (und Shrimpmama fleißig kompensiert) müssen wir uns auf die wichtigen Punkte konzentrieren. Natürlich kommt die Familie als erstes, aber dann wird’s schwierig, denn sämtliche anderen Punkte wie Arbeit, Freunde, Freizeit und Gesundheit wollen und sollten nicht benachteiligt werden.

So ist es wichtig grundlegende Werte, welche man selber als wichtig erachtet vorzuleben und so dem Nachkömmling zu lernen wie es geht. Dieser Ansatz ist natürlich sehr subjektiv und ist für jeden anders zu behandeln. Es sei aber zu bedenken:

And as I hung up the phone it occurred to me,
He’d grown up just like me.
My boy was just like me.

 

Liebe Grüße,
Shrimphansi

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