Papa am Samstag

Der Sparsamen – oder: Das Glück der Unzüchtigen

26. August 2017

Es ist bekannt, dass Kinder einen Batzen Geld kosten (Schlaf und Nerven will ich hier einmal unerwähnt lassen). Es gibt Kalkulationen nach denen ein Kind bis zum Erreichen des 18. Jahres um die 130.000,- Euro kosten. Meine Erfahrung hierzu hält sich im Moment in Grenzen. Wobei, wenn ich meine aktuelle Erfahrung in die Waagschale lege (ist ja immerhin schon mehr als ein Sechsunddreißigstel), liegt der aufgerechnete Betrag nicht allzuweit davon weg. Aber man/muss kann sich auch einiges sparen.

Spielgeld

Ich brauch ja nicht unbedingt auf die Kosten die so ein Baby mit sich bringt eingehen. Ob einerseits Winden in Hülle und Fülle besorgt werden müssen um den Shrimp möglichst sauber zu halten (oder den Verschmutzungsgrad zumindest einzudämmen). Oder die Kosten für die Entsorgung des so entstandenen Windelberges (Windeleimer, Müllbeutel und eine spezielle Entsorgung dieser Problemstoffe).

Und dann kommen ja diese mentalen oder motorischen Förderapparate dazu. Ok, gut Spielzeug halt. Man redet sich ja häufig auf die fördernde Wirkung dieser Beschäftigungszeuge aus. Aber, diese sind ja genaugenommen eben für den einen Hauptgrund gedacht – Ablenkung. Die Kleinen sollen sich mit dem Spielzeug und nicht mit den Eltern beschäftigen.

Aber ich schweife ab. Natürlich kostet das alles gutes Geld (und schlechtes Geld natürlich auch). So weit kein Geheimnis und nix neues. Aber es gibt da ja noch die andere Seite.

Spartanische Situationen

Sobald die Familie sich erweitert (von Innen heraus) werden vorher undenkbare Sparpotentiale offenbar. Shrimpmama hat ja bereits einen Aspekt beleuchtet. Ein Dinner zu schmeißen war damals wahrscheinlich kostenintensiver (weil mehr und länger konsumiert wurde). Ich behaupte das mal so, denn wer führt bei sowas schon Buch.

Auch festliche Dinner fallen aktuell sehr überschaubar aus. Wenn zur Zeit des Präbabykums ein Geburtstag oder ein Hochzeitstag gefeiert wurde, dauerte ein Dinner gut und gerne bis in die späten Abendstunden und war gelegentlich mit einer Übernachtung kombiniert. Heute fallen diese Feiern magerer aus. Zwar wird noch immer gebührend gefeiert, aber natürlich nur so, dass alle Mitglieder Spaß an der Veranstaltung haben.

K(e)inobesuch

Praktisch wars als wir ein Kino in 15 Gehminuten erreichen konnten. Ein wöchentlicher Kinobesuch war da fast die Norm. Da merkt man selbst als Laie, dass wir gerne ins Kino gegangen sind. Das hat sich zwar nicht geändert, aber durch den Umzug sind aus den 15 Gehminuten 20 Fahrminuten geworden (Was zwar nicht viel länger, aber mit höherem Aufwand verbunden ist). Mit einem Baby ist das aktuell noch schwieriger geworden. Somit ist maximal der Kinobesuch für einen Elternteil möglich. Und das ist aktuell der nichtstillende (Es wird eng). Zugegeben diese Einschränkung ist nur vorübergehend, denn bald kann Shrimpi auch einen eigenen Babysitter bekommen.

Anderen Hobbys geht es auch nicht weniger an den Kragen. Ob das nun Spiele sind (Computer, Gesellschafts oder Karten),  körperliche Ertüchtigung (Laufen oder Training), in die Therme fahren oder Bücher lesen. Alle diese sind zwar noch immer machbar, jedoch ist der zeitliche Aspekt oft nicht einfach zu managen (Beim Sport kommt hinzu, dass dadurch eine willkommene Ausrede entsteht).

Und auch die anderen (vorher erwähnten) Sparpotentiale werden mit der Zeit verschwinden, wenn unser Kind mobiler und „leichter“ administrierbar wird (jaja, ich weiß kleine Kinder kleine Probleme,…). Dann werden diese Einsparungen schnell zur Legende der ersten Breizeit.

LG,

euer Shrimphansi

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  1. Oh ja, so ist das, danke dass du das mal hier anführst …. ich musste mir einmal von einer Freundin sagen lassen, dass sie mich beneidet weil ich zum Gehalt noch Familienbeihilfe bekomme… 🙂 🙂 🙂

    1. Hallo Lilly.

      Stimmt – Familienbeihilfe. Auf die habe ich glatt vergessen. Da wachsen sich ungeahnte Potentiale aus. 😀

      LG,
      Robert

  2. Hallo!

    Sehr einseitiger Artikel! Ich würde empfehlen, bei dieser Einstellung auf weitere Kinder zu verzichten. Du führst hier nur an, wie teuer so ein Kind ist und auf was du nun alles verzichten musst.

    Kein Wort von der Liebe und den Glücksgefühlen, die dir dein Kind zurückgibt. Schon einmal darüber nachgedacht, wenn dein Kind das später einmal lesen sollte? Was wird es dann denken?

    Have fun
    Horst

    1. Hallo Horst!

      Stimmt unsere Kleine wird es nicht leicht bei uns haben (aber das ist ja auch nicht das Ziel beim Erziehen). Die Einseitigkeit ist durchaus gewollt, sollte aber nicht allzu ernst genommen werden (ich sollte mehr Smileys einbauen). Zum Thema Liebe und Glücksgefühle zur Kleinen habe ich ja bereits einen Beitrag geschrieben.

      Danke für deinen Hinweis, dass der Beitrag etwas zu ernst aufgenommen und falsch verstanden werden kann. Ich werde versuchen, das in zukünftigen Artikel deutlicher darzustellen.

      LG,
      Robert

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