Mamakram

Morgen mit Baby und Hund oder „Wie war die Nacht?“

29. Mai 2017

Mittlerweile ist Terrorshrimp schon 5 Monate und natürlich hat sich unser Tagesablauf auf gewisse Routinen eingependelt. Zum Glück! Das verschafft mir nämlich ab und an eine Pause. Allerdings auf die Frage wie war die Nacht gibt es für viele Mamis von Säuglingen meist nur eine Antwort: „Siehst du meine Augenringe?“

Die Sicht vom Familienoberhaupt konntet ihr ja schon am Samstag lesen. Hier ist meine Sicht der Dinge bzw. die Wahrheit über unseren Start in den Tag.

Die Morgenroutine

Aber von vorne. Tagwache ist meist so um 7 Uhr herum. Wenn Papa-Shrimp (alias Shrimphansi) endlich alles im Bad erledigt hat. Ich schwör euch, der braucht viermal so lange wie ich im Badezimmer. Da haben wir irgendwie vertauschte Rollen. Ich persönlich glaube ja das ist in vielen Familien so. Aber irgendwie haben es die Männer geschafft die Allgemeinheit davon zu überzeugen, dass es die Frauen sind die so lange brauchen und machen sich stets darüber lustig.

Meist ist Shrimp zu dieser Uhrzeit ganz entspannt. Sie ist ja noch satt von den unzähligen Mahlzeiten in der Nacht. Pelzibub unser Schaf im Wolfspelz beginnt mit seinem Morgenyoga. Er steckt sich und gähnt was das Zeug hält. Shrimphansi schnappt dann meist unseren Terrorshrimp und beginnt mal mit wickeln und cremen.

Tja und ich Shrimpmama, was mach ich eigentlich einstweilen? Weiterschlafen? Nein natürlich nicht. Ich versuche mich hoch zu raffen und am Weg ins Badezimmer nicht einen der zwei durchaus gefährlich Türstöcke zu rammen. Das passiert schon mal wenn man mit fast geschlossen Augen durchs Haus läuft.

Im Badezimmer angekommen erschallt dann nach der täglichen Pflege gleich mal die Frage: „Darf ich duschen?“ Man sollte glauben, dass man das mit 35 Jahren selbst entscheiden kann. Nein. Nicht mehr seit Terrorshrimp in unser Leben getreten ist. Da muss man sich schon mal mit dem anderen Verbündeten im Haus absprechen ob genug Zeit dafür ist.

Natürlich kann Shrimpi auch mal alleine herum liegen. Aber wie wir alle wissen ist Mama nur wirklich entspannt, wenn jemand  zumindest ein Auge auf unsere kleinen Lieblinge wirft. Sonst muss man schon mal naß triefend zum Bettchen eilen um wieder erschienenene Milch zu beseitigen oder Krokodilstränen zu trockenen.

Der Duschluxus

Wenn also alles gut geht darf ich duschen. Natürlich nachdem ich schnell zur Wickelstation gesaust bin, trotz des Hindernisparcours mit den hinterhältigen Türrahmen,um das Tagesgewand für Shrimpi herzurichten. Die Kleidung aussuchen mach ich mittlerweile freiwillig. Auch wenn man glauben könnte, das kann doch auch der Papa. Nein, kann er nicht. Zumindest nicht wenn die Kleine auch süß aussehen soll. Von Shrimphansi werden schon mal Karos zu Punkten kombiniert oder Mitten im Winter ein Kurzarmbody angezogen. „Da liegt ja nichts anderes“, bekomme ich dann auf mein Augenrollen zu hören. Also entweder fällt es ihm wirklich nicht auf oder er hat mich auf hinterhältige Art und Weise dazu gebracht ihm ein kleines Stück Arbeit abzunehmen.

Aber dann geht es für mich los. In der Vorkinderzeit war eigentlich baden in unserer riesigen Badewanne an der Tagesordnung. Doch das gibt es maximal einmal in der Woche. Shrimphansi genießt diesen Luxus natürlich weiterhin beinahe täglich. Wie auch immer. Duschen ist mit Baby ein Tageshighlight.

Danach wird die Haut schnell noch mit Antifaltencreme versorgt. Denn wenn ich schon Augenringe bis zu den Mundwinkeln habe sollte das Gesicht doch zumindestens faltenfrei sein. So zumindest mein Wunschdenken.

Schließlich das Wichtigste: die Stilleinlagen nicht vergessen! Das schafft mein schlaftrunkenes Ich meist noch. Und wenn nicht, lauf ich eben wieder mit einem verräterischen Fleck um den Busen durch den Spar oder wenn es mir rechtzeitig auffällt, sitze ich im Auto und suche verzweifelt nach etwas zum Drüberzuziehen.

Ein weiteres Highlight

Wenn der Teil vom Tag geschafft ist dann geht’s ab auf die Couch. Erst noch schnell Pelzibub in den Garten lassen und Kaffee machen. Man will sich ja schließlich von niemandem einen schiefen Blick in aller Frühe einfangen. Und Pelzibub ist da ganz schnell zu Hand damit. Allerdings ernte ich ohnehin eine bösen Blick wenn es draußen naß ist oder, Gott bewahre, es regnet. Pelzibub läßt da keinen Raum für Spekulationen, ganz klar, ich bin Schuld daran. Aber okay, ist halt so. Meist bin ich ohnehin noch zu müde um mit ihm eine Diskussion anzufangen. Würde eh nur verlieren. Spätestens wenn er bemerkt hat dass ich es auch bei der Eingangstür, auf der anderen Hausseite, regnen lasse.

Und dann das zweite Tageshighlight. Mein Kaffee auf der Couch. Na gut. Es ist koffeinfreier Kaffee und währenddessen hängt Terrorshrimp saugend an meinem Busen und Shrimphansi fragt mich alle drei Sekunden nach seinen Hemd, Hose oder andere wichtigen Arbeitsutensilien. Außerdem fordert er natürlich eine riesige Dankesparade für Windeln wechseln und cremen ein. Manchmal kommt sogar das Pfoten abputzen von Pelzibub hinzu. Kaum auszuhalten der Stress von Papa-Shrimp.

Tja und nach so einem entspannten Morgen kann dann endlich der Tag mit vollem Elan beginnen.

Wenn ich das so aufschreibt merke ich  erst wie sehr sich die Morgenroutine geändert hat. Aber würde ich was ändern. Nein, denn den Tag mit meiner kleinen Familie zu beginnen ist das Schönste was es gibt für mich.

Und meistens, wenn ich so glückselig vor mich hin schlürfe, wird mir warm ums Herz und ich stelle fest, dass Terrorshrimpi mir in den Ausschnitt kotzt. Aber wenigstens  findet SIE das lustig.

Eure Shrimpmama

 

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