Papa am Samstag

„Sag Mama“ – oder: Der Kampf ums erste Wort

12. August 2017

Kaum brabbelt unser Shrimp die ersten Worte und schon beginnt bei Mama und Papa der Kampf um das erste Wort. „Papapapapapapa“ oder „Ma-ma, Mama, Maamaaa“ hallt es da durch den Raum. Jeder Part des Elternduo versucht das Seinige.

Merk es dir

Ja, ich weiß für das erste Wort ist es noch ein wenig zu früh, aber im Wettstreit kann man ja nicht früh genug beginnen. Denn auch Mama arbeitet bereits daran und versucht mit allen Mitteln ihren Vorsprung auszubauen. Sie hat ja auch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Mama ist ja immer mit dem Shrimpi zuhause und hat da alles unter Kontrolle (zumindest treibt Shrimpi der mammalische Instinkt an die Mutterbrust).

Da will die Zeit genutzt werden, wenn man die Kleine mal unter Kontrolle hat. Sag das Wort (natürlich ohne erwartete Rückmeldung) und dann die Wiederholung. Denn: Übung macht den Meister. Das wissen wir ja schon aus dem Leben. Ohne Wiederholung wird’s nix mit der Meisterschaft. Und wenn’s jetzt mit dem Sprechen noch nicht so richtig klappen will, dann soll unser (bzw. mein) Kind schon ein Gefühl für den Klang des Wortes haben, das sie als erstes sagen soll.

„Wer glaubt die Wahrheit zu kennen, ist so ahnungslos wie zuvor“
Matthias Mangold

Also: Sag Mama

Mit einem „Na wo ist denn die Mama?“, oder „Hat das die Mama toll gemacht?“ (Manchmal (auch meist) absichtlich sarkastisch) versuche ich mich im Langzeitgedächtnis des Kindes zu verankern. Denn das erklärte Ziel ist nicht das Aussprechen der eigenen Ansprechfloskel. Nein, nein. Das jeweilige Gegenüber soll angesprochen werden. Mit den Rufen ist ja meist auch Arbeit verbunden. Da soll doch lieber gleich Mama gerufen werden. Papa kann ja sowieso in den meisten Situation nicht helfen.

Da macht’s manchmal meiner Meinung nach schon Sinn wenn Shrimpi das viel nützlichere Wort „Mama“ als erstes lernt. Nicht nur, dass es um einiges hilfreicher ist als Papa. (Mama ist ja häufiger in der Nähe als dieser komische Papa der immer den ganzen Tag weg ist), nein es es geht auch viel leichter von den Lippen. „Papa“ mit seinen harten P’s ist sicherlich nicht das leichteste Wort zum Aussprechen.

Meine Idee wars nicht

Ich will mich aber nicht aufspielen. Denn der Wettbewerb wäre ja gar nicht notwendig wenn die liebe Mama nicht angefangen hätte hinterrücks diesen gemeinen Plan auszuhecken. Dumm nur wenn man nicht aufpasst und der Tochter in Anwesenheit des Papas beibringen will „Papa“ zu sagen. Da läuten bei mir sofort die Alarmglocken (Aus Liebe passiert ja sowas sicherlich nicht).

„Ein guter Mann bleibt immer Anfänger“
Marcus Valerius Martialis

Natürlich brauchte ich eine Weile bis ich diesen kecken Plan durchschaut habe. Schließlich kam ich der Absicht auf den Spuren und musste auch meinerseits Taktiken ausarbeiten um den Rückstand aufzuholen.

Anwendbare Taktiken

Hier findet ihr nun meine (bis jetzt) angewandten Techniken:

  • „Mama“ so oft wie möglich in Sätzen einbauen
  • „Mamalieder“ singen – Beliebt sind da zum Beispiel:
    „Mama und Jakob, Mama und Jakob – schlafen noch, schlafen noch“
    „Mama, Mama schreit da“
    „Mamamamamamama wow – Baby give it up give it up“
    Natürlich „Mamma Maria“ und weitere mögliche Eigenkompositionen
  • Mama als versteckte Botschaften in Blogbeiträgen verstecken

Wer alle Mamas entdeckt und als erster in den Kommentaren postet bekommt den Ehrentitel Mamajägerin oder Mamajäger (Zweideutigkeiten sind eventuell Zufall). Das Wort Mama an sich ist natürlich ausgenommen;)

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