Erziehung | Rezepte

Das 5. Monat und der Fleischbrei

11. Mai 2017

Endlich sind wir am Ende der ersten Monats der Breikost angekommen und ab jetzt steht Fleisch am Menüplan. Das liefert unseren Shrimpis das nötige Eisen und ist somit unerlässlich für das gesunde Blutbild. Bevor ich euch mit den schon durchaus komplizierten Rezept langweile, möchte ich noch einen kurzen Einblick in die letzten beiden Wochen geben, also quasi den 5. Monat.

Terrorshrimp hat zwar fleißig mit dem Essen begonnen, aber stark nachgelassen. Als übernervöse Erstlingsmama dachte ich gleich daran, dass ich sie eventuell in meinem Übereifer überfordere und den Brei zu früh eingeführt habe oder sie vielleicht eine Erkältung ausbrütet und sie Halsweh hat. Denn an meinen Kochkünsten würde das kontinuierliche ausspucken doch nicht liegen, oder?

Tja, besorgt ab zum Arzt mit ihr, denn sie hatte schließlich eine leicht heißere Stimme. Doch nein. Der Hals war es mal nicht. Okay, eventuell zu früh? Doch es hatte ja schon gut funktioniert mit dem Essen. Eine letzte verzweifelte Chance gab ich dem Brei noch. Geschickt bekam ich am Wochenende Shrimphansi dazu die Fütterung zu übernehmen. Eigentlich habe ich einfach tausend andere Dinge erledigt und ihm Terrorshrimp mal ein Zeiterl überlassen. Also blieb ihm nichts anderes überig. Hihi 😉

Und siehe da… kein Problem. Shrimpi aß gierig ihren Brei und konnte gar nicht genug bekommen. Klar, das war ein bisschen deprimierend. Lag es etwa an mir. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nein, es war die Zucchini die ich dem Brei beigemischt habe. Shrimpi ist nicht zu klein oder krank oder mag mit Mama nicht essen. Nein, sie ist einfach wählerisch. Ganz der Papa eben 😉

Um dem selbstbestimmten Essen genüge zu tragen haben wir begonnen Shrimpi den Löffel selbst zum Halten zu geben. Selbstverständlich mit Führung am Löffelende unsererseits. Ansonsten würde der Brei ja im Auge, Ohr oder Haaren von Mama landen. Und das wahrscheinlich auch wenn Papa die Fütterung übernimmt. Da hat sie ein gewisses Talent dafür.

Es hat sich auch bewährt, wenn der Löffel schon zu schwer ist, ihr einen Finger der löffelführenden Hand zu reichen. Damit kann sie dann nach Belieben den Löffel heran ziehen und weg drücken. Funktioniert hier im Hause Shrimpskrams wunderbar. So lange bis wieder eine dieser Ekelgemüsesorten am Plan steht.

Was tut sich bei Shrimp in der Entwicklung?

  • Wir durchlaufen die klassische orale Phase, wie der alte Freud es nennen würde. Fakt ist, alles was sie greifen kann landet im Mund. Auch wenn es nicht rein zu passen scheint. Dann wird schlichtweg die Zunge drum gewickelt. Laut meinen schlauen Büchern ist der Mund die sensibelste Zone und darum können alle Eigenschaften des Gegenstands am besten mit der Zunge ertastet werden. Irgendwie süß, solange man dabei ist, sonst kann es auch schon mal ekelig werden.
  • Auch eine Errungenschaft der letzten Wochen ist die „sichere verkehrte Shrimphaltung“, wie ich sie gerne nenne. Legt man Terrorshrimp auf den Bauch, stützt sie sich schon sehr sicher auf ihre Ärmchen und reckt sich nach oben. Umgekehrt zu einem Shrimp eben, der sich eher nach unten kringelt. Auch ihr Popsch wandert bei ihren wurmartigen Bewegungen schon ab und an mal hoch. Die perfekte Vorstufe zum Krabbeln.
  • Ihre Haare sprießen endlich wieder. Und das auch noch am Kopf. Juchhe! Ich hatte wirklich schon die Befürchtung sie bleibt barköpfig.
  • Ihre Stimme ist, abgesehen von ihren Füßen, im Moment ihr Lieblingsspielzeug. Tolle Variationen von gurgeln, zischen, schmazen und wirklich lautes quieken bekommen wir jeden Abend zum Besten dargeboten. Natürlich wird alles, wie es sich für brave Eltern gehört, mit interessierten „Ahas“, „Was wirklich“ und „erzähl mir mehr davon“ kommentiert. Nein. Wir verarschen unser Kind nicht… okay, meistens nicht. Wir versuchen damit ihren Spaß an der Sprache zu fördern.
  • Und schließlich die beste neue Errungenschaft im 3. und 4. Monat (aber jetzt sieht man es richtig deutlich): Terrorshrimp erkennt Mama und Papa immer. Egal wie, ob mit Handtuchturban auf den Kopf oder riesiger Sonnenbrille auf der Nase. Mama ist Mama und Papa ist auch irgendwie eine Mama, nur ohne Milch. Und alle andern, sind….hmm…was eigentlich…ja, andere eben.

So, hier noch schnell das Fleischbrei Rezept:

Ich bin gespannt wie lange ich das noch selber mach 😉

100 g Gemüse + 50 g Kartoffel/Erdäpfel (was euch lieber ist) + 20 g mageres Fleisch (am besten rotes, also Rind)+ 1 EL Öl + etwas Obstsaft. Das alles wieder dünsten. Allerdings Öl und Saft gebe ich erst nachher dazu. Dann wie gehabt pürieren. Mahlzeit!

Ab und an gebe ich Shrimpi schon mal eine gekochtes Gemüsestäbchen in die Hand, das sie dann zermatschen und im Gesicht und Mund verteilen darf. Ihren wohlgemerkt.

 

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