Mamakram

Abend mit Baby und Hund

7. August 2017

Von meinem Morgen hab ich euch ja schon mal berichtet. Nur endet der Tag dann nunmal nicht, auch wenn man sich das manchmal wünscht.
Eines meiner Tageshöhepunkte ist der Abend. Wie Papa schon mal geschrieben hat, hab ich da ja quasi frei. Denn abends kommt der Herr im Haus zurück und schupft alles. Oder etwa doch nicht?

Doch schon, zumindest aus seiner Sicht der Dinge. Mein Abend schaut jedoch völlig anders aus als mein werter Gatte es glaubt zu sehen.

Mein Abend

Hier mal meine Version. Also die wahre Geschichte wie mein Alltag mit Baby und Hund aussieht.

Der Abend wird immer vom Abendspaziergang eingeleitet. Pelzibub beginnt ab 15:30 Uhr mich darauf hinzuweisen, dass es wieder mal an der Zeit wäre bespaßt zu werden. Schließlich hat die Siesta jetzt lange genug gedauert. Seine zumindest.
Meist gleichzeitig, zu meiner Freude, erwacht auch Terrorshrimp aus ihrem Mittagsschlaf und fordert Brei. Okay. Eigentlich fordert sie Milch. Da bleib ich allerdings hart und versuche mein Glück stets mit der Breikost. Zum Leidwesen von uns allen.

Die größte Hürde ist der erste Bissen. Da ist seitens des Shrimp größte Vorsicht geboten, könnte ja sein, dass ich ihr wieder mit einer dieser Ekelgemüsesorten zu nahe komme.

Ist der Bissen geschafft und ich habe Madams Geschmack getroffen, läuft alles bestens. Wehe wenn nicht. Dann wird zuerst die Ausweichtaktik versucht und wenn die nichts hilft, dann fliegt der Brei. Entweder in meine Haare, auf Gewand oder Couch und auch Pelzibub bleibt da nicht verschont. Breiflecken sind übrigens leichter zu entfernen als man denkt.
Wenn ich dann aufgebe gibt sich Terrorshrimpi wieder wie ein kleiner Sonnenschein.  Nach der Putzaktion geht es dann los. Auf zum Spaziergang durch Wald und Flur.

Der Abendspaziergang

Das ist Pelzibub meist jedoch nicht genug. Abends ist auch immer Spielzeit. Also werden dem Frauli Stöckchen, Steine und desgleichen gebracht. Ab und an muss auch ein Erdbrocken her halten. Und das macht das Frauli auch. Meist mit bescheidenem Erfolg, da ich eine totale Null im Werfen bin. Muss recht lustig aussehen, wenn ich da so meine Runden drehe. Den Kinderwagen singen und „alleine“ plaudernd vor mich her schiebe und alle 20 m mich bücke um „Dreck“ aufzusammeln und wieder weg zu werfen. Den Versuch bei meinen Nachbarn und sonstigen Leuten der näheren und weiteren Umgebung einen guten Eindruck zu machen, habe ich schon längst aufgegeben. Eigentlich möchte ich gar nicht wissen was da über mich geredet wird. Und das wird es bestimmt. Denn Gott sieht alles, aber der Nachbar noch mehr.

Abendessen gibt’s natürlich auch

Naja, dann ist einer meiner Abendprogrammpunkte schließlich irgendwann erledigt. Dann gehts ab nach Hause. Nachdem Terrorshrimpi versorgt ist und sich hoffentlich alleine beschäftigt, gehts ab hinter den Herd. Schön klischeehaft. Ist aber so. Und während ich dann alles köcheln lasse, wird nebenbei auch gleich das Geschirr weggeräumt und noch andere Haushaltssachen erledigt zu denen ich tagsüber einfach nicht gekommen bin. Falls Terrorshrimpi gerade ihren Namen alle Ehre macht, dann muss halt alles einhändig von Mama erledigt werden. Ist ja kein Problem, wir Frauen können das ja;)

Und dann ist es so weit . Der Höhepunkt des Abends. Herrlich, der Papa und liebender Ehegatte kommen nach Hause. Ja, ich weiß dass ich Mehrzahl geschrieben habe. Aber er erfüllt ja für jeden von uns eine andere Rolle.

Pelzibub ist mehr als aus dem Häuschen, spielt und kuschelt mit Herrchen was das Zeug hält. Endlich, seine große Liebe ist wieder daheim. Nicht mehr das langweilige Frauli, das nicht immer Leckerlis fallen lässt wenn erwünscht oder gar ab und an schimpft.

Terrorshrimpi strahlt mit Pelzibub um die Wette und gibt sich engelsgleich. Die tolle Mama mit Bart ist wieder da. Zwar ohne Milch, aber das lustige Spielen macht das wieder gut.

Tja, und dann zum Schluss werde auch ich noch begrüßt. Nach einem beherzten Kuss, wird der werte Gatte natürlich nach seiner Befindlichkeit und dem Tag gefragt. Das geht selbstverständlich neben bei. Aufopferungsvoll spielt dann Shrimphansi den Helden und nimmt die Kleine zu sich. Natürlich auf den Schoß vor den Computer. Denn ein bisschen Computerspielen muss schon drin sein, nach einem stressigen Arbeitstag.

So zehn Minuten später gibt es dann Essen. Pelzibub leidend am Boden neben uns in toter Hundstellung. Damit wir nicht vergessen wie arm er eigentlich ist. Und Terrorshrimp je nach Befinden entweder in der Tischwippe oder, wo sonst, auf Mamas Schoß. Papa hat nämlich schon recht früh festgestellt, dass er mit einer Hand unmöglich essen kann. Ich aber anscheinend schon. Mamas können das eben, laut Shrimphansi.

Der Endspurt

Naja und dann gehts auch schon auf die heiße Abendphase zu. Schnell noch das Geschirr wegräumen und die kleine schlaffertig machen. Zugegeben einmal alle zwei Wochen übernimmt das Göttergatte. Das muss dann aber die nächsten zwei Wochen auch würdigt bewundert werden. Sonst ist Shrimphansi enttäuscht dass seine Arbeit nicht gewürdigt wird.

Dann tritt auf alle Fälle wieder Mama in Aktion um die kleine Maus schlafen zu legen. Wenn ich doch noch etwas zu erledigen habe, wie Wäsche oder Windeln wegzuräumen und frage, ob der Herr im Hause Terrorshrimpi noch mal kurz nehmen wolle, handele ich mir meist prompt ein: „Schon wieder, ich hatte sie ja die ganze Zeit“, ein.

Meist augenrollend habe ich gelernt solche Aussagen zu überhören, denn abendliche Diskussionen sind kraftraubend und kosten nur Zeit. Also, entweder ich rolle die Augen oder Shrimphansi, weil er schon wieder das Würmchen am Schoß gesetzt bekommt.

Aber wenn Shrimpi dann endlich schläft und Mama erleichtert auf die Couch sinkt, auf der Papa natürlich schon längst Platz genommen hat, dann sind wir endlich wieder nur ein Paar. Ohne Shrimpi auf oder zwischen uns oder….Moment mal, nein das stimmt nicht ganz. Da gibt es ja noch Pelzibub der nun bespaßt werden will und uns mit tonnenweise Spielzeug regelrecht bombardiert. Und dann, wenn auch Pelzibub müde genug ist und seine Avancen uns ins Schlafzimmer zu locken fehlgeschlagen sind, dann sind wir nur zu Zweit und genießen unsere Paarzeit. Bis, ja, bis ich dann irgendwas sage wie: „Puh heute bin ich müde, lass uns schlafen gehen“. Denn dann folgt meist der lohnende Dank für die ganze Hausfrauenarbeit und Mamasein. Nämlich der schöne Satz: „Von was denn, ich hab dir ja am Abend alles abgenommen.“

Naja und wie dann der Abend aussieht überlass ich jetzt mal eurer Fantasie 😉

Fazit

Wenn ihr auch so ein sorgsames Ehemann-Exemplar zu Hause habt: Gebt die Hoffnung nicht auf, irgendwann in ferner Zukunft checken sie es auch was wir so alles tun. Vielleicht. Ein bisschen zumindest.

Eure Shrimpmama

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