Mamakram

Das Märchen von Drachen und anderen Gefahren

24. Juli 2017

Einst lebte hinter sieben Bergen bei den Pferden eine Familie. Eine Familie mit drei tapferen Helden und einer Prinzessin. Eigentlich waren nur zwei tapfer und der Dritte war ein kleiner Feigling, tat aber gerne so wie ein großer Ritter. Ihr Leben war zauberhaft. Sie lebten in einem Märchenschloss umgeben von Äckern und Wäldern. Lachen schallte durch die Luft und die Sonne freute sich mit ihnen. Vögel zwitscherten Lieder und Rehe kamen täglich zu Besuch. Das Leben war schön. Ab und an jedoch vernahm die fröhliche Familie einen Signalton. Dann wurden die Blicke bang. Das Gemüt der älteren Shrimpianer veränderte sich schlagartig und leichte Hektik brach aus. Warum?

Der erste Zwischenfall

Der Warnton kündigte etwas Schreckliches an. Soviel wussten sie. Sie wurden schon davor gewarnt. Aber nichts konnte sie auf das Folgende vorbereiten. Finsternis brach herein und die Menschen versteckten sich in ihren Häusern. Alle Shrimpianer zitterten. Die Älteren unter ihnen sausten wie wild hin und her, legten ihre Rüstung an und bewaffneten sich. Die Männer griffen zur Teigspachtel und die Frauen zum Besen. Das brachte zwar nicht viel, gab ihnen aber ein Gefühl der Sicherheit. Donnernd näherte sich ein Schlachtross. Aber kein gewöhnliches. Nein, ein Schlachtross aus Stahl. Unverwüstbar und unbezwinglich. Todesmutige Shrimpinaner warfen sich in dessen Weg um ihm Einhalt zu gebieten. Aber nichts half. Polternd und donnert setzte es seinen Weg zum Märchenschloss fort. Dort angelangt stieg ein Krieger aus. In Menschenform und laut lachend. Die Shrimpianer waren verdutz. Sie dachten an eine Gefahr, nicht an einen lachenden Menschen. Zögerlich verließen sie das Schloss um den Krieger willkommen zu heißen. Sogar Geschenke wurden den Bewohnern überreicht. Blauäugig und geradezu tollpatschig taumelten die gutgläubigen Shrimpianer in ihr Verderben. Dem, mittlerweile gebetenen Gast, wurden Tür und Tor geöffnet und er wurde willkommen geheißen. Das war des Untergangs Keim. Denn der vermeidliche Gast wollte genau das erreichen. Er musste willkommen sein um sein Übel verbreiten zu können.
Der Krieger schlich ins Schloss. Sobald ihm einer der Shrimpianer den Rücken zuwandte blitzten seine Augen. Ganz grün wurden sie mit rotem Schimmer darin. Übernatürlich, nicht von dieser Zeit.

Beware of the dragon

Doch die fröhlichen Shrimpianer ahnten nichts. Der vermeindlich freundliche Gast war nämlich ein Drache. Ja, tatsächlich. Ein Drache in Menschengestalt. Mit einem sechsten Sinn für Schwächen und Lücken. Schnell saugte das Geschöpf alle vermeintlich Unzulänglichkeiten in sich auf. Dann fuhr der Drache mit seinem hinterlistigen Plan fort und trennte einen Shrimpianer nach den anderen von der Herde ab. Aber er wollte nicht alle vernichten. Nein, er hatte es nur auf den Geheimbund der älteren Shrimpianer abgesehen. Denn wie es Drachen so eigen ist, wollte er den Schatz für sich allein. Und in Shrimpien gab es keinen größeren Schatz als die Prinzessin und ihren treuen, wenngleich haarigen, Begleiter.

Dann legte der Drache los. Allein mit einen Shrimpianer, wurden diesem die vermeidlichen Schwächen des andren vorgemalt. Zischend, flüsternd, hinterlistig. Eins können nämlich Drachen besonders gut. Sie zaubern aus Mücken Elefanten. Einfach so, mit wenigen Worten und verschmitzten Lächeln. Ich kann zwar nicht beweisen, dass das diabolische Lächeln ein Teil des Zauberspruches ist, doch tritt es auch stets gemeinsam mit dem Zauber auf. Also, ja, wahrscheinlich könne Drachen nicht anders zaubern.

Unermüdlich sind Drachen in ihrem Kampf um den Schatz. Ausdauer besitzen sie nämlich eine gute.

Schließlich zog sich der Drache zurück und  ließ dem Unheil freien Lauf. Wie Gehirnwanzen nagte der Zauber an den Gedanken der Shrimpianer und breitete sich aus. Kein Lachen war mehr zu hören. Die Lieder verstummten und die Sonne weinte. Dunkelheit brauch über das Märchenschloss abermals herein und die Shrimpianer blieben jeder für sich.

Die Rettung

Bis eines Tages eine gute Fee des Weges kam und das Unheil bemerkte. Sie sah den gierigen Blick des Drachen hinter den Bergen, der darauf wartete zuzuschlagen und seinen Schatz zu holen.
Doch die gute Fee mochte die Shrimpianer zu sehr und außerdem war sie eine gute Fee und die müssen alleine ihres Namens wegen helfen. Tun sie es nicht, werden sie sogar wegen Feenflucht angezeigt. Also zauberte die Fee. Aber nicht mit Worten oder einen Zauberstab, wie in Märchen dies zu lesen ist. Nein. Feen verwenden nämlich in Wirklichkeit einen Zaubertrank aus gewöhnlichen Trauben zum Zaubern. Und da es nicht so viele Feen gibt, zaubern sie in jedes Schloss einige Flaschen dieses Trankes auf Vorrat, damit sich die älteren Bewohner auch mal selbst helfen können. Wie man sich denken kann, Feen halten von dem Spruch:“Alkohol ist keine Lösung“ nicht viel.

Naja, jedenfalls tranken die älteren Shrimpianer den Zaubertrank und wurden dadurch redsam. Schnell löste sich der Zauber des Drachen und sie kamen hinter seine List. Worte und der Zaubertrank natürlich, lösten den Fluch und die Shrimpianer stärken ihren Bund von neuem und das Lachen kehrte zurück. Fortan lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende. Doch stets auf der Hut vor den sich grämenden Drachen hinter den Bergen.

Sicherheitshinweis:

Jetzt noch zu wissenschaftlichen Details über Drachen. Denn nein, das ist kein Märchen aus grauer Vergangenheit. Drachen leben unter uns. Heute und für alle Zeit. Sie bevorzugen keinen bestimmten Landstrich. Sind in Art und Aussehen sehr unterschiedlich. Treten meist in Menschengestalt auf und versuchen durch Nettigkeiten euer Vertrauen zu gewinnen um Einlass gewährt zu bekommen. Aber seit gewarnt. Wenn ihr euch umdreht… Pam! Voll eines mit der Bratpfanne auf die Mütze. Ja, die Bratpfanne kann durchaus auch durch Worte ersetzt werden, oder auch nicht. Je nach Drachengattung. Aber das Ziel ist bei allen das Selbe. Sie wollen ihren Schatz holen. Für einen sind es die Babies, für andere ihre Söhne😉

Seit auf der Hut, hinter jeden Schloss lauert auch ein Drache. Findest seine Schwäche und verweist ihm zurück in seine Höhle. Viel Spaß also beim Drachen jagen 😄

Eure Shrimpmama

Teile diesen Beitrag:
  1. Herrlich! Solch‘ gar fürchterliche Drachen, die sich unbemerkt in dein Leben drängen um dann dort ihren Feuerstrahl loszulassen kenne ich leider auch 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: