Papa am Samstag

Die Angst vor der Stille – Oder: Atmen in der Nacht?

22. Juli 2017

Als stolze Eltern will man nur das Beste für seinen kleinen Shrimp. Das Baby soll es in seiner zugeteilten Familie so angenehm wie möglich haben (von erzieherischen Maßnahmen mal abgesehen). Das funktioniert anfänglich ja nicht so schlecht. Mit der Zeit wird man sich bewusst, in welcher Gefahr das Baby schwebt (bzw. sich befinden kann). Da plagen einem schon die Sorgen und diese treten gerne des Nachts zutage.

Schlafstörung

Es gibt nichts Schöneres für junge Eltern, als wenn man die Nächte durchwacht. Die Mama ist geplagt, weil sie als allzeitbereite Füttermaschine herhalten muss. Der Vater liegt daneben und kann nur teilnahmslos neben der Kinderfutterkrippe wachen (abgesehen von den nächtlichen Beruhigungswanderungen). Gerade in der Anfangszeit wars schwierig. Der Körper muss sich schließlich erst an den Schlafentzug gewöhnen. Als Vater ist man aber in der glücklichen Lage, dass man bald auch trotz der störenden Handlungen auch schlafen kann. Natürlich nur, sofern noch gestillt wird. Da kann man gerne die Ausrede benutzen: „Ich hab zwar eine Brust, aber keine Milch“. Aber wehe wenn das Baby dann doch vor dem Vater einschläft und die Mama aufgrund der immensen Erschöpfung auch spontan in den Schlaf sackt.

Gefahren für das Baby

Für das neugeschlüpfte Familienmitglied ist es nicht immer ganz einfach. Mama und Papa verstehen anfangs noch nicht was zu tun ist. Alles in allem ist das Leben hart aber ok. Wenn da nicht diese stillen Bedrohungen wären. Eine genaue Erläuterung ist in einem detaillierten Artikel von Shrimpmama zu finden. Hier möchte ich aber kurz auflisten welche Probleme es geben kann.

Als Vater (ich kann zwar nur für mich sprechen, aber Pauschalisierungen sind einfach wunderbar) fällt man quasi in ein Meer vieler potentiellen Gefahren für das Neugeborene. Da ist von plötzlichen Kindstod die Rede. Das Kind darf nur in einer Lage schlafen, ansonsten droht Erstickung.  Es wäre natürlich hilfreich, wenn ich wüsste welche Lage die sicherste ist, aber durch die vielen Diskussionen was wo wichtig ist scheine ich die Varianten immer zu verwechseln. Am Bauch schlafen zu lassen ist es aber mit Sicherheit nicht.

Dann gibt es noch gefährliche Decken, welche sich auf die Atemwege legen können und noch mehr gefährliche Dinge. Das Kleine lebt also in ständiger Gefahr.

Still, still, still

Weils Kindlein schlaft und der Papa will. Aber das ist nicht so einfach. Mit den Gefahren im Hinterkopf wird die ohrenbetäubende Stille einfach unerträglich. Immer wieder schreckt man hoch (naja geistig – körperlich hätte ich das bei einer Mama mit Schlafentzug nicht lange überlebt) und lauscht in die Nacht hinein. Das schwere Atmen der muttermilchgebenden Mama ist zu hören. Aber ist da noch ein Geräusch?

Oh mein Gott! Das Baby atmet nicht! Oder doch? Genau hingehört… OK – Entwarnung.

Ein leises fiepsen lässt erahnen, dass das Kind doch noch atmet. Ein wenig beruhigt, aber trotzdem wieder ein Stück munterer beginnt das Spiel von vorne. Man weiß natürlich, dass die Wahrscheinlichkeit für den Ernstfall nicht hoch ist, aber trotzdem will man vermeiden, dass es einen doch trifft. Diese Warnung sind ja schließlich begründet.

Also wird wieder daran gearbeitet, dass man diese Nacht vielleicht doch noch ein wenig mehr Schlaf abbekommt. Aber wehe, wenn das Shrimps wieder leise zu atmen beginnt. Neues Spiel, neues Glück.

So ging es mir die ersten Wochen immer wieder. Nach ein paar Monaten, war die Kleine aber dann so gütig und atmete ein wenig lauter. Auch andere Schlafgeräusche wie brummen, seufzen und hin und wieder ein quietschen lockerten die nächtliche Stille ein wenig auf. Ich finde es schon verwunderlich wie einem eine Unruh in der Nacht beruhigen kann.

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